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Nachricht vom 10.11.2013    

Kindertagesstätte der Lebenshilfe sucht einen Namen

Am 2. Dezember lernen 28 Kinder und ihre Betreuer die neue Kindertagesstätte der Lebenshilfe in Wissen-Schönstein kennen. So ist es geplant und alle arbeiten mit Hochdruck daran, dass dies eingehalten wird. Die Lebenshilfe im Kreis Altenkirchen ruft die Bevölkerung auf, einen Namensvorschlag für die Einrichtung abzugeben. Einige Kriterien soll der Namensvorschlag enthalten.

"Wir wünschen uns viele Einsendungen", so die Vertreter der Lebenshilfe beim Pressetermin. Von links: Gerda Rühmann, Christel Krahm, Bettina Grothe, Jochen Krentel, Christel Vierbuchen-Dick und Maria Kettler. Foto: Helga Wienand-Schmidt

Wissen-Schönstein. Die neue Kindertagesstätte mit angeschlossenem Familienzentrum soll am 1. Dezember bezogen werden. Die Betriebserlaubnis liegt vor und am 2. Dezember sollen die 28 Kinder einziehen, die sich im derzeitigen Domizil in der Böhmerstraße auf den Umzug vorbereiten.

Im Rahmen eines Pressegespräches zeigte sich Lebenshilfe-Geschäftsführer Jochen Krentel zuversichtlich, dass dieser Termin eingehalten wird. Die einzelnen Gewerke, fast ausschließlich Handwerksbetriebe der Region sind im Einsatz, und zwar mit Hochdruck. Für rund 1,8 Millionen Euro entsteht die neue Einrichtung, es ist in der 50-jährigen Geschichte der Lebenshilfe im Landkreis der erste Neubau einer Kindertagesstätte. "Wir liegen gut im Zeitplan", sagte Krentel.
Am Gespräch nahmen Christel Krahm, Fachbereich Hilfen für Kinder, Gerda Rühmann, Leiterin der Kita, Bettina Grothe vom Vorstand der Lebenshilfe, Christel Vierbuchen-Dick und Maria Kettler beide vom Elternausschuss, teil.

Die Einrichtung braucht einen Namen. Dabei sollen die Menschen der Region helfen und Vorschläge einreichen. Dabei sollen einige Kriterien beachtet werden: der Namen muss kindgerecht sein, verständlich und erlebbar, so dass man mit den Kindern eventuell ein Bild erstellen kann. Der Name soll auch Programm sein, denn im neuen Konzept der Kindertagesstätte steht der Begriff Inklusion, das Miteinander von behinderten und nicht behinderten Kindern im Mittelpunkt. Als Beispiel wurde der Name der Lebenshilfe-Kita in Alsdorf genannt, sie trägt den Namen "Hand in Hand".
"Wir rufen die Bevölkerung auf, uns einen passenden Namen zu schicken, der diese Kriterien erfüllt", so Krentel. Die Namensvorschläge können per Post an die Kindertagesstätte der Lebenshilfe, Böhmerstraße in 57537 Wissen oder dann ab 2. Dezember Wacholderweg 26 in Wissen-Schönstein geschickt werden. Es geht auch per Mail an: g.ruehmann@lebenshilfe-ak.de
"Bitte schreiben sie in einem Satz hinzu, warum sie diesen Namen gewählt haben", wünscht sich Gerda Rühmann. Einsendeschluss ist der 31. Dezember.
Ein Jury wird dann auswählen und entscheiden. Die zehn schönsten Namen werden belohnt, und der Gewinner oder Gewinnerin wird zur offiziellen Eröffnung am 29. März 2014 eingeladen. Dann soll ein Tag der Offenen Tür stattfinden und die Namensgebung wird Teil der Eröffnung.

Zum Konzept der Kindertagesstätte gaben Christel Krahm und Gerda Rühmann die Erläuterungen. So werden integrative Gruppen und eine Krippengruppe eingerichtet. Die heilpädagogische Gruppe entfällt. Die inklusive Arbeit, das heißt behinderte und nicht behinderte Kinder werden zusammen betreut. Die intensive Betreuung der Kinder, die einen besonderen Bedarf haben wird durch den Fachdienst und die Fachkräfte sichergestellt. Die Krippengruppe von 0 bis 3 Jahre erhält einen eigenen Bereich, hier sind alle Kinder gleich in der Betreuung und Förderung.
Die strikte Trennung zwischen behinderten und nicht behinderten Kindern sei nicht mehr zeitgemäß, und widerspreche auch der UN-Menschenrechtskonvention.

"Wir müssen diese Herausforderungen annehmen und unsere Mitarbeiter sind mit Aus- und Fortbildungen bereits auf diesem Weg. Die frühpädagogische Ausbildung ist wichtig, ebenso wie die heilpädagogische Ausbildung", erläuterte Krahm. Dafür gibt es den ambulanten Fachdienst der Lebenshilfe, der zur Betreuung spezieller Kinder eingesetzt.

Für Eltern mit einem behinderten Kind sei es immer eine schwere Entscheidung, ihr Kind in eine Einrichtung zu geben. Immer dann, wenn ganz besondere Bedürfnisse, wie etwa eine Sondenernährung nötig sei, oder eine Atemwegsdeppression vorliege. Maria Kettler, die im Elternausschuss mitarbeitet, macht dies deutlich. "In solchen Fällen brauchen Eltern Sicherheit, dass ihr Kind fachgerecht betreut und versorgt wird", sagte Kettler.

Man muss genau fragen und mit den Eltern analysieren: Was braucht dieses Kind?
Denn jede Beeinträchtigung eines Kindes ist individuell, da gibt es keine Standardlösungen. Aber die gemeinsame Bildungs- und Erziehungsarbeit mit den Kindern bringt viele Vorteile für nicht behinderte und behinderte Kinder. Das machten die Lebenshilfe-Vertreter deutlich. Wer sein Kind anmelden will, kann sich zum Gespräch und zur Beratung an die Lebenshilfe wenden.

Angeschlossen an die Kita ist das Familienzentrum der Lebenshilfe. Hier entsteht eine Anlaufstelle für Eltern oder Alleinerziehende, die Hilfe und Beratung suchen. Es soll ein Treffpunkt werden, eine Krabbelgruppe ist geplant, Bildungsberatung wird angeboten und vieles mehr. (hws)


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