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Nachricht vom 30.10.2013    

14 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz - 118 offene Lehrstellen

Die Arbeitsagentur Neuwied legt die aktuellen Zahlen zur Ausbildungssituation für die Landkreise Neuwied und Altenkirchen vor. 14 unversorgten Bewerbern um einen Ausbildungsplatz stehen 118 offene Lehrstellen gegenüber. Insgesamt wurden 1.822 Ausbildungsstellen der Agentur gemeldet - 279 weniger als im Vorjahr.

Neuwied. Das aktuelle Ausbildungsjahr endete am 30. September. Für die Arbeitsagenturen ist dies traditionell der Zeitpunkt, Bilanz zu ziehen und die kann sich für die Neuwieder Ar­beitsagentur absolut sehen lassen: Nur noch 14 der 2.571 Jugendlichen aus den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen, die im Ausbildungsjahr 2012/2013 für die Aufnahme einer Ausbildung die Berufsberatung der Arbeitsagentur eingeschaltet haben, waren Ende September als unversorgte Ausbil­dungsstellenbewerber gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 49 mehr Bewerber die vermittelt werden sollten und auch 6 mehr unversorgte Jugendliche.

Im Ausbildungsjahr 2012/2013 wurden dem Arbeitgeberservice der Neuwieder Agentur 1.822 Ausbildungsstellen gemeldet - 279 weniger als im letzten Jahr. Davon blieben bis Ende September noch 118 Ausbildungsstellen unbesetzt. Das sind 48 mehr als im Vorjahr. Somit standen für mehr Bewerber weniger Ausbildungsstellen zur Verfügung als im Vor­jahr.

„Dass wir dennoch nur 6 mehr unversorgte Bewerber als im Vorjahr haben ist einer gan­zen Reihe von Anstrengungen und dem zielgerichteten Einsatz effizienter Angebote zu verdanken. Neben dem großen Engagement unserer Berufsberater und den Mitarbeitern unseres Arbeitgeberservices haben wir in den letzten Jahren auch kontinuierlich an der Optimierung unserer Angebote gearbeitet“, erklärt Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Neuwieder Arbeitsagentur, „denn die erfreulich große Zahl der Bewerber, die erfolgreich versorgt werden konnten, haben nicht alle auch eine betriebliche Ausbildungsstelle gefunden“, so Starfeld weiter.

Er verweist auf die Anstrengungen und Förderleistungen der Neuwieder Arbeitsagentur: In eine betriebliche Ausbildung konnten immerhin 1.242 Jugendliche vermittelt werden – also rund 50 Prozent. 398 Jugendliche besuchen weiterführende Schulen oder haben ein Studium aufgenommen. 66 absolvieren Bundeswehr, Zivildienst- oder Bundesfreiwilligendienst oder ein Freiwilliges soziales Jahr. 112 junge Leute haben ohne Ausbildung eine Arbeitsstelle angenommen.
373 Jugendliche wurden mit finanzieller Hilfe der Neuwieder Arbeitsagentur versorgt: Davon konnte die Berufsberatung 160 Jungen und Mädchen eine von der Neuwieder Arbeitsagentur vollgeförderte Ausbildung anbieten. 57 junge Leute mündeten in geförderte Langzeitpraktika (Einstiegsqualifizierung EQ) und 156 Jugendli­chen konnte eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme oder eine sonstige Förder­maßnahme angeboten werden.
„Auch wenn es sicherlich die beste Lösung ist, sofort nach der Schule eine betriebliche Ausbildung beginnen zu können, so sind die von uns angebotenen Alternativen für die jungen Menschen auf jeden Fall eine sinnvolle Überbrückung, die keinesfalls eine „Warte­schleife“ darstellen soll. Die Jugendlichen werden in dieser Zeit wichtige Defizite aufarbei­ten, lernen wertvolle Qualifikationen und erwerben bereits praktische Berufserfahrung,“ so der Agenturleiter.




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Bei 380 Jugendlichen ist der Verbleib noch unklar. Sie haben auf mehrmaliges Anschrei­ben und Einladungen der Berufsberatung nicht reagiert und wurden deshalb abgemeldet. „Da diese Jugendlichen auch keine weiteren finanziellen Hilfen bei der Arbeitsagentur be­antragt haben, gehen wir davon aus, dass sie ohne unsere Hilfe eine Arbeit, Ausbildungs­stelle oder einen Schulplatz finden konnten und nur vergessen haben, sich bei uns abzu­melden“, vervollständigt Karl-Ernst Starfeld die Bilanz.

Die Wunschberufe vieler junger Menschen haben sich in den letzten Jahren nur wenig geändert. Bei den jungen Frauen stehen nach wie vor Bürokauffrau, Verkäuferin, Medizi­nische Fachangestellte, Friseurin und Kauffrau im Einzelhandel ganz oben auf der Wunschliste.

Die meisten jungen Männer wollen am liebsten Kfz-Mechatroniker, Büro- oder Einzelhan­delskaufmann, Metallbauer oder Industriemechaniker werden.

Offene Ausbildungsstellen gibt es im Einzelhandel, im verarbeitenden Gewerbe, im Hotel- und Gastronomiebereich sowie im Lebensmittelhandwerk. „Wir versuchen gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern aus Kammern, Schulen und Arbeitgebern mit vielen Aktionen und Veranstaltungen die jungen Menschen über alle Alternativen und Möglichkeiten auf dem regionalen Ausbildungsmarkt zu informieren. Ausbildungsmessen wie die ABOM in Altenkirchen, Azubi- und Studientage, Branchentage oder die Leuphana­-Sommerakademie sind nur einige Beispiele hierfür“, erklärt Starfeld.

Nach den beiden Landkreisen unterschieden zählt die Statistik für den Landkreis Neuwied 1.583 gemeldete Bewerber, davon blieben nur 7 unversorgt. Von 1.155 gemeldeten Aus­bildungsstellen konnten 87 noch nicht besetzt werden. Im Landkreis Altenkirchen melde­ten sich im aktuellen Ausbildungsjahr 988 Jugendliche bei der Berufsberatung. Davon konnten ebenfalls 7 bislang nicht vermittelt werden. Von 667 gemeldeten Stellen wurden 31 noch nicht erfolgreich besetzt.

„Selbstverständlich versuchen unsere Mitarbeiter auch nach Ausbildungsbeginn weiterhin mit großem Engagement für die 14 bislang unversorgten Jugendlichen ebenfalls ein ge­eignetes Angebot zu finden“, so der Agenturleiter.


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