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Nachricht vom 26.04.2013    

Ökoeffizienz bei der Abfallwirtschaft

Kontrovers diskutiert wird die Abfallwirtschaft des Kreis Altenkirchen in der Öffentlichkeit. Was steht im Vordergrund - die Bezahlbarkeit oder die Ökoeffizienz? Eine Pressemitteilung des Abfallwirtschaftsbetriebes soll Aufklärung geben.

Kreis Altenkirchen. Was passiert eigentlich mit unserem Abfall den wir ordentlich getrennt zur Sammlung bereitstellen? Eine durchaus berechtigte Frage, auf deren Beantwortung die Gebührenzahler einen Anspruch haben. Schon seit mehr als zwanzig Jahren setzt der Landkreis Altenkirchen auf eine gezielte Sortierung und damit getrennte Sammlung der verschiedenen Abfallfraktionen.

Restabfall, Bioabfall und Pappe, Papier, Karton werden getrennt gesammelt und einer ordnungsgemäßen Entsorgung und Verwertung zugeführt. Das gilt darüber hinaus für die Sperrabfall- und Grünabfallsammlung und die Erfassung der Problemabfälle.
Die Motivation zur Getrenntsammlung, insbesondere des Bioabfalls war zunächst weniger die Verwertung, als vielmehr der damals knapp werdende Deponieraum der kreiseigenen Hausmülldeponie in Nauroth, der zu einer Lösung nötigte.

Doch mittlerweile stehen die Abfallvermeidung und die ökoeffiziente Verwertung der erfassten Abfälle im Fokus des Abfallwirtschaftsbetriebes, so der Werkleiter des AWB Wolfgang Philipp. Ökoeffizienz heißt, die ökologischen Ziele (Klimaschutz, Energiewende etc.) in ein ausgewogenes Verhältnis zu den ökologischen, also wirtschaftlichen Interessen der kommunalen Abfallwirtschaft und damit der Bürgerinnen und Bürger zu setzen.

Die Entsorgung der Bioabfälle, die seit 1. Juli 2012 in einer zertifizierten Kompostierungsanlage in Sachsen–Anhalt erfolgt, steht bei einigen Leuten insbesondere wegen des weiten Transportweges in der der Kritik. Die Kritik wäre auch vollkommen berechtigt, wenn hierzu durchweg Leerfahrten notwendig wären. Dies ist allerdings nicht der Fall. In einer der Vergabe vorgeschalteten Prüfung der Auskömmlichkeit des günstigsten Angebotes wurde vom Auftragnehmer nachgewiesen, dass durch anderweitige Transportaufträge nach Sachsen–Anhalt weitestgehend Leerfahrten ausgeschlossen werden. Eine Bestätigung dieses Vorganges findet seinen Niederschlag in der Aussage eines vorliegenden Ökoeffizienzgutachtens der FH – Mainz Bingen.
Aus den Bioabfällen, die im Landkreis Altenkirchen gesammelt werden, entsteht hochwertiger Kompost. Der Kompost findet seine Abnehmer in der Landwirtschaft und substituiert dort den Einsatz von chemischen Düngemitteln und den Einsatz von Torf. Eine Feststellung die mit in die Ökoeffizienzbetrachtung eingeflossen ist.




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Die mit dem Bioabfallverwertungsauftrag einhergehende geringere Gebühr für die Biotonne kann so also ohne schlechtes Gewissen angenommen werden, so die Feststellung des Kreisbeigeordneten Konrad Schwan. Die Auftragsvergabe zur Bioabfallverwertung erfolgte 2011 mit einstimmigem Beschluss des Werkausschusses des AWB.

Schon heute werden die Abfälle aus den Haushalten des Landkreises Altenkirchen zu 84 Prozent einer Verwertung zugeführt. Das bestätigt die vorliegende Landesabfallbilanz. Bereits 17 Prozent der Kosten der öffentlichen Abfallentsorgung des Kreises Altenkirchen werden durch Erträge aus der Verwertung von Abfällen abgedeckt. Mit der Motivation weitere gebührenneutrale Erträge zu erwirtschaften kann sicherlich die Verwertungsquote weiter gesteigert werden.

„Wir werden neben allen ökologisch sinnvollen Zielen, die ökonomischen Interessen unserer Gebührenzahler nicht aus den Augen verlieren. Nicht nur die umwelt- und energiepolitischen Ziele, sondern auch sozial verträgliche Gebühren liegen uns am Herzen“, so der Kreisbeigeordnete Konrad Schwan. Das in Bearbeitung stehende Abfallwirtschaftskonzept soll diese Ziele weiterhin „ökoeffizient“ zusammenführen. Der dazu notwendige Ausbau des Stoffstrommanagements muss daher vorangetrieben werden, damit der unvermeidbare Abfall nach Möglichkeit als Sekundärrohstoff dem Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt werden kann. In dem Zusammenhang ist auch der dazu notwendige beschlossene Bau einer Umladestation zu sehen, heißt es in der Pressemitteilung.


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