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Nachricht vom 30.09.2013    

CDU-Kreistagsfraktionen Altenkirchen und Westerwald tagten

Die Kooperation der Landkreise Altenkirchen und Westerwald hat Zukunft – das ist das Fazit aus einer gemeinsamen Tagung der CDU-Fraktionen beider Kreise. Dabei standen insbesondere Infrastruktur, Tourismus und medizinische Versorgung im Fokus.

Nistertal. Bei einer Arbeitstagung der CDU-Kreistagsfraktionen Altenkirchen und Westerwaldkreis in Nistertal erörterten die CDU-Mandatsträger beider Kreise kreisübergreifende Projekte und Zielsetzungen für die Zukunft. Die Landräte Michael Lieber (Altenkirchen) und Achim Schwickert (Westerwaldkreis) hoben die gut funktionierende Kreis-Partnerschaft zwischen Altenkirchen, Neuwied und Westerwald hervor. Breite Unterstützung findet die Zusammenarbeit auch durch die Bundestagsabgeordneten Dr. Andreas Nick und Erwin Rüddel sowie die Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders, Ralf Seekatz und Gabi Wieland.

Achim Schwickert erinnerte an die gemeinsamen Aktivitäten beim Tourismus, Aktion Kräuterwind, Einkaufsführer für die Landwirtschaft, die zentral durchgeführten Holztage, das gemeinsame Radwegenetz und die Innovationscluster zur Wirtschaftsförderung. Michael Lieber zeigte sich davon überzeugt, dass durch die gemeinsamen Projekte das Zusammengehörigkeitsgefühl als „Westerwälder“ gestärkt wird und die Öffentlichkeitsarbeit auch überregional größere Wirkung zeige. Die im Bereich der Wirtschaft angestoßenen Projekte mit Innovationscluster und Forschungsgesellschaft sollten mit Unterstützung des Landes fortgeführt werden.

Über viele Jahre bewährt hat sich die Zusammenarbeit im Tourismus. Ein entscheidender Motor der letzten Jahre war der Westerwald Touristik-Service (WTS) bei der Einrichtung und Optimierung des Westerwald-Steigs. Es sei gelungen ein gemeinsames Konzept mit den Verbands- und Ortsgemeinden, den Leistungsträgern und dem Westerwald-Verein als dem Hauptwanderverein in der Region zu erstellen und umzusetzen. Der Bekanntheitsgrad der Region, die touristischen Umsätze und die Wertschöpfung sollen weiter gesteigert werden. Mit einer Optimierung der Produktqualität, der Servicequalität und der Kundenzufriedenheit wurde das touristische Image der Region Westerwald aufgewertet. Die Kreistagsfraktionen sind zuversichtlich, dass der Tourismus als ein Standbein der wirtschaftlichen Infrastruktur in den nächsten Jahren bei enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gestärkt und in Teilsegmenten noch weiter ausgebaut werden kann.



Bekräftigt haben die Fraktionen die seit mehreren Jahren bestehende Forderung der beiden CDU-Kreisverbände zu einer kontinuierlichen Verbesserung in Streckenführung und -ausbau des überregionalen Straßennetzes. Hierzu gehören insbesondere die B 62 im Siegtal, die B 255 im Westerwald, die B 8 und B 414 sowie die Ortsumgehung Rennerod im Bereich der B 54. Im Bereich des Kreises Altenkirchen seien die gemeinsamen Zielsetzung in der Aktion „Anschluss Zukunft“ deutlich artikuliert worden.

CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stephan Krempel (Westerwald) machte dabei den dringenden Bedarf bei der B 255 deutlich. „Die Menschen in den Ortschaften jenseits des Hahner Kreuzes und oberhalb von Langenhahn haben den gleichen Anspruch auf eine Verkehrsentlastung.“ Es widerspreche den Tatsachen, wenn man so tue, als ob sich der Verkehr dort in Luft auflöse. Die Verkehrsbelastung sei auf der ganzen Strecke von Montabaur bis Herborn praktisch identisch, da es sich hier um Querverkehr durch den Westerwald handele. Auch den Menschen im nördlichen Bereich der B 255 in Ailertchen, Höhn oder auch Hellenhahn müsse zumindest mittelfristig eine Perspektive geboten werden.

Die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum sprach der stellvertretende Altenkirchener Fraktionsvorsitzende Dr. Peter Enders, MdL, an. Er dankte Landrat Achim Schwickert für seine engagierte Arbeit in der Koordination des notärztlichen Rettungsdienstes. Auch in den nächsten Monaten müsse an einer zufriedenstellenden Lösung für die Menschen in der Region gearbeitet werden. Beide Fraktionen wollen die Krankenhausstandorte Altenkirchen, Hachenburg und Kirchen dauerhaft erhalten. Gemeinsam mit dem Träger müsse ein Zukunftskonzept für die Region erarbeitet werden, dass die Standorte stärke und eine ortsnahe ärztliche Versorgung sicherstelle. Den geselligen Abschluss fand die Arbeitstagung bei einer Führung und Verkostung in der Birkenhof Brennerei.


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