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Nachricht vom 09.08.2013 - 10:58 Uhr    

Fliegerlager in der Lausitz begeisterte die SFC-Piloten

Der Segelflugclub (SFC) Betzdorf-Kirchen erzielte nicht nur tolle Erfolge während des diesjährigen Fliegerlagers in der Lausitz, auch die Anfänger und Flugschüler erlebten wundervolle Tage. Super Wetter bescherte hervorragende Flugbedingungen. Die ersten Alleinflüge der mitgereisten Flugschüler wurden gebührend gefeiert.

Volle Konzentration beim Check für den ersten Alleinflug.

Betzdorf. Dass die Lausitz nicht nur wundervolle Landschaften sondern auch optimale Thermikbedingungen für den Segelflug bietet, hatten die Pilotinnen und Piloten des SFC Betzdorf-Kirchen bereits in vergangenen Jahr festgestellt. Daher stand der Entschluss schnell fest, auch dieses Jahr wieder in die Lausitz zu fahren.

Entsprechend hoch waren die Erwartungen an das Fliegerlager in diesem Jahr, das der Verein vom 20. Juli bis 4. August wiederum in Klix bei Bautzen durchführte. Mit einer bunt gemischten Gruppe mit fast 30 Flugbegeisterten, erfahrenen Fluglehrern, blutigen Anfängern und anspruchvollen Leistungspiloten aller Altersklassen sowie 11 Segelflugzeugen reiste der Verein an.

Die Westerwälder hatten gutes Wetter mitgebracht: jeden Tag wurde geflogen, nur die Hitze machte Piloten und Bodenpersonal mitunter zu schaffen. Durch intensives Training kamen die Flugschüler ebenso auf ihre Kosten wie die erfahrenen Streckenflieger. Für manche der Neuanfänger waren es allerdings die ersten Starts an der 400 PS starken Seilwinde, die die Segelflugzeuge innerhalb von 2-3 Sekunden von Null auf bis zu 120 km/h beschleunigt, eine ganz neue Erfahrung, da kommt kein Sportwagen mit. Alle Flugschüler konnten dann auch ihre Windenstartberechtigung erlangen.

Höhepunkt waren am vorletzten Tag des Fliegerlagers zweifelsohne die ersten Alleinflüge der Flugschüler Laura Knote und Markus Kuhnhenne, die damit ihre A-Prüfung absolvierten. Die abendliche Taufzeremonie begann mit einem Dankeschön an die ASK-13, das Schulflugzeug des Vereins, das sie beide wieder heil nach unten gebracht hatte. Dann erfolgte die Überreichung des Taufbaums, mit Brennnesseln und sonstigem stachgeligem Gewächs angereichert. Nach dem traditionellen „Schinkenklopfen“ an der Maschine erfolgte dann die zweite Landung der Piloten im Pool, wo die Beiden zwar klatschnass aber freudestrahlend die Gratulationen ihrer Vereinskollegen entgegen nahmen. Beide hatten erst Anfang Mai 2013 ihre ersten Schulflüge im Rahmen des vom Verein jährlich durchgeführten Schnupperfliegens absolviert. Und nun konnten sie bereits ein Segelflugzeug alleine sicher in die Luft und wieder auf den Boden bringen.

Am letzten Tag gelang Laura Knote dann auch noch ihr erster längerer Thermikflug in der bewährten ASK-13. Sie hatte dabei bei weit über 30 Grad Bodentemperatur ordentlich geschwitzt, aber nach vielen Kreisen im Aufwind war es dann auf 900 Meter Höhe doch merklich angenehmer.

Während die erfahrenen Piloten auf ausgedehnten Streckenflügen über bis zu 600 Kilometer Distanz bis weit westlich von Dresden, nördlich von Berlin und bis zur Schneekoppe in Polen die Landschaft von oben erforschen konnten, machte Nachwuchspilotin Justine Kill auf der neuen Ka-8 des Vereins ihren ersten Überlandflug über 50 km bis nördlich von Hoyerswerda. Dieser Streckenflug ist nach einer Streckenflugeinweisung im Doppelsitzer eine Voraussetzung für die Prüfungsflüge zur Pilotenlizenz.

Wem es bei bis zu 39 Grad zu heiß zum Fliegen war, der erholte sich in einem der vielen renaturierten Tagebauseen um Bautzen, besuchte Dresden und die sächsische Schweiz oder das UNESCO Biosphären-Reservat Teiche und Auen am Spreelauf mit unberührter urtümlicher Natur. Die Lebenskraft dieser Natur zeigte sich auch beim Fliegen, oft gesellten sich große Bussarde, Milane und sogar Adler und Störche zu den lautlos im Aufwind kreisenden Segelflugzeugen und beäugten sie aus der Nähe, wenn auch immer aus sicherer Distanz. Für die Piloten ein wundervolles Schauspiel und einmaliges Naturerlebnis.

Am Boden wurde die Mannschaft durch die abwechslungsreiche Verpflegung von Fliegerfrau Cordula Malmus verwöhnt, die auch dafür sorgte, dass an den heißen Tagen der Flüssigkeitshaushalt der Piloten im grünen Bereich blieb und alle rundum zufrieden waren. (Text und Bilder: Markus Schmidt SFC Betzdorf-Kirchen)



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