Werbung

Region | - keine Angabe -


Nachricht vom 28.09.2013 - 12:31 Uhr    

Gefahr von Wohnungseinbrüchen steigt

Im nördlichen Rheinland-Pfalz, dem Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Koblenz gibt es immer mehr Wohnungseinbrüche. Die Zahl stieg in nur zwei Jahren – 2010 bis 2012 – von 1.608 auf 1.764. Zwar werden immer mehr Delikte aufgeklärt. Dennoch liegt die Aufklärungsquote für Einbrüche zurzeit nur bei niedrigen 16,3 Prozent.

Mit einfachsten Mitteln dringen Einbrecher innerhalb kürzester Zeit in Wohnungen ein, immer häufiger auch am hellen Tag. Foto: Polizeipräsidium Koblenz

Region. Obwohl Wohnungs- und insbesondere Tageswohnungseinbrüche (TWE) die Polizei das ganze Jahr über beschäftigen, steigt mit Beginn der sogenannten „dunklen Jahreszeit“ die Gefahr, Opfer einer solchen Straftat zu werden, erfahrungsgemäß an. Davor warnen jetzt Experten des Koblenzer Polizeipräsidiums.

Gerade die nun früher einbrechende Dunkelheit nutzen die darauf spezialisierten Täter aus, um unerkannt in Wohnungen und Häuser einzudringen. Sachbeschädigungen beim Aufbruch von Fenstern oder Terrassentüren, Chaos beim Durchwühlen sämtlicher Räume und Behältnisse und der Verlust von Schmuck, Bargeld und anderen Wertgegenständen, sind bei solchen Einbrüchen an der Tagesordnung.

Der ideelle Wert der gestohlenen Sachen überwiegt in der Regel den tatsächlichen Wert. Das persönliche Sicherheitsempfinden der Betroffenen wird oft - bis zu einer Traumatisierung hin - nicht unerheblich beeinträchtigt.

„Von Medien wird immer berichtet, dass in der Gegend eingebrochen wurde. Dass ich selbst einmal betroffen bin, hätte ich nicht gedacht.“ Eine Aussage von Einbruchsopfern, die die aufnehmenden Polizisten leider immer wieder hören.

Mit einem jährlich angepassten Bekämpfungskonzept versucht die Polizei diese Einbrüche zu verhindern und die Tätergruppierungen zu bekämpfen. Doch trotz intensivster Ermittlungs- und Präventionsarbeit nimmt die Zahl dieser Delikte, nicht nur im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz, in den letzten Jahren kontinuierlich zu.

So wurden im Jahr 2010 insgesamt 1.608 Wohnungseinbrüche (davon 622 sogenannte Tageswohnungseinbrüche) polizeilich registriert. 2011 waren es 1.626 (656 TWE) und im letzten Jahr 1.764 Einbrüche (688 TWE), die die Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums Koblenz aufnehmen mussten.

Obwohl die Aufklärungsquote gleichzeitig von 12,2 auf 16,3 Prozent stieg, ist die Zunahme dieser Taten aus Sicht der Polizei nach wie vor Besorgnis erregend und die Polizei legt auch in diesem Jahr wieder ein Hauptaugenmerk auf die Bekämpfung dieser Delikte.

Um solche Straftaten aber verhindern und effektiv bekämpfen zu können, sind die Ermittlungsbehörden in ihrer Arbeit unbedingt auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Zunächst ist eine aktive Nachbarschaft sehr wichtig, die fremde Autos und fremde Leute im Wohngebiet erkennt und gegebenenfalls sofort die Polizei verständigt.

Häufig, so die bisherigen Erfahrungen, wird nach einem Tageswohnungseinbruch bekannt, dass Tatverdächtige zwar in Tatortnähe bemerkt wurden, Zeugen dem aber keine besondere Bedeutung beigemessen hatten.

Das sind meist entscheidende Wahrnehmungen, die bei rechtzeitiger Mitteilung an die örtliche Polizeidienststelle den Einbruch vielleicht verhindert, nach dessen Vollendung aber zumindest wichtige Ermittlungsansätze zur Aufklärung geliefert hätten.

Aus diesem Grunde bittet die Polizei:
• Falls Sie eine Beobachtung machen, die Ihnen in irgendeiner Weise verdächtig vorkommen, teilen Sie diese Ihrer zuständigen Polizeidienststelle sofort mit.
• Notieren oder merken Sie sich Kennzeichen der Autos und halten Sie Personenbeschreibungen, besondere Merkmale dieser Menschen und/oder ihrer Fahrzeuge schriftlich fest.
• Wählen Sie die „110“ und teilen Ihre Beobachtungen umgehend der Polizei mit!

Darüber hinaus kann jeder selbst - durch entsprechende passive Sicherungsmaßnahmen am Haus - frühzeitig Vorsorge treffen, um es dem Einbrecher so schwer wie möglich zu machen

Sollten sie Beratungsbedarf zur Haus- und Wohnungssicherung haben, wenden Sie sich an Ihre Polizeidienstelle oder an das „Zentrum Prävention“ beim Polizeipräsidium Koblenz: Telefon 0261/ 103-1 oder beratungszentrum.koblenz@polizei.rlp.de.

Einen ersten Überblick über Möglichkeiten von Sicherungsmaßnahmen erhalten Sie zudem unter www.polizei-beratung.de.



Interessante Artikel




Kommentare zu: Gefahr von Wohnungseinbrüchen steigt

1 Kommentar

Was hilft mir die Polizei, wenn sie frühestens in 30 Minuten bei mir sein kann, wenn übrhaupt. Wir haben den Ortspolizisten, den wir wegrationalisiert haben, leider nicht mehr.Der kannte seine Pappenheimer, aber wir sind ja so modern. Naja,das ist der Preis!!!
Mit freundl. Grüßen, ein Oldtimer.
Ich habe die schönste Zeit erlebt.
#1 von Peter Carlsson, am 30.09.2013 um 07:53 Uhr

Aktuelle Artikel aus der Region


Sommerfest der Kinderkrebshilfe: Schirmherr spendet 5.000 Euro

Gieleroth/Betzdorf. Udo Althoff von der Althoff Ausstellungsbau GmbH & Co. KG in Betzdorf ist Schirmherr des diesjährigen ...

Wäller Tour Bärenkopp: Wandern im Naturpark Rhein-Westerwald

Waldbreitbach/Region. Start und Ziel dieses höchst abwechslungsreichen Rundweges ist der kostenfreie Parkplatz in der Marktstraße ...

Vorsorgevollmacht und Co.: Was man wissen sollte

Altenkirchen. Diana Utgenannt und Wolfram Westphal vom Betreuungsverein Diakonie e.V. in Altenkirchen informieren am Dienstag, ...

Kirchenkreis trauert um Superintendent Sylvain Mutarushwa

Kreisgebiet/Muku. Große Trauer im Kirchenkreis Altenkirchen: Am Donnerstag (15. August) verstarb Superintendent Sylvain Mutarushwa ...

Westerwälder Firmenlauf: Motivation für Lebenshilfe-Laufgruppe

Mittelhof-Steckenstein. Vier Wochen vor dem Westerwälder Firmenlauf am 13. September besuchte Organisator Martin Hoffmann ...

Bäume haben zu wenig Wasser und werfen bereits Laub ab

Anhausen. Bäume können eine große Menge Wasser verdunsten. So kann eine freistehende Birke an einem warmen Sommertag bis ...

Weitere Artikel


Der 44. Jahrmarkt Wissen ist gestartet

Wissen. Jahrmarkt in Wissen - das ist bislang einmalig und unerreicht in der ganzen Region und weit darüber hinaus. Am Samstag, ...

Fachtagung Sucht in Wissen

Wissen. Die Fachtagung Sucht des Diakonischen Werkes altenkirchen findet am 16. Oktober im evangelischen Gemeindehaus Wissen ...

Beim Landesentscheid Platz 10 und 16

Kreis Altenkirchen/Pirmasens. Auf dem Gelände der Feuerwehr Pirmasens fand in diesem Jahr der Landesentscheid im Geschicklichkeitsfahren ...

Der Garten in Wissen bietet neue Attraktionen

Wissen. Als vor 13 Jahren Mechthild und Klaus Molzberger die Anlage im Frankenthal "Der Garten" eröffneten, ahnte zunächst ...

Caritas stellte "Schrittmacher/AK-Werk" vor

Betzdorf. Die Caritas und die katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit (IdA) haben mit einer bundesweiten ...

Silbermedaille für 12-jährige Johanna Pfefferkorn

Kirchen/Oberbieber. Bei dem zwei Tage dauernden Turnier waren die Rahmenbedingungen zunächst denkbar ungünstig. Der ohnehin ...

Werbung