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Nachricht vom 13.08.2013    

Kleinkläranlagen werden gefördert

Das Umweltministerium gibt bekannt, das ab sofort Kleinkläranlagen in den Außenbereichen gefördert werden - sogar rückwirkend. Dies ließ Staatssekretär Thomas Griese mitteilen, damit kann eine Vier-Personnen-Haushalt im Außenbereich bis zu 3.250 Fördermittel für den Bau einer Kleinkläranlage erhalten.

Region. In Rheinland-Pfalz wird nun erstmals die finanzielle Förderung von neuen Kleinkläranlagen ermöglicht. Darauf wies Umweltstaatssekretär Thomas Griese hin.

„Mit der neuen Förderung wollen wir erreichen, dass bis zum 31. Dezember 2015 die Abwasserentsorgung in ganz Rheinland Pfalz sichergestellt ist. Mehr als 99 Prozent der Haushalte in Rheinland-Pfalz seien an zentrale Kläranlagen angeschlossen. Nur bei wenigen tausend Einwohnern in Außenbereichen der Gemeinden sei dies noch nicht der Fall. Durch lange Anschlussleitungen entstehen sehr hohe Kosten. So sei beispielsweise in der dünnbesiedelten Eifel die durchschnittliche Kanallänge je Einwohner mehr als fünfmal so hoch als in städtischen Regionen.

Solche entlegenen Höfe und Siedlungen gibt es in den Landkreisen Neuwied, Altenkirchen und dem Westerwaldkreis natürlich auch.

Der Landesregierung sei es ein besonderes Anliegen, dass Umweltschutz auch bezahlbar ist. „Zentrale Lösungen der Abwasserbeseitigung sind häufig günstiger. In den ländlichen Regionen sind aber oft auch Kleinkläranlagen eine wirtschaftliche Lösung. Davon können Kommunen sowie Bürger und Bürgerinnen profitieren“, so Griese. Damit diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die in den vergangenen Jahren bereits eine Kleinkläranlage in Abstimmung mit der Kommune errichtet haben nicht leer ausgehen, habe das Umweltministerium jetzt auch eine rückwirkende Förderung ermöglicht.




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Mit der seit Juli 2013 in Kraft getretenen neuen Förderrichtlinie können die Kommunen den Bau und Betrieb von Kleinkläranlagen auf Private übertragen. Für die Investitionskosten wird ein Zuschuss gewährt. Für eine Vier-Personen-Anlage beträgt dieser maximal 3.250 Euro. Die Abwasserwerke der Kommunen werden vom Umweltministerium durch ein Rundschreiben über die Detailregelungen informiert und können ab sofort die entsprechenden Förderanträge für die bereits gebauten oder noch zu bauenden Kleinkläranlagen stellen.

Dass die Flüsse und Bäche in Rheinland-Pfalz in den letzten Jahren wieder sauberer geworden sind, sei vor allem auf den kontinuierlichen Ausbau von Kläranlagen zurückzuführen, erklärte Griese.
„Jedoch erreichen etwa 73 Prozent unserer Bäche und Flüsse nicht den von der EU vorgeschriebenen guten Zustand. Daher gibt es noch viel zu tun“, so der Staatssekretär. Eines der wichtigsten Instrumente der Landesregierung sei daher - neben Investitionen in die Abwasserwirtschaft - der Gewässerschutz mit Maßnahmen wie dem Gewässer-Renaturierungsprogramm „Aktion Blau Plus“.


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