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Nachricht vom 20.03.2013    

Giebelwald-Gutachten überreicht

Der BUND, Kreisgruppe Altenkirchen überreichte der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken das Gutachten zum Giebelwald. Das großräumige Waldgebiet gehört zu den besonderen Schätzen der Region im Grenzgebiet und steht zu einem Teil unter europäischen Schutz (Natura 2000).

Ernst-Gerhard Borowski vom BUND Altenkirchen, Ministerin Ulrike Höfken, Wolfgang Stock, BUND Altenkirchen, Bianca Goll, BUND Rheinland-Pfalz (Naturschutz), Julia Arndt, Umweltministerium (Natura 2000), und Gutachter Dipl.-Biol. Ralf Kubosch (von links). Foto: pr

Kirchen/Mainz. Am Dienstag, 19. März konnte die Kreisgruppe Altenkirchen ihr Gutachten über wertvolle Waldbestände im Giebelwald bei Ministerin Ulrike Höfken im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten in Mainz vorstellen.

Schon 2010 konnte auf Initiative von Wolfgang Stock der Diplom-Biologe Ralf Kubosch aus Siegen als Gutachter gewonnen werden. Ralf Kubosch war schon am Kellerwaldprojekt am Edersee beteiligt. Der Kellerwald zählt jetzt zum Weltnaturerbe.

Kubosch gelang es, in einer komprimierten Präsentation die Naturschätze des Giebelwaldes in den Zusammenhang mitteleuropäischer Buchenwälder zu stellen. Deutschland und die Nachbarregionen haben für diesen artenreichen Waldtyp weltweit die gleiche Verantwortung wie die Staaten in den Tropen für ihre Regenwälder.

Der Giebelwald im Grenzgebiet von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gehört zu den wenigen großräumigen Waldgebieten, die nicht von Straßen und Siedlungen zerschnitten sind. Ein großer Teil davon steht als Natura 2000 Gebiet unter europäischem Schutz.



Die Kartierungen beschränkten sich auf besonders schutzwürdige Buchenwaldanteile im Staatsforst. Hier konnten mehr als 50 Hektar als besonders schutzwürdig beschrieben werden. Bäume, die in ihr natürliches Lebensalter hineinwachsen dürfen, abgestorbene Baumriesen und Totholz bieten den Lebensraum für eine Vielzahl der einheimischen Tierarten.

Wolfgang Stock bedankte sich namentlich bei dem Forstamtsleiter Altenkirchen, Franz Kick, und dem Revierförster Martin Szostak aus Freusburg für deren Unterstützung. Die BUND-Mitglieder bedankten sich bei Ministerin Ulrike Höfken für ihr großes Interesse. Sie sehen ihr Gutachten auch als Unterstützung des BAT Konzepts der Landesregierung, das durch Erhalt von Biotopbäumen, Alt- und Totholz die Artenvielfalt in rheinland-pfälzischen Wäldern erhalten und fördern will.


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