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Nachricht vom 08.08.2013    

Mit dem Baby in die Schule

Zehn Schülerinnen des Kopernikus-Gymnasiums Wissen machten beim Projekt "Baby-Bedenktage", das vom Caritasverband Betzdorf durchgeführt wurde, mit. Die computergesteuerten Puppen verhalten sich wie ein Neugeborenes, die Versorgung durch die "Mütter" wird aufgezeichnet.

Mit einem Baby in die Schule - Projekt am Kopernikus-Gymnasium Wissen. Foto: Caritasverband

Wissen. Im Rahmen der Projektwoche des Kopernikus-Gymnasiums Wissen, nahmen zehn Schülerinnen der Klassenstufen neun bis elf an dem Bildungsprogramm „Baby-Bedenktage“ der Schwangerenberatung des Caritasverbandes Betzdorf in Kooperation mit dem Jugendamt des Kreises Altenkirchen teil.

Auf Einladung des Koordinators der Projektwoche, Ingmar Budin, brachten die Mitarbeiterinnen des Caritasverbandes Renate Kohl und Silvia Gruner fünf Babysimulatoren mit in die Schule, die nach ausführlicher Anleitung von den zehn Schülerinnen drei Tage lang „betreut“ werden mussten. Diese computergesteuerten Puppen verhalten sich wie Neugeborene, sie schreien wenn sie Hunger haben, müssen gewickelt, getragen und getröstet werden. Die Betreuungsleistung wird aufgezeichnet. Das Ergebnis diente den „Müttern auf Zeit“ zur Reflexion ihres „Elternpraktikums“.
Ziel der „Baby-Bedenktage“ war das Kennenlernen der Bedürfnisse von Säuglingen und das Erfahren eigener Reaktionen, der Belastbarkeit und der Gefühle, die die teilweise sehr anstrengende Versorgung abverlangt.

Ergänzt wurde das praktische Tun durch einen umfangreichen Theorieteil, in dem sich die Schülerinnen mit Themen wie Säuglingspflege, Schütteltrauma, Alkohol und Drogen in der Schwangerschaft, Verhütung, Kommunikationsverläufe und Sexualität auseinandersetzten.



Einen wesentlichen Schwerpunkt bildete die Reflexion der eigenen Wünsche, Werte und Lebensperspektiven der Schülerinnen.
Alle zehn „Probemütter“ absolvierten ihr Praktikum mit sehr gutem Erfolg, ihre Vorstellungen vom Muttersein konnten sie konkretisieren und viel Neues dazulernen. Ihr abschließendes Resümee war einstimmig: „Muttersein ist extrem anstrengend. Ein Kind verändert den kompletten Alltag und die Lebensperspektive. Nichts ist mehr, wie es vorher war.“
Gefragt nach dem eigenen Kinderwunsch wurde deutlich, dass dies sicher in der Lebensplanung der jungen Frauen eine Rolle spielt, jedoch erst in einem Alter ab 25 Jahren. Schulabschluss, Studium und Beruf standen eindeutig an erster Stelle der Prioritätenliste.
Das Kursprogramm „Babeta“ kann beim Caritasverband Betzdorf von interessierten Gruppen gebucht werden. Informationen unter 02741 - 97600


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