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Nachricht vom 06.03.2013    

SPD: Region vom Land nicht vergessen

An der SPD-Vorstandssitzung nahmen der Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Diez, Ulrich Neuroth und sein Stellvertreter Lutz Nink teil und berichteten über den aktuellen Planungsstand zu den Straßenbauprojekten im Kreis Altenkirchen. Im Mittelpunkt stand der Ausbau der B 8 und der B 414.

Mit der Straßeninfrastruktur beschäftigte sich die Kreis-SPD auf ihrer jüngsten Vorstandssitzung in Betzdorf. Auf dem Foto von rechts: Ulrich Neuroth, Lutz Nink (beide LBM) und SPD-Kreisvorsitzender Andreas Hundhausen. Foto: SPD

Betzdorf/Kreisgebiet. Den Dienststellenleiter des Landesbetriebs Mobilität in Diez, Ulrich Neuroth sowie seinen Vertreter Lutz Nink begrüßten die Sozialdemokraten aus dem Kreis Altenkirchen auf ihrer jüngsten Vorstandssitzung im Hotel Bürgergesellschaft in Betzdorf. Neuroth und Nink waren der Einladung des SPD-Kreisvorstandes gefolgt, um über die aktuellen Planungsstände zu den Infrastrukturmaßnahmen beim Bundes- und Landesstraßenbau im AK-Land zu berichten.

Besonders im Fokus steht derzeit der Ausbau der B8 und B414 als schnelle West-Ost-Achse und Zubringer zu den Autobahnen 3 und 45 in NRW und Hessen. Der heimische Landtagsabgeordnete und stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Thorsten Wehner verwies auf den Koalitionsvertrag von Rot-Grün in Rheinland-Pfalz. Dort sei der zügige und bedarfsgerechte Ausbau der beiden Bundesstraßen festgeschrieben. Wehner begrüßte in diesem Zusammenhang die Ankündigung des SPD-Landtagsfraktionssprechers Hendrik Hering, dass das Land eine Projektgruppe einrichten werde. Diese solle aus zwölf Fachleuten des LBM in Diez bestehen und sich gezielt um den möglichst raschen Ausbau der Hauptverkehrsachsen kümmern, so Wehner.
Ulrich Neuroth erklärte dazu, dass man bei der B414 innerhalb der kommenden drei Jahre schrittweise mit den Planfeststellungsverfahren für die Errichtung von dritten Fahrspuren auf den Abschnitten zwischen Hachenburg-Schneidmühle und Nister, Altenkirchen und Sörth, Kirburg und Bad Marienberg sowie Hof und Salzburger Stock beginnen werde.
Für die B8 stehe voraussichtlich ab Ende des Jahres der Beginn des Planfeststellungsverfahrens für die dritte Fahrspur einschließlich einer Teilverlegung bei Hasselbach an. Solche Ausbaumaßnahmen müssten nicht für den neuen Bundesverkehrswegeplan gemeldet werden, so dass der LBM hier die weiteren Planungen in „Eigenregie“ voranbringen könne, so Neuroth und Nink.

Anders sehe das bei dem Bau von Ortsumgehungen aus. Das Land beabsichtigt, die Ortsumgehungen Hasselbach, Kircheib, Weyerbusch, Helmenzen (alle B8), Mudersbach (B62) und Willroth (B256) für den neuen Bundesverkehrswegeplan anzumelden. Hinzu kämen im Westerwaldkreis die Ortsumgehungen Rennerod, Waldmühlen (beide B54) und Kirburg (B414).
Damit das Ausbauvorhaben auch die gewünschte Wirkung erziele, müsse zwingend auch die Ortsumgehung Uckerath im Zuge der B8 auf NRW-Gebiet (Stadt Hennef) kommen, forderten die Genossinnen und Genossen.

Neuroth und Nink nahmen auch zur Ortsumgehung Mudersbach Stellung. In der Vorplanung seien die verschiedenen Varianten hinsichtlich ihrer Verkehrsentlastung, Umweltverträglichkeit und der Baukosten eingehend geprüft worden. Dabei habe sich die ortsnahe Umfahrung (Variante 3 bzw. 3a) als deutlich effektivste herausgestellt. Gemäß Ratsbeschluss in Mudersbach solle darüber hinaus auch die Planung für die nördliche Umfahrung (Variante 2) weiter verfolgt werden. Wichtig sei, dass die Maßnahme weiterhin im vordringlichen Bedarf des neuen Bundesverkehrswegeplans verbleibe. Neuroth stellte klar: „Bei der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplanes wird noch einmal das Kosten-Nutzen-Verhältnis überprüft. Es ist fraglich, ob der Bund bei Varianten mitspielen würde, die deutlich teurer wären und eine geringere Entlastung zur Folge hätten.“



Neben den bereits genannten Projekten laufen zurzeit im Bereich Bundesstraßen- und Landesstraßenbau folgende Maßnahmen oder sind bis 2014 vorgesehen:
• B8: Oberbauverstärkung Borod – Wahlrod – Höchstenbach (WW) (in 2013)
• B62: Ersatz der Fußgängerbrücke am Südknoten Kirchen (laufend)
• B62: Ersatz der Siegbrücke in Wissen (laufend)
• B62: Instandsetzung der Siegbrücke in Betzdorf beim ehem. AkA-City (2013/2014)
• B62: Büdenholz – Mudersbach (laufend)
• B62: Wallmenroth bis K106 (in 2013)
• B62: Rad- und Gehweg Niederhövels – Niedergüdeln, 1. Bauabschnitt (in 2013)
• B256: Hamm – Roth (fertig 2012)
• B256: Randbalken bei Oberlahr (in 2013)
• B256: Bruchermühle – Güllesheim, 3. Fahrstreifen (2013/2014)

• L279: Katzwinkel – Friesenhagen zw. K78 und K92 (in 2013)
. L280: in Alsdorf (in 2014)
• L280: Schutzbach – Niederdreisbach (in 2014)
• L280: Einmündung K 112 bei Niederdreisbach (laufend)
• L280: Deckenerneuerung Anschluss Hahnhof (in 2014)
• L284: Hellerbachbrücke bei Herdorf (in 2014)
. L268: Niedermörsbach (WW) – Kreisgrenze, 2. und 3. BA (laufend)
• L288: Talbrücke bei Elkenroth (laufend)

Weitere Projekte sind in Planung mit dem Ziel, diese in das Landesbauprogramm 2014/2015 aufzunehmen. Das betrifft im Kreis Altenkirchen:

• L 278: Ausbau Wissen – Landesgrenze, 3. Bauabschnitt
• L 288: Hellerkreisel in Betzdorf
• L 284/L 285: Knotenpunktumbau in Herdorf (Steinaus Eck)

Der SPD-Kreisvorsitzende Andreas Hundhausen bedankte sich abschließend bei den Gästen aus Diez für die anschauliche Darstellung der Straßeninfrastruktur in der Region. „Die Vielzahl an Straßenbauprojekten im Kreis Altenkirchen und an unseren Kreisgrenzen beweist eindrücklich, dass wir hier vom Land nicht vergessen werden“, so Hundhausen in der Pressemitteilung.


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