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Nachricht vom 18.06.2013 - 12:49 Uhr    

St. Antonius Krankenhaus: Brandursache weiterhin unklar

In einer Pressemitteilung gibt die Staatsanwaltschaft Koblenz bekannt, dass die Ursache des Brandes am Sonntag, 9. Juni, bei dem Yasemin Demiray ums Leben kam, noch nicht abschließend geklärt ist. Die Frau wurde am vergangenen Freitag im Heimatort in der Türkei beigesetzt.

Foto: Helga Wienand-Schmidt

Wissen. Die Ermittlungen der Kriminaldirektion Koblenz und der Staatsanwaltschaft Koblenz wegen des Brandes im St.-Antonius-Krankenhaus in Wissen am 9. Juni haben bisher Folgendes ergeben:

Durch die Brandortermittlungen des Bundeskriminalamts, das die Untersuchung wegen der besonderen technischen Anlagen in einem Krankenhaus durchführte, konnte die Brandursache noch nicht abschließend geklärt werden.

Die aufgrund eines Beschlusses des Amtsgerichts Betzdorf im St.-Antonius-Krankenhaus in Wissen untergebrachte Verstorbene war zum Zeitpunkt des Brandes in ihrem Krankenbett fixiert, weil aufgrund ihres kurz zuvor festgestellten Verhaltens eine Eigen- oder Fremdgefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte.

In dem Beschluss waren neben der Unterbringung auch sonstige Freiheitsentziehungen genehmigt. Ob hierdurch auch die Fixierung gerechtfertigt war, wird noch geprüft, so die Staatsanwaltschaft.

Während der Fixierung fanden im Abstand von 15 Minuten regelmäßig Kontrollen des nicht verschlossenen Krankenzimmers durch das Klinikpersonal statt.

Im Krankenzimmer war keine Brandmeldeanlage installiert. Dies entspricht nach dem momentanen Stand der Ermittlungen den derzeit geltenden Vorschriften.

Die Ermittlungen werden fortgesetzt, so der Leitende Oberstaatsanwalt Harald Kruse
in der Pressemitteilung.

Der Brand im Wissener Krankenhaus hatte zu einem kreisweiten Großeinsatz der Feuerwehren und des DRK geführt. Am Donnerstag, 13. Juni nahmen Familienangehörige, Freunde, die Krankenhausleitung und Vertreter des türkischen Generalkonsulat an der Abschiedsfeier an der Moschee in Fürthen teil (der AK-Kurier berichtete).

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Kommentare zu: St. Antonius Krankenhaus: Brandursache weiterhin unklar

9 Kommentare

Das liegt doch auf der Hand. Wer sonst als das Krankenhaus selbst soll für den Brand verantwortlich sein!
#9 von Volker, am 01.08.2013 um 09:11 Uhr
Fragt sich wie legitim es ist, dass sich gefährliche Gegenstände (Feuerquellen...) auf einer geschlossenen und ach so aufmerksam betreuten Station gelangen können. Von einer Selbstentzündenden fixierten Patienten ganz abgesehen! Das ist alles nicht ganz koscher.
#8 von Pseudonym , am 26.06.2013 um 07:23 Uhr
Fragt sich wie legitim es ist, dass sich gefährliche Gegenstände (Feuerquellen...) auf einer geschlossenen und ach so aufmerksam betreuten Station gelangen können. Von einer Selbstentzündenden fixierten Patienten ganz abgesehen! Das ist alles nicht ganz koscher.
#7 von Pseudonym , am 25.06.2013 um 07:40 Uhr
Auf einer normalen Station im Krankenhaus ist es durchaus denkbar, dass ein Patient ein Feuer verursacht ohne das das Krankenhaus etwas dafür kann: Da muss ein Patient nur fahrlässig und verbotenerweise mit Zigaretten zu hantieren. Bei einer normalen Station kann das nicht verhindert werden.

Dies ist in diesem Falle ausgeschlossen. Außer einem technischen Defekt und einer Verursachung durch einen Patienten kann ich mir keine andere Ursache vorstellen. Im ersten Falle wäre das Krankenhaus offensichtlich verantwortlich. Im zweiten Falle hätte das Krankenhaus seine Aufsichtspflicht verletzt, da dies eine geschlossene Station war.

Ich würde sagen, das bei einem technischen Defekt der Klinikdirektor und bei einer Verletzung der Aufsichtspflicht der Chefarzt seinen Hut nehmen muss.


#6 von Heinz Mayer, am 23.06.2013 um 06:47 Uhr
Eine Fixierung ist im Notfall legitim, solange sie nachträglich beantragt wird. Ob es sich um einen Notfall handelt, entscheidet der diensthabende Arzt. Da gibt es keine Diskussionen.
#5 von selbst mal dort gelegen, am 22.06.2013 um 06:57 Uhr
da ich selbst in der Klinik arbeite, weiß ich das eine Fixierung nicht einfach mal so durchgeführt wird, es muß immer ein Richter ins Haus kommen und die Fixierung die oft zum Schutz für Leib und Leben der Patienten selbst und auch den Schutz für andere Mitmenschen veranlasst werden. Es werden nicht willkürlich Patienten ans Bett gefesselt, wer das behauptet spricht die Unwahrheit.
#4 von selbst in der Klinik beschäftigt, am 21.06.2013 um 13:51 Uhr
Darum geht es nicht, denn der Brand kann ja auch durch einen Mitpatienten verursacht worden sein. Die Frage ist, wieso die Frau morgens um sechs in ihrem Bett fixiert war. Entweder muss sie kurz vorher auffällig geworden sein und somit "sichtbar" oder sie war die ganze Nacht fixiert, was natürlich ein absolutes Unding wäre. Ich erwarte nicht, dass Sie den Kommentar posten, aber machen Sie mich bitte nicht blöder als Heinz Mayer zu sein scheint.
#3 von Sunflower88, am 20.06.2013 um 07:22 Uhr
Eine fixierte Frau kann unmöglich ein Feuer entfachen und ja, da ist was faul.
#2 von Sunflower88, am 19.06.2013 um 19:06 Uhr
Das Ganze ist ein Skandal mit Ansage. Egal ob es ein technischer Defekt war oder die Patientin den Brand selbst verursacht hat: Am Krankenhaus wir etwas hängen bleiben.
#1 von Heinz Mayer, am 19.06.2013 um 10:09 Uhr

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