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Nachricht vom 11.08.2013    

Hammer Stadion ist eine Perle im Land geworden

In Moskau startete die Leichtathletik-WM, die Bundesliga ist gestartet und in Hamm wurde das neue Stadion offiziell eröffnet. Eingebettet in eine Sportwoche gab es den Höhepunkt mit den Blitz-Turnieren der Bundesliga-Damenmannschaften am Samstag und die offizielle Übergabe des für 1,8 Millionen Euro sanierten Stadions.

Zur offiziellen Stadionübergabe und Einweihung hatte Bürgermeister Rainer Buttstedt (vorne) eingeladen. Landrat Michael Lieber, Ortsbürgermeister Bernd Niederhausen, Referatsleiter Sportförderung aus dem Ministerium, Harry Herrmann und den früheren Minister, Karl Peter Bruch (von links). Fotos: Helga Wienand-Schmidt

Hamm. Zwei Jahre Bauzeit sind vorbei, das Hammer Stadion strahlt in neuem Glanz und ist mit modernen Sportanlagen ausgestattet. Kunstrasenplatz, eine moderne Leichtathletikanlage, Flutlicht, sanierte Umkleideräume - für 1,8 Millionen Euro wurde das Stadion aus den 70er Jahren hergerichtet.
Zur offiziellen Übergabe hatte Bürgermeister Rainer Buttstedt zahlreiche Ehrengäste geladen, darunter den früheren Minister Karl Peter Bruch, der vor vier Jahren den Start der Umbaumaßnahme ermöglicht hatte. Vom Ministerium war der Referatsleiter Sportförderung Haryy Herrmann gekommen, Landrat Michael Lieber, die Landtagsabgeordneten Thorsten Wehner und Anna Neuhof, Vertreter des Sports, der Kirchen und der Sponsoren. Die Ortsbürgermeister aus der VG Hamm, die Schulleiter, und die Vertreter der Vereine wurden begrüßt.

"Das Projekt war umstritten, aber das Konzept Sport, Schule, Integration sagte mir zu, es war dieser soziale Aspekt, ich habe damals die Landesförderung zugesagt", sagte Bruch im Gespräch mit dem AK-Kurier. Es flossen 800.000 Euro Landesmittel in die Sanierung. "Das Stadion ist eine Perle geworden wie es nur wenige im Land gibt", so Bruch. "Ohne gute Stadien können wir keine jungen Leute für den Sport begeistern, insbesondere im Bereich Leichtathletik ist dies ein Problem im ganzen Land, hier ist das jetzt anders", freute sich Bruch. Die Unternehmen hätten eine tolle Leistung in nur zwei Jahren erbracht, so seine Einschätzung.

In seiner Ansprache erinnerte Buttstedt an die Anfänge des Stadionumbaus mit alle seinen Facetten. Sein Dank galt dem Land Rheinland-Pfalz, dem Landkreis und den vielen Unterstützern die zur Realisierung beigetragen hatten. Es gab für einige Personen ein Geschenk, darunter der frühere Sportkreisvorsitzende Hans-Georg Brass, Withold Waligura, Dietmar Koch und Axel Mast vom VfL Hamm und Kurt Raider von LG Sieg.
In einer Gesprächsrunde mit Moderator die Buttstedt inszeniert hatte, sollte der Begriff Wertevermittlung im Breitensport mit Blick auf Kinder und Jugendliche diskutiert werden. Um welche Werte es geht blieb ein Geheimnis oder wurde von der schlecht funktionierenden Mikrofonanlge verschluckt.
Sport sei ein Wert an sich, war zu hören, und das man Vorbilder brauche. Fußball sei ein Integrationsfaktor, und die Jugendmannschaften brauchten Vorbilder.

Es sei gut investiertes Geld, wenn die kommunale Familie die Sportförderung ernst nehme, führte Lieber aus.
"Wir schauen, wo es gute Entwicklungen auch im Schulsport gibt, dann wird auch gefördert", so Harry Herrmann.
Man erinnerte daran, dass auch Spitzensportler mal in den Vereinen angefangen haben. Mit neuen Konzepten, an denen man in den Vereinen vor Ort zusammenarbeiten müsse, sei der Sport auch zukünftig den Herausforderungen gewachsen. Buttstedt mahnte ein christliches Menschenbild an, das auch im Sport eine Rolle spielen müsse.
Wohlweislich waren zum Thema Werte und Wertevermittlung im Sport all die Skandale, die derzeit öffentlich diskutiert werden, ausgeblendet worden.

Dass die Integration im Sport und die Zusammenarbeit in Hamm gut funktioniert, bestätigte Mesut Demiray. Der türkische Fußballverein Vatan Spor hat seit 13 Jahren seine sportliche Heimat in Hamm und freut sich natürlich über das neue Stadion.
Einer der prominentesten ehemaligen Spieler des VfL Hamm, Colin Bell hat seine Meinung zum Thema Wertevermittlung im Sport. "Es gibt christliche Grundwerte die in jeden Sport einfließen können und müssten, leider steht das Weltliche im Vordergrund", so Bell. Colin Bell kam 1982 zum VfL Hamm, spielte vier Jahre und wurde 2000 Cheftrainer. Heute trainiert er die Damenmannschaft des 1. FFC Frankfurt. "Das hier ist eine wunderschöne Anlage geworden", so Bell.

Dass die Bundesliga-Damenmannschaften aus Frankfurt, Köln, Leverkusen und Duisburg nach Hamm kamen, ist Dietmar Ness aus Bruchertseifen zu verdanken. Seine Agentur betreut national und internationale bekannte Sportlerinnen und Sportler. So auch Frauen aus der Bundesliga und so kam die Spiele zur Eröffnung zustande. Das jetzt auch in Hamm Spitzensport auf internationale Ebene möglich ist, freut den Sportmanager. "Ich habe noch viel vor in Hamm, eine Anfrage vom 1. FFC Liverpool liegt bereits vor", verriet Ness. (hws)
Mein Kommentar
Sport den Kindern nahe bringen, eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die überwiegend von den Schulen und den Vereinen erfolgt. Die Freude an sportlicher Betätigung wächst natürlich auch bei der Jugend, wenn die Bedingungen wie etwa ein modernes Stadion vorhanden sind. Deshalb ist auch jeder Euro gut angelegt.

Das Thema Wertevermittlung an Kinder und Jugendliche in den Vereinen war als Thema gesetzt. In Zeiten, wo sich die Schlagzeilen um die Skandale im Leistungssport täglich überschlagen - keine gute Idee.

Einst Vorbild für Millionen junger Fußballer, hat Uli Hoeness nun den Staatsanwalt wegen Millionenbetrugs auf den Fersen. Kein Gedanke an Rücktritt oder Verantwortung.
Doping unter anderem in der Leichtathletik und den Radfahrern, Millionentransfersummen für junge Fußballer, Gewalt in den Stadien bis hinunter in die kleinsten Ligen – das lässt sich doch nicht wegdiskutieren.

Klar, man kann es ausblenden, aber die Jugendlichen sind doch nicht blöd. Auch wenn sie nicht jeden Tag Zeitung lesen, dafür sind sie im Netz unterwegs. Die Politik und auch die Funktionäre im Sport, egal auf welcher Ebene, sind doch nur dann glaubwürdig, wenn sie solche Machenschaften verurteilen – und zwar öffentlich.

Ein humanes Menschenbild mit den Grundwerten Toleranz, Menschlichkeit Nächstenliebe im Breitensport vermitteln, mag ja eine gute Absicht sein, braucht aber auch die viel zitierten Vorbilder. Hohle Worte beeindrucken Kinder und Jugendliche nicht.
Helga Wienand-Schmidt


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