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Nachricht vom 11.03.2013    

Grandioses Konzert im Siegerländer Dom des Projektorchesters

Das Projektorchester unter Leitung von Marco Lichtenthäler begeisterte die rund 300 Zuhörer im Siegerländer Dom in Niederfischbach. "La Passio de Christ" - das Musikwerk des zeitgenössischen spanischen Komponisten Ferrer Ferran wurde von 78 Musikerinnen und Musikern aufgeführt. Nur eine gemeinsame Probe ging dem grandiosen Konzert voraus.

Marco Lichtenthäler, Dirigent und Initiator des Projektorchesters, gelang es die Zuhörer im Siegerländer Dom in den Bann zu ziehen. Fotos: anna

Niederfischbach. „Prima. Toll. Klasse. Phantastisch. Wunderbar“. So äußerte sich das Publikum am Ende der Aufführung des Projektorchesters (PJO) im Dom und zollte den Musikerinnen und Musikern, sowie dem Dirigenten Marco Lichtenthäler stehend applaudierend die entsprechende Anerkennung.

Die nunmehr fünfte Aufführung des PJOs war ein voller Erfolg und es war schade, dass nur etwas mehr als 300 Zuhörer gekommen waren. Eine kurze Begrüßungsansprache hielt Pfarrer Christoph Kipper und ging dabei natürlich auf die Geschichte Jesu und die Passionszeit vor Ostern ein.
Die dem Konzert vorausgehende Moderation führte Sabine Bätzing-Lichtenthäler und führte in diesem Rahmen vorab ein kurzes Interview mit Vera Apel-Jösch, der Leiterin der Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (WeKiss). Denn der Erlös des Konzertes geht an die Westerwälder Clown-Doktoren, die in verschiedenen Kliniken kranke Kinder besuchen und ihnen den Aufenthalt im Krankenhaus so etwas erleichtern. ( der Ak-Kurier berichtete). Für die Tatsache, dass alle Musiker ohne Gage spielten, bedankte sich Apel-Jösch besonders.

La Passio de Crist.
Das Passionswerk des zeitgenössischen, spanischen Komponisten Ferrer Ferran beginnt nicht erst mit der Gefangennahme von Jesus, sondern zeichnet sein Leben von Geburt an musikalisch nach. Die Komposition ist realistisch und bildhaft erstellt und erstreckt sich über drei Sätze. Warme, weiche Klänge kündigen die Geburt Jesu Christ an. Die Flucht der kleinen Familie nach Ägypten hat Ferran entsprechend hektisch komponiert. Die Wut des Herodes über die Sterndeuter äußert sich in dissonanten Klängen, laut und ohne Tonart. Der Satz erzählt weiter die Rückkehr nach Israel und die Taufe Jesu und endet mit einer feierlichen Passage, die die Liebe Gottes zu seinem Sohn spürbar werden lässt.
Im zweiten Satz werden die Versuchungen durch den Teufel dargestellt. Ein sehr düsterer Satz, der manchmal atonal und durch viele Disharmonien gekennzeichnet ist. Immer wieder versucht der Teufel Jesus zu verführen, doch dessen Wille ist stärker. Nach der letzten Versuchung wird der Teufel in einem pompösen Spektakel von den Posaunen niedergeschmettert. Friedlich und ruhig endet der zweite Satz mit der Verkündung der Botschaft Jesu: „Kehret um! Gott wird jetzt seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden“.
Der dritte Satz beschreibt die Ankunft Jesu beim Tempel, das letzte Abendmahl, die Verhaftung, Verurteilung und Kreuzigung. Der Satz ist eine rhythmische Herausforderung für die Musikerinnen und Musiker. Ein hektischer Teil stellt den Rauswurf der Händler aus dem Tempel dar. Harmonisch komponiert dagegen ist das letzte Abendmahl. Vom Bariton-Saxophon wird in extrem hoher Lage die Situation von Jesus vor dem Obersten Priester dargestellt. Das Geschrei des Orchesters stellt das Geschrei der Leute da, die Jesus bestraft sehen wollen. Die Auspeitschung Jesus wurde mit gegeneinander schlagenden Hölzern drastisch wiedergegeben. Als dieser seinen Weg nach Golgatha antritt steht die Musik fast still, die schleppenden Schritte werden hörbar. Unüberhörbar das Einschlagen der Nägel, hier kommen ein Hammer und ein Stück Metall zum Einsatz, das Grauen ist spürbar. Über eine Minute baut sich nur ein einziger Akkord auf. An dessen Ende Jesus am Kreuz stirbt. Es folgt eine lange Pause und mit der neu beginnenden Musik kommt die Hoffnung zurück. Jesus hat den Tod besiegt.
Ein letztes Mal eröffnet das Orchester ganz langsam ein Feuerwerk, die Vibration des Bodens ist zu spüren. Das Ganze endet in einem furiosen und fulminanten Maestoso, eine feierliche Hymne auf den Retter der Welt.

Spontan beginnt der Applaus und das Publikum erhebt sich, Freude und Begeisterung werden zum Ausdruck gebracht. Die 78 Musiker, überwiegend aus der Region, verstärkt durch einige weit angereiste Kollegen, haben nur am Vortag des Konzertes einmal gemeinsam geprobt und doch ist es ihnen und ihrem Orchesterleiter wieder gelungen, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. (anna)


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