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Nachricht vom 15.06.2013    

CDU Herdorf hatte aktuelle Themen im Fokus

Die diesjährige Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes fand enttäuschend wenig Resonanz. Dabei standen die aktuellen Themen auf der Tagesordnung, die Neuwahl des Kassierers und Ehrungen. Vorsitzender Tobias Gerhardus will verstärkt auf Mitgliederwerbung setzen.

Tobias Gerhardus (links) ehrte Dieter Wirth und Frank Grünebach für ihre Treue zur Partei. Fotos: anna

Herdorf. Der CDU Stadtverband hatte zur Mitgliederversammlung eingeladen, um einen neuen Kassierer zu wählen und langjährige Mitglieder zu ehren. Fraktionssprecher Uwe Geisinger informierte über aktuelle Themen.

Vorsitzender Tobias Gerhardus konnte nur eine kleine Anhängerschar im Casino vom Hotel Schneider begrüßen, worüber der Vorstand sichtlich enttäuscht war. Von den derzeit noch 76 Mitgliedern waren gerade einmal 16 Personen zur Versammlung erschienen. Mitgliederschwund und fehlender Neuzugang sind derzeit ein internes Problem des Stadtverbandes. Dem sterben die Parteiangehörigen weg, der Altersdurchschnitt beträgt 62 Jahre und Gerhardus appellierte an die Parteifreunde sich um neue Mitglieder zu engagieren.

Für den 13. Juli kündigte Gerhardus ein gemeinsames Sommerfest mit der CDU Neunkirchen an, dazu werden auch die Abgeordneten Volkmar Klein und Erwin Rüddel erwartet.
Das Thema Kommunalreform stand natürlich auch auf der Tagesordnung des Vorsitzenden. Hier berichtete Gerhardus, dass für Mittwoch, 26. Juni um 19 Uhr im Theatersaal des Hüttenhauses eine Einwohnerversammlung terminiert wurde. Dort wird die Verwaltung über den aktuellen Stand der Reformvorhaben des Landes und die möglichen Auswirkungen berichten. In Herdorf habe man von Anfang an zu diesem Thema klare Position bezogen, so Gerhardus. Spitze Kommentare über andere Kommunen habe man diesbezüglich nie geäußert und finde diese vollkommen unnötig. Was jedoch in einigen Nachbargemeinden anders gehandhabt werde. Im Städtchen wird zudem erwogen, im Rahmen der Bundestagswahl einen Bürgerentscheid zur Kommunalreform durchführen zu lassen.

Für den 16. Juli wird MdL Julia Klöckner in Herdorf erwartet, dann steht ebenfalls die Kommunalreform zur Debatte.
Anschließend verlas der Vorsitzende einen kurzen Kassenbericht in Vertretung der Kassiererin Christina Foda (Latsch). Diese ist aus beruflichen Gründen verzogen und hat ihr Amt somit niedergelegt. Zum neuen Kassierer des CDU Stadtverbandes wählte die Versammlung einstimmig Georg Beck, der am Termin selbst nicht teilnehmen konnte.

Urkunden und Ehrennadeln überreichte Gerhardus an Dieter Wirth für 50-jährige Treue zur Partei und Frank Grünebach für 25 jährige Mitgliedschaft.

Über die Zukunftsaufgaben und laufenden Projekte berichtete Fraktionssprecher Uwe Geisinger der Versammlung. Auf dem ehemaligen Ermert-Areal sei und werde noch immer viel Erde bewegt. In diesem Zuge sei der Kanalbau des Feldweges durchgeführt worden und auch der Struthweg oberhalb des Ermert-Areals werde ausgebaut. Hinsichtlich der Tatsache, dass die Stadt Herdorf kaum Flächen zur gewerblichen Nutzung zu bieten hat, wurde der ursprüngliche Plan, dort die Grundschule und Turnhalle neu aufzubauen verworfen. Das 50.000 Quadratmeter große Gelände wird an einen oder mehrere Investor/en verkauft und somit in Zukunft wieder komplett gewerblich genutzt.
Hinsichtlich des Geländes „Alte Hütte“ werde man in das Verfahren des Bebauungsplanes gehen. Von Druck seitens des Investors wollte Geisinger nicht direkt sprechen, doch solle die Abwicklung nun zügig angegangen werden. Über die negativen Stellungnahmen, die aus den Kommunen Neunkirchen, Kirchen und Daaden zu den Herdorfer Plänen geäußert wurden, meinte Geisinger, dass man doch jedem Ort selbst überlassen solle, wie er seine Entwicklungsmöglichkeiten nutze.

An der Bahnbrache wird es ebenfalls zu Änderungen kommen. Die Haltestellen der Züge werden westlich des Bahnhofes hin verlegt werden. Auf dem dortigen Stadtgelände sind Parkplätze vorgesehen, Pläne liegen schon vor.

Ein weiteres großes Thema ist die Schulentwicklung in der Stadt. Hier gibt es für die weiterführende Schule (Sekundarstufe I) schon sehr konkrete Gespräche mit Neunkirchen. Die sinkenden Schülerzahlen führen in beiden Orten dazu, neue
Lösungen anzustreben. In Neunkirchen sind ausreichend Gebäude vorhanden und die Schulleiter derzeit aufgefordert ein pädagogisches Konzept zu erarbeiten. Überwunden werden müssen da noch die unterschiedlichen Strukturen zwischen der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Rheinland-Pfalz und dem Verwaltungsbezirk Arnsberg in Nordrhein-Westfalen.

Derzeit befinde man sich noch am Anfang des Weges, so Geisinger, aber wenn alles gut laufe, könnte schon im Schuljahr 2014/15 der gemeinsame Schulbetrieb anlaufen. Das diese Entwicklung in der Realschule Plus Herdorf nicht nur positiv gesehen werde, stehe außer Frage, so der Fraktionssprecher und lobte ausdrücklich die gute Arbeit des Schulleiters Ralph Meutsch und seiner Kollegen. Man bekenne sich zum Schulstandort Herdorf, so Geisinger, doch den stetig sinkenden Schülerzahlen müsse ebenso Rechnung getragen werden. Sollten die Pläne zum gemeinsamen Schulbetrieb in Neunkirchen verwirklicht sein, hat Herdorf mit der Don Bosco Schule dann auch ein Gebäude frei für die Grundschüler der Stadt. Investitionen zum Beispiel in die sanitären Anlagen der Schule seien für die Kleineren dann aber auch noch notwendig.

In Punkto Straßenausbau ist derzeit der zweite Bauabschnitt der Luisenstraße aktuell, sowie der Ausbau des Struthweges Richtung Neunkirchen. Auf Nachfrage des AK-Kuriers berichtete der Fraktionssprecher, dass die seit September 2012 gesperrte Fußgängerbrücke in der Knappschaft voraussichtlich im Herbst fertig gestellt sein werde. Die notwendige Statik sei erstellt und müsse nun noch abschließend geprüft werden. Der Bauhof Herdorf wird die Wiederlager der Brücke sanieren und dann kann die Fremdfirma mit dem Aufbau der neuen Fußgängerbrücke beginnen. (anna)


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