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Nachricht vom 27.02.2008    

Förderprogramm für Internet

Mit einem Förderprogramm wikll die Landesregierung die weißen Flecken bei der Breitband-Versorgung in Rheinland-Pfalz schließen. Das kündigten jetzt Innnenminister Karl Peter Bruch und Wirtschaftsminister Hendrik Hering in mainz an.

Region. Mit einem millionenschweren Förderprogramm und einem umfassenden Maßnahmenpaket will die Landesregierung die so genannten weißen Flecken bei der Breitband-Versorgung in Rheinland-Pfalz schließen. "Wir wollen, dass Breitband-Internet flächendeckend zur Verfügung steht. Dies ist eine entscheidende Voraussetzung für die Standortqualität im Wettbewerb der Regionen", erklärten Innenminister Karl Peter Bruch und Wirtschaftsminister Hendrik Hering auf einer Pressekonferenz in Mainz.
"Mit Hilfe des neuen Förderprogramms können wir künftig nicht nur Erschließungsmaßnahmen in Gewerbegebieten, sondern auch in landwirtschaftlichen Betrieben, Privathaushalten und Unternehmen im ländlichen Raum unterstützen. Ich freue mich, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium meine Anregungen aufgenommen hat und die Breitbanderschließung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes fördern will", betonte Minister Hering. Über fünf Jahre hinweg könnten so insgesamt zehn Millionen Euro für die Breitbanderschließung bereitgestellt werden.
Für rund 97 Prozent der Privathaushalte in Rheinland-Pfalz ist schnelles Internet bereits jetzt verfügbar. Für etwas mehr als 62.000 Haushalte stehen bislang noch keine Breitbandanschlüsse zur Verfügung. Diese befinden sich in rund 130 komplett unversorgten und etwa 1600 teilweise unversorgten Ortsgemeinden. Ein aktuelles Gutachten des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste belegt allerdings, dass Rheinland-Pfalz im Vergleich der Bundesländer überdurchschnittlich gut versorgt ist. Dieses gilt vor allem unter Berücksichtigung aller verfügbaren Breitbandtechnologien auf Basis von Telefonleitung, TV-Kabel, Funk, Lichtwellenleiter, Satellit und Powerline.
Bruch und Hering kündigten die Einrichtung einer Breitband-Geschäftsstelle, einer entsprechenden Website, die Fortsetzung der bereits im letzten Jahr durchgeführten Workshopreihe in den Regionen sowie Pilotprojekte zur Erprobung innovativer Breitbandtechnologien an.
Viele Wertschöpfungsketten in Unternehmen setzten Breitband-Anwendungen voraus. Die Versorgung mit schnellem Internet sei wichtig, um gerade mittelständischen Firmen in ländlichen Regionen Perspektiven zu geben. Die Unternehmen könnten nur so am globalen Markt teilhaben und dem internationalen Wettbewerb standhalten. Die Verfügbarkeit sei nicht nur wichtig für die Wirtschaft, sondern in allen Lebensbereichen der Bürgerinnen und Bürger, um diesen die Möglichkeit zu geben, an der Informations- und Wissensgesellschaft teilzunehmen.


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