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Nachricht vom 13.10.2013    

Greifvögel hautnah erlebt - Faszinierende Vorführungen

Die Greifvogelstation Hellenthal in der Eifel ist unter anderem bekannt für ihre außergewöhnlichen Zuchterfolge. Mit ihren Flugshows bringt sie außerdem den Zuschauern die beeindruckenden Tiere auf unterhaltsame Weise näher. Am Wochenende gastierten sieben Greifvögel und ihre Falknerinnen und Falkner an der Alten Schule im Mudersbacher Ortsteil Niederschelderhütte.

Auch der Mudersbacher Bürgermeister Maik Köhler (rechts) betätigte sich am Samstag als Falkner und ließ den Amerikanischen Weißkopfseeadler starten. Fotos: Nadine Buderath

Mudersbach-N´-hütte. „Keine Angst, nur alle drei Tage wird ein Besucher gefressen“, versprach Karl Fischer den Zuschauern, die sich beim Anflug von Weißkopfseeadler „Fallon“ wegduckten.
Fischer, Parkbetreiber der Greifvogelstation Hellenthal – zu der außerdem ein Wildgehege gehört – war mit seinen Falknerinnen und Falknern und seinem Team von gefiederten Stars am Samstag Gast auf dem Gelände der Alten Schule in Niederschelderhütte.

Ganz entspannt zeigte sich der buntgemischte Trupp vor der Vorführung: die insgesamt sieben Vögel (zwei Wüstenbussarde und Amerikanische Weißkopfseeadler, dazu Sarknerfalke, Kordillerenadler und Afrikanischer Schreiseeadler) standen gerne Modell. Wobei die „Stimme Afrikas“, der Schreiseeadler, seinem Namen durchaus Ehre machte und mit seinem charakteristischen Schrei die trübe deutsche Herbstluft erfüllte.

Und dann ging es los: vor leider nur einigen wenigen Besuchern machten die Wüstenbussarde Peggy und Herkules den Auftakt. Immer wieder flogen die beiden auf die Dächer der umliegenden Häuser, um dann zu den Falknerinnen Jenny Hilger und Christiane Krewinkel zurückzukehren, wo natürlich schon ein saftiger, fleischiger Leckerbissen auf sie wartete. Wie so oft im richtigen Leben, zeigte sich die Dame dabei temperamentvoll, während der Greifvogel-Herr es etwas gemütlicher angehen ließ.
Karl Fischer selbst hatte die Moderation der Flugshow übernommen und bot dem Publikum viel Wissenswertes und Amüsantes. Dazu konnte er noch einen besonderen „Spontan-Falkner“ begrüßen – der Mudersbacher Bürgermeister Maik Köhler bekam kurzerhand den Amerikanischen Weißkopfseeadler Fallon auf die Hand gesetzt. Keine Angst vor großen Tieren hieß es da, ist das Wappentier der USA doch wahrlich eine majestätische Erscheinung. Bereits 96 dieser Vögel wurden in Hellenthal in 27 Jahren nachgezogen, damit hält die Station in der Eifel den Weltrekord!



Und auch die Zusammenarbeit zwischen Köhler und Fallon klappte hervorragend und der Adler zog über dem ehemaligen Schulhof seine Kreise, wobei bei seinen Anflügen der ein oder andere doch lieber in Deckung ging.

Mit dem Auftritt des Kordillerenadlers (der den passenden Namen Lima trägt) endete die beeindruckende Vorführung am Samstag, die schon zum zweiten Mal Station im Mudersbacher Ortsteil machte. Kein Wunder, werden die Hellenthaler Greifvogelexperten doch regelmäßig von Matthias Schlotter, der selbst in Niederschelderhütte wohnt, mit Handschuhen, Taschen und allem, was der Falkner sonst noch so braucht, versorgt. (bud)


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