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Nachricht vom 30.03.2013 - 11:14 Uhr    

Abgrenzung Naturschutzgebiet Stegskopf nicht akzeptabel

Die Naturschutzverbände BUND, NABU und GNOR machten erneut deutlich, dass es mit ihrer Zustimmung keine Windenergieanlagen auf dem Truppenübungsplatz Stegskopf geben werde.

Foto: BUND

Daaden/Region. Die Naturschutzverbände BUND, NABU und GNOR machten erneut unmissverständlich deutlich, dass es mit ihnen auf dem einstigen Truppenübungsplatz Stegskopf aus naturschutzfachlichen und artenschutzrechtlichen Gründen keine Windenergieanlagen geben werde.

Beim Stegskopf handele es sich um ein einzigartiges ökologisches Juwel, das in seiner vollen Fläche unter Schutz gestellt werden müsse, so die Verbandsvertreter.
Die Verbände erinnerten daran, dass Umweltministerin Ulrike Höfken noch Anfang 2012 davon gesprochen habe, den Stegskopf in das Nationale Naturerbe aufzunehmen, unter sofortigen Schutz zu stellen und die gesamte Fläche als Naturschutzgebiet
auszuweisen. Sie habe damals schnell die sehr hohe Wertigkeit dieses Gebietes erkannt.
Eine „politische Metamorphose“ habe inzwischen offensichtlich auf Druck von Wirtschaftsministerin Eveline Lemke zu anderen Ergebnissen geführt. Nur so sei es zu erklären, dass es unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Naturschutzverbände ein „Stegskopfkabinett“ in Mainz gebe, in dem hinter dem Rücken der Verbände andere Pläne geschmiedet würden.

"Eine vertrauensvolle und vor allem transparente Zusammenarbeit stellen wir uns bei einer Partei wie der Grünen, die Transparenz und Bürgerbeteiligung auf ihre Fahnen geschrieben hat, anders vor", hießt es in der Pressemitteilung.

Daher sei die von der SGD Nord präsentierte Abgrenzung des Naturschutzgebietes nicht akzeptabel, da sich der Eindruck einstelle, dass das Gebiet für die Errichtung von Windenergieanlagen „passend“ gemacht werden solle. Dies werden die
Verbände nicht akzeptieren.
Die Untersuchungen der BIMA selbst waren Ende 2012 zu dem Ergebnis gekommen, dass Windkraft an diesem Ort nicht möglich sei. Offensichtlich wolle man hier aber „mit dem Kopf durch die Wand“. Die Verbände kündigten Klage an, sollte weiter versucht werden, gegen alle naturschutzfachlichen und artenschutzrechtlichen
Gesichtspunkte Windenergieanlagen auf dem Truppenübungsplatz errichten zu wollen.
Sie hoffen, dass sich die SGD Nord letztlich dieser Sichtweise anschließen und den Schutz der gesamten Fläche vornehmen werde.

Abschließend kritisierten die Verbände, dass die Verantwortlichen bislang nicht bereit seien, sich mit naturverträglichen Nutzungen, auch über Ländergrenzen hinweg - z.B. ein „Biosphärenreservat Hoher Westerwald“ mit Themen- und Wanderwegen, Fotovoltaik im Lagerbereich und einer Umweltbildungsstätte – auseinanderzusetzen. Hiermit könne ein guter Beitrag zu einer Westerwälder „Dachmarke“ mit Alleinstellungsmerkmal und hohem touristischen Entwicklungspotenzial geschaffen werden.



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Kommentare zu: Abgrenzung Naturschutzgebiet Stegskopf nicht akzeptabel

14 Kommentare

Auf der Seite http://www.bund-rlp.de/themen_projekte/klima_energie/
findet sich folgender Text:

Fahrplan „Energiewende Rheinland-Pfalz“

BUND-Studie zur nachhaltigen Energiewirtschaft

Die Halbierung des Energieverbrauches bis zum Jahre 2050 sowie ein starker Ausbau der erneuerbaren Energieträger sind die Eckpunkte des BUND-Konzeptes für Rheinland-Pfalz. Bereits ab dem Jahre 2030 kann und muss der Strom im Lande vollständig aus Wind, Sonne und anderen erneuerbaren Quellen stammen. Angesichts steigender Energiepreise sind Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger auch die wirtschaftlich bessere Alternative zur Abhängigkeit von Öl, Gas, Kohle und Uran.
-----
Kann es sein, dass einige Naturschützer versuchen, gegen die Interessen ihrer Dachorganisation ihre eigenen, egoistischen Ziele zu verfolgen ?
#14 von Markus Holschbach, am 07.04.2013 um 12:35 Uhr
Sehr geehrter Herr Borowski,

ich habe die Leserbriefe als Privatmensch geschrieben, bin allerdings auch Mitglied der Partei Bündnis 90/Die Grünen.
Leider gewinne ich immer mehr den Eindruck, dass einige Naturschützer aus meines Erachtens egoistischen Motiven gegen die Energiewende kämpfen.
Für mich ist allerdings die Energieerzeugung mit Windkraft eine der saubersten und naturverträglichsten überhaupt, und deshalb bin ich gegen eine vollständige Ausweisung des Stegskopfes als Naturschutzgebiet.
Nach meiner Einschätzung gibt es für die Energiewende auch einen breiten gesellschaftlichen Konsens.

Empfehlen kann ich Ihnen noch folgenden Link, wo die verschiedenen Interessen gegeneinander abgewogen werden:
http://www.maxwaell-energie.de/allgemein/energiewende-im-westerwald-und-entwicklung-am-stegskopf/

#13 von Markus Holschbach, am 06.04.2013 um 18:33 Uhr
Aus einem Schreiben des Kreisverbands Altenkirchen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 18. Januar 2012:
"Entgegen den Befürchtungen des Daadener Verbandsbürgermeister Schneider wollen wir keineswegs die Kompetenzen der Kommunen bei dieser Frage beschneiden, wenn wir uns dafür einsetzen, dass wegen der großen Bedeutung des Stegskopfgeländes für den Natur- und Artenschutz auch überörtliche Aspekte bei der Konversion eine Rolle spielen sollten und dass wir daher eine Einbeziehung der Umweltverbände in die Gespräche über die Zukunft des Stegskopfs für dringend erforderlich halten.

Mit großer Genugtuung haben wir der Presse entnehmen können, dass Umweltministerin Höfken die Fläche vorerst unter Naturschutz gestellt hat."
Anmerkung: Die sofortige Unterschutzstellung fand nicht statt.

Zum Leserbrief von Herrn Holschbach 3.4.2013:
Nach meinen Informationen ist das Klimaschutzkonzept des Kreises ohne Beteiligung der unteren Naturschutzbehörde und ohne den Naturschutzbeirat erstellt worden. Wenn meine Informationen stimmen und die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Altenkirchen trotzdem dafür gestimmt haben, wundert es mich nicht, dass einige behaupten, die GRÜNEN hätten den Naturschutz faktisch abgeschafft.
#12 von Ernst-Gerhard Borowski BUND Altenkirchen, am 05.04.2013 um 12:25 Uhr
Man kann das wunderbar aus dem Klimaschutzkonzept zitieren. Aber bei solchen Entscheidungen ist eigenes Denken eher angebracht.
Die meisten Menschen verstehen leider immer noch nicht wie sehr wir Chaoten uns für die Natur einsetzen. Der Klimawandel ist für die Natur eher weniger ein Problem. Für uns Menschen ist das Problem schon gravierender und deswegen versuchen wir alles. Den Klimawandel können wir schon lange nicht mehr aufhalten. Wir können nur eine Vorbildfunktion für andere Staaten sein.

Wir engagieren uns ein Leben lang Ehrenamtlich für den Erhalt der Naturräume. Und jetzt kommen da Politiker her, die nun auf einmal alles für die Erhaltung machen wollen, wo sonst leider nie etwas kam. Auf einmal! Wieso warum? Ist uns ja auch allen klar.
Und wenn sie ihr tolles Klimaschutzkonzept durchgesetzt haben, brüsken sie sich damit was das Zeug hält.
Und jeder der etwas von Naturschutz versteht, schlägt die Hände über dem Kopf zusammen.

Das Klima schützen muss bei uns anfangen.
-weniger Fleisch essen
-weniger Autofahren
-beim Einkaufen seinen Plastikkonsum halbieren
-Auf dem Klo das Licht ausmachen

Die Naturschutzverbände bringen sich seit vielen Jahren sehr aktiv für den Klimaschutz ein.
#11 von Florian S, am 05.04.2013 um 08:10 Uhr
Der Kreistag hat im "Integrierten Klimaschutzkonzept" beschlossen, die Nutzung der Windkraft im Kreis Altenkirchen weiter auszubauen, um die Klimaschutzziele zu erreichen.
Zitat 1: "Ein weiterer Ausbau der Windkraftnutzung auf dem Kreisgebiet würde maßgeblich zur Erreichung der Klimaschutzziele des Landkreis Altenkirchen beitragen."
Zitat 2: "Prüfung inwieweit Konversionsflächen, Sonderflächen, nicht veräußerbare Flächen etc. für die Errichtung von regenerativen Energieerzeugungsanlagen genutzt werden können.
Hier kommt dem Stegskopf eine besondere Bedeutung zu."

Bei der erneuerbaren Stromerzeugung (Photovoltaik, Windkraft, Biomasse, KWK) ist eine Steigerung beim Stromanteil auf 40 % bis 2025 geplant.
Demgegenüber der Status 2009 (Zitat): "Gemessen am gesamten Stromverbrauch (im Landkreis Altenkirchen) hat der eingespeiste Strom einen Anteil von rund 7 %."

Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Naturschutzverbände sich für das Erreichen der Klimaschutzziele aktiv einbringen würden.

#10 von Markus Holschbach, am 03.04.2013 um 17:34 Uhr
Die Grünen haben den Naturschutz in Rheinland-Pfalz praktisch abgeschafft. Anstatt sich dafür einzusetzen, Energie einzusparen, will man jetzt den „Konsumrausch“ mit regenerativen Energien befriedigen, weil dies „hipp“ und „schick“ ist, also per definitionem gut. Hierüber sollte Herr Holschbach als Mitglied dieser mittlerweile neoliberalen Partei einmal nachdenken. Wachstum ohne Grenzen ist aber nicht Grün. Hoffentlich werden sie das bei den nächsten Wahlen zu spüren bekommen. Danke an die Naturschutzverbände für ihren unermüdlichen Einsatz für dieses einzigartige ökologische Juwel „Truppenübungsplatz Stegskopf“!

Gabriele
#9 von Gabriele Neumann, am 03.04.2013 um 12:41 Uhr
Ich gehöre gerne zu den Chaoten oder wie ein anderer schrieb zu den Paranoikern die den Naturschutz ernst nehmen.Der Stegskopf ist die höchste Erhebung im Kreis Altenkirchen und macht jede Windmühle zur Geldmühle. Merke: Bei doppelter Windgeschwindigkeit bekomme ich das achtfache an Geld.Wir regionalen Umweltverbände BUND, NABU und GNOR engagieren uns seit 2008 für eine geordnete nachmilitärische Entwicklung des Stegskopfs, die auch Arbeitsplätze in die Region bringt. Die Naturschätze des Stegskopf sind seit Jahren kartiert und durch deutsches und europäisches Recht geschützt. Wir fordern nur gesetzmäßiges Handeln. Das stößt leider einigen Interessenvertretern übel auf. Von Klimaschutz ist kaum noch die Rede. Man spricht höchstens noch von regionaler Wertschöpfung. Windkraft ist nicht grundlastfähig. Das heißt, dass ich bei der gegenwärtigen Politik für jede Windkraftleistung zusätzlich ein konventionelles Kraftwerk (Braunkohle) vorhalten muss.Umweltverbände, die seit Jahren transparent und planvoll arbeiten werden als Chaoten bezeichnet. Politiker die ohne Plan handeln wird zugetraut die Energiewend zu stemmen. Wie verkehrt sieht diese Welt heute aus. Wer wird die Rechnung für eine verkorkste Energiepolitik beszahlen? Die Natur und natürlich ... .Aber das wussten wir ja schon. Wenn es uns z.B gelänge, unseren Fleischkonsum zu halbieren, wäre nicht nur unseren geschundenen Mitgeschöpfen geholfen, sondern mehr für den Klimaschutz gewonnen als durch alle denkbaren Winmühlen.

#8 von Ernst-Gerhard Borowski BUND Kreisgruppe Altenkirchen, am 02.04.2013 um 18:52 Uhr
Eine wirkliche Energiewende muss werteorientiert und ganzheitlich sein. Sie braucht ein radikales Umdenken in unserem Konsumverhalten. Sie muss das Einsparen und Speichern von Energie in den Vordergrund stellen und darf nicht versuchen, unseren bisherigen Lebensstil mit anderen Mitteln fortzusetzen. Ungehemmtes Wachstum, auch mit erneuerbarer Energien, führt zum Kollaps unseres Planeten.

Wie sieht die "politische Metamorphose" dieser „grünen“ Politik aus ? Vom Nationalen Naturerbe und Naturschutzgebiet – Quo vadis ?“ Haben die Grünen den Naturschutz abgeschafft?

"Auf dem Stegskopf ist Windkraft möglich", obwohl die wirklich "erdrückenden" avifaunistischen Daten bekannt sind - Was soll hier entstehen, wenn wir sie lassen? Eine Art ökologischer Märchenpark? Ist das die Demokratie, die Transparenz, die Bürgerbeteiligung und der Artenschutz, den sie meinen? Brauchen unsere Arten und auch wir Menschen zukünftig keine ungestörten, unverbauten und wertvollen Lebensräume mehr? Soll dem Wald das Industriegebiet in die zweite Etage gelegt werden? Verkommen wir zur blanken Makulatur?

Die Siegener Zeitung titelte "Die Chaos-Stifter sind los". Ein Redaktionsleiter bekennt Farbe - und schreibt einen mutigen Kommentar als solitärer Rufer in einem Meer aus Angepassten ! Einer anderen Zeitung fällt dazu nur ein schlichter Satz ein: "Wer Energiewende will, muss Windkraftkröten schlucken". Welche hat der Redakteur da wohl gemeint und für wen ?

Nicht nur Forstleute werden angesägt, auch Fachgutachter - oder befördert. Es gibt viele Möglichkeiten, Menschen mundtot zu machen, Geld ist die einfachste. Verschwimmen die Wahrnehmungen in selbst konstruierten Nebelmeeren? Wird hier nicht die angebliche "Basisdemokratie" entgegen aller Sach- und Fachkenntnis und des bestehenden nationalen wie europäischen Rechtes pervertiert und instrumentalisiert? Es geht um viel Geld, um Milliarden.

Dieses Vorgehen ist nichts anderes als eine Bankotterklärung dieser ziellosen Politik. Tabugrenzen werden überschritten, wenn Bürgermeister darüber nachdenken, in "rote Gebiete" zu gehen, Dämme des Anstandes brechen, man sonnt sich in einer breiten Parteienallianz, deren Klebstoff aus Geld und Gier besteht, "ehrliches" Geld, wenn es das überhaupt gibt, degeneriert schamlos zum gemeinen Verpackungsmaterial.

Dass sich das Fehlen eines Masterplanes, das Fehlen einer qualifiziert gesteuerten Lenkung der Windenergie außerhalb der Schutzgebiete so deutlich macht und zu einer solch unsäglichen Ideologisierung führen könnte, hätte ich nicht gedacht. Oder beinträchtigen bevorstehende Wahlen die Denkfähigkeit? Unterdessen gehen der Konsumrausch und die Ressourcenverschwendung weiter. „Wachstum ohne Grenzen ist nicht Grün“ - Sapere aude!

H. Neumann



#7 von H.Neumann, am 02.04.2013 um 12:22 Uhr
An die "Profis" sei von meiner Seite gesagt, dass sie sehr extremistisch rüberkommen. Herr Holschbach hat seine Argumente sachlich und nachvollziehbar dargelegt.

Dass auch eine Windkraftanlage ein Eingriff in die Natur ist, darüber besteht kein Zweifel. Der Punkt ist aber, dass dies die umweltfreundlichste Art ist Energie zu erzeugen. Wer also nicht das Stromnetz abschalten möchte, der muss erst einmal erläutern wie denn der Strom besser zu produzieren wäre.

Das Argument der Einsparung zieht nicht, da auch bei weniger Verbrach irgendwo die Energie erzeugt werden muss. Sind die "Umweltprofis" etwa für Kohlekraftwerke oder Atomkraft, oder was wollen Sie?
#6 von Markus Bläser, am 02.04.2013 um 12:22 Uhr
So, dann schreibt hier jemand der Chaoten die ja nur Einäugig diese Sache betrachten. Auf so ein Niveau lasse ich mich normalerweise nicht herunter.
Ich bin mir sicher, dass die Herren F und H leider keine Ahnung von der Bedeutung des Naturschutzes haben. Wir sind die Leute die sich umfangreich mit Naturschutz beschäftigen. Wie können sie uns da nur "Chaoten nennen". Die Arbeit die wir machen, hat Hand und Fuß und kann eindeutig Wissenschaftliche belegt werden. Und ich stimme voll und ganz zu das eine Windanlage stillgelegt wird, wenn dort tote Fledermäuse gefunden wurden. Wer sich mit Fledermäusen auskennt, weiß um die geringen Reproduktionsdaten der Fledermäuse. Da ist eine Anlage im falschen Gebiet eine Existenzbedrohung für die Art.
Herr H schreibt noch das der Eingriff in die Natur sehr gering ist. Leider Falsch. Hätten sie sich vorher genauer informiert, wüssten sie das die meisten Schäden die durch den Eingriff entstehen, für den Menschen garnicht sichtbar sind. Informieren sie sich bitte genauer.
Nicht wegen den Naturschützern, sondern wegen Menschen wir ihnen, wird der Mensch irgendwann auf der Strecke bleiben.
Noch etwas in eigener Sache.
Wir Chaoten verbringen unentgeltlich unsere gesamte Freizeit damit die Natur zu schützen. Viele Viele Ehrenamtliche Stunden. Und was wollen wir dafür? Kein Geld, keinen Ausgleich, keine Anerkennung! Wir wollen nur die Natur schützen und das nicht nach dem "Karl der Käfer Prinzip"!
Machen sie sich lieber dafür stark in ihrer Gemeinde Energie zu sparen, statt immer mehr zu verbrauchen und überlassen sie den Aktiven Naturschutz lieber uns Profis.
#5 von Florian F., am 02.04.2013 um 07:51 Uhr
Es sollte jedem klar sein, dass Naturschutz in ausgewiesenen Schutzgebieten oberste Priorität hat! Wenn selbst in Schutzgebieten nicht mehr auf eine naturverträgliche Nutzung geachtet wird, wofür werden dann überhaupt noch Schutzgebiete ausgewiesen?
Unbestritten ist doch, dass durch Windkraft vor allem Vögel und Fledermäuse stark beeinträchtigt und getötet werden. Deshalb sollte einem schon der gesunde Menschenverstand sagen, dass Windkraftanlagen in Vogelschutzgebieten nichts zu suchen haben.
Windenergie ja, aber natur- und menschenverträglich!

#4 von Susanne Heiden, am 02.04.2013 um 07:50 Uhr
Wie krank muss man sein *räuspel* ich meinte; wieviel wirtschaftliches Interesse an solchen Flächen muss man haben) wenn man schreibt: 'Naturschutz ist wichtig und gut - aber nicht um jeden Preis'.
Der Preis kann (im Moment) nicht zu hoch sein, wenn in einigen Jahrzehnten die Rechnung geschrieben wird, aber dann baden es ja eh nur die Kinder und Kindeskinder aus, denn man selbst liegt ja in der Kiste und es kratzt einen nicht mehr.
Da werden händeringend Argumente gesucht und eine Fehlentscheidungen aus den 90er gebracht.... Aufwachen, was produziert die Wirdschaft pausenlos an Felentscheidungen/Fehlinvestitionen, da regt sich ein Klaus F. nicht auf.
Und übrigens: in Deutschland wird täglich eine Naturfläche von 16 Fußballfeldern überbaut - TÄGLICH (Statistisches Bundesamt). Wir sollten Naturflächen nicht einfach wegwerfen, gerade solche Juwelen wie der Stegskopf sind in ihrer Größe für unsere Nachkommen eine unverzichtbare Atempause als Naherholungsgebiet. Der Stegskopf muss als ganzes unter Schutz gestellt werden.
#3 von Rainer, am 02.04.2013 um 07:49 Uhr
Ich kann Herrn Holschbach nur zupflichten. Die Naturschützer sind ein einziger Trupp von Chaoten, die es sich auf die Fahne geschrieben haben mit allen Mitteln und entgegen jeder Logik mobil zu machen und den Naturschutz so zu betreiben, dass der Mensch am Ende auf der Strecke bleiben wird. Ich erinnere mich an die 90er Jahre in Freiburg; dort wurde auf Drängen der Grünen eine Windkraftanlage installiert, die dann nach nur wenigen Wochen wieder stillgelegt wurde, weil tote Fledermäuse auf der Erde gefunden wurden. So was klingt eher nach Schilda als nach Deutschland. Naturschutz ist wichtig und gut - aber nicht um jeden Preis.
#2 von Klaus F, am 01.04.2013 um 12:43 Uhr
Ich bin persönlich sehr enttäuscht von diesen Vertretern der Naturschutzverbände.
Meines Erachtens sehen diese Vertreter nur mit einem Auge und sind auf dem anderen Auge blind.
Ich möchte das folgendermaßen erläutern:
Mit dem einen Auge wird die schützenswerte Natur gesehen, die es sicherlich auf dem Stegskopf gibt.
Mit dem anderen Auge muss mal allerdings sehen, dass der Mensch für sein Leben Energie (u.a. Strom) braucht. Damit verbunden ist immer ein Eingriff in die Natur.
Allerdings werden beim Braunkohleabbau ganze Landschaften umgeflügt, Steinkohle wird mittlerweile überwiegend im Ausland abgebaut und über lange Transportwege nach Deutschland gebracht. Selbst für den Abbau von Uran werden ganze Landschaften verändert. Und auch Erdöl und Gas werden mit einem Eingriff in die Natur gefördert.
Demgegenüber stellt der Bau einer Windkraftanlage einen sehr geringen Eingriff in die Natur dar.
Deswegen sehe ich den Bau von Windkraftanlagen auf dem Stegskopf sehr wohl mit dem Naturschutz vereinbar.

Selbst die Truppenübungen der Bundeswehr waren ein Eingriff in die Natur, der aber der Natur offentsichtlich keinen größeren Schaden angerichtet hat.
Bei den Windkraftanlagen muss auch nur auf einer kleinen Fläche ein Fundament errichtet werden, und ein vielfaches der Fläche rundum wird dadurch geschützt.
Unter diesem Gesichtspunkt sollte man den Bau von Windkraftanlagen sogar als aktiven Naturschutz sehen.

#1 von Markus Holschbach, am 01.04.2013 um 08:03 Uhr

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