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Nachricht vom 12.03.2008    

Lebensraum der Greife bewahren

Die Greifvögel waren das Thema eines interessanten Vortrags, den Ewald Schnug vor Senioren des Theodor-Fliedner-Hauses in Altenkirchen hielt.

ewald schnug referierte

Altenkirchen. Die Greife in der Republik und im heimischen Westerwald lockten gut 30 Senioren des Alten- und Pflegeheimes Theodor-Fliedner-Haus Altenkirchen in den Andachtsraum, in dem der Jagd- und Forstexperte Ewald Schnug seinen Vortag über gefiederten Jäger hielt. Erstaunte Blicke gab es gleich zu Beginn, als der Naturfreund und Naturschützer Schnug mitteilte, dass vor nicht langer Zeit in der Nähe ein Seeadler gesichtet wurde. Betretene Gesichter gab es dann auch, als Schnug erklärte, dass Greife und Fische schon lange vor dem Menschen die Erde bevölkerten, der Mensch in seinem kurzen Dasein es aber schon geschafft hat, von den etwas über 200 bekannten Greifvögeln in Europa 19 auszurotten und weitere 86 an den Rand des Aussterbens gebracht hat. Die meisten der Lebensraum-Einschränkungen der Greifvögel seien unüberlegt, unnötig und sogar gezielt und boshaft geschehen. Vielerorts habe man ihn sogar bejagt. Er selber könne von sich mit stolz behaupten, dass er nie auf einen Greifvogel gezielt habe. Schnug besprach den Rotmilan, der in der hiesigen Region recht häufig angetroffen werde, und den Schwarzmilan. Er erzählte über die Lebensräume der Kornweihe, Wiesenweihe und Rohrweihe. Den Sperber erwähnte er ebenso wie den Turmfalken, Baumfalken und Wanderfalken. Ebenso nannte er die hier vorkommenden Bussardarten, Mäuse- und Wespenbussard, aber auch den Habicht. Schnug berichtete, dass nicht der Greifvogel seine Beute reguliert, sondern eher die Beute den Greifvogel. Gebe es viele Beutetiere, lege er seine Eier entsprechend dem Beuteaufkommen. Sieht es mit der Nahrung schlecht aus, würde er erst gar nicht für Nachwuchs sorgen. Lebhaft diskutierten die Senioren/innen mit, berichteten von ihren Beobachtungen rund um das Fliedner-Haus und auch von Erlebnissen der Vergangenheit. (ari)
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Waidmann Ewald Schnug referierte im Fliedner Haus über die Greifvögel der Heimat. Foto: Woelki.


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