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Nachricht vom 12.05.2013    

Kampagne "Öko und Fair ernährt mehr" ist gestartet

Bundesweit läuft derzeit die Kampagne der Weltläden "Öko und fair ernährt mehr" und natürlich auch im Betzdorfer Weltladen. Mit prominenten Gästen ging der Weltladen von Hermann Reeh an den Start. Jeder kann die Aktion unterstützen.

Die Erstunterzeichner: Markus Mann, MdL Michael Wäschenbach, MdB Sabine Bätzing, 1. Beigeordneter Benjamin Geldsetzer, Liesel Schmidt, Hermann Reeh, MdL Elisabeth Bröskamp, Silvia Schmegner, Cornelia Stössel und Inge Fischer. Foto: pr

Betzdorf. Auch der Weltladen Betzdorf beteiligt sich an der bundesweiten politischen Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr“ der Weltläden in Deutschland. Zur Eröffnung der Aktion hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Weltladen eingeladen.
Die Kampagne möchte auf die weltweite Ernährungskrise aufmerksam machen und ökologische Anbauformen und Fairen Handel als Alternativen zu den sozial- und umweltschädlichen Anbaumethoden und Handelspraktiken aufzuzeigen.

Bei der Vorstellung der Aktion wies Hermann Reeh vom Weltladen Betzdorf daraufhin, dass das Menschenrecht auf ausreichende Nahrung, jenes Menschenrecht sei, das weltweit am häufigsten verletzt wird. Gemäß der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft(FAO) waren 2012 rund 870 Millionen Menschen unterernährt. 80 Prozent der Hungernden leben auf dem Land, paradoxerweise also dort, wo die Grundnahrungsmittel produziert werden.

Die Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr“ möchte darauf aufmerksam machen, das Öko-Landbau und Fairer Handel einen entscheidenden Lösungsansatz für eine zukunftsfähige Welternährung darstellen. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie erwirtschaften etwa 70 Prozent der weltweit geernteten Lebensmittel, nutzen die natürlichen Ressourcen der Erde nachhaltig und leisten damit einen Beitrag für eine gemeinsame Zukunft.

Hermann Reeh machte darauf aufmerksam, dass auch der Weltagrarbericht von 2009 in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft den wichtigsten Garanten für eine ausreichende Versorgung mit Grundnahrungsmitteln sehe, wenn bestimmte Voraussetzungen wie Zugang zu Land und Wasser, verbesserte Anbaumethoden, Lagerung, Marktzugang und existenzsichernde Preise für landwirtschaftliche Produkte geschaffen würden.

„Konzepte zur Ernährungssicherung müssen hier ansetzen“, so Hermann Reeh,„darum fordern wir von der (neuen) Bundesregierung, die Rechte von Kleinbäuerinnen zu stärken, kleinbäuerliche Wirtschaftsweisen statt die Agrarindustrie zu fördern und eine umwelt- und klimafreundliche Lebensmittelproduktion weltweit zu begünstigen.“
Hunderttausend Unterschriften sollen bundesweit bis zur Bundestagswahl am 22. September 2013 gesammelt werden. Nach Bildung der neuen Regierung werden diese in Berlin übergeben.
Im Weltladen Betzdorf und am Stand des Weltladens auf dem Wochenmarkt gibt es weitere Informationen. Dort kann man sich auch in die Unterschriftenliste eintragen.

"Bis die Politik die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen habe, sollten wir als Verbraucherinnen und Verbraucher durch unser Kaufverhalten Weichen stellen und „Politik mit dem Einkaufskorb“ machen", meinte Reeh. „Wer will, kann sich schon heute weitgehend Öko und Fair ernähren.“. Er zitierte die bekannte Fernsehköchin Sarah Wiener, die in einem Interview sagte: „Essen und Kochen sind hochpolitische Angelegenheiten.“

Markus Mann von der Naturstrom GmbH aus Langenbach, MdL Michael Wäschebach, MdB Sabine Bätzing, Benjamin Geldsetzer, 1. Beigeordneter Betzdorf, Liesel Schmidt, Landfrauen, Hermann Reeh, MdL Elisabeth Bröskamp, Silvia Schmegner, Cornelia Stössel, Inge Fischer, Landfrauen, gehörten zu den Erstunterzeichnern der Kampagne.



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