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Nachricht vom 10.11.2013 - 11:00 Uhr    

Erfolg wurde gefeiert

Zum fünften Mal in Folge holte der MGV "Zufriedenheit" Köttingen den Meisterchortitel (der AK-Kurier berichtete). Mit der Traumnote viermal "Sehr gut" und 90 von 100 möglichen Punkten gab es Grund für eine stimmungsvolle Feier, die bereits auf der Heimfahrt im Bus begann.

Auf der Heimfahrt wurde das neue Prädikat bereits gefeiert, Vorsitzender Josef Bleeser (rechts) und sein Stellvertreter Eberhard Rickert zeigten die Ehrentafel. Fotos: Verein

Wissen-Köttingen. Der Meisterchortitel war Anlass für ein spontanes Fest und einen Rückblick auf den Sängerwettbewerb in Saulheim mit dem grandiosen Erfolg (der AK-Kurier berichtete).

Als sich der Männergesangverein „Zufriedenheit“ Köttingerhöhe im Frühjahr zum Meisterchorsingen im Chorverband Rheinland-Pfalz mit entsprechender Präsentation anmeldete, stellten sich einige Zweifler die Frage, ob der Chor diesen „Kraftakt“ nochmals erfolgreich bestehen kann: Das zuletzt in den Jahren 2003 und 2008 für jeweils fünf Jahre an den Chor verliehene Prädikat „Meisterchor“ mit den damaligen Traumergebnissen viermal "Sehr gut" war kaum zu wiederholen. Der Altersdurchschnitt des Chores war gestiegen. Neue Sänger waren erst kürzlich zum Chor gestoßen und mussten ihre Erfahrungen mit der Gemeinschaft, dem Chorgesang und einer ungewohnt intensiven Probenarbeit sammeln. Konnten unter diesen Voraussetzungen Leistungsbereitschaft und Motivation nochmals gesteigert werden und zogen die neuen Sänger auch mit?

Chordirektor Clemens Bröcher, der dem Chor seit 35 Jahren vorsteht und dem der Verein seine für einen Laienchor überaus erfolgreiche Arbeit verdankt, hat in das Bewusstsein der Sänger über all die Jahre die These festgeschrieben: „Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sein!“ So wurde der ohnehin ständige Verbesserungsprozess noch einmal intensiviert. Die regelmäßigen wöchentlichen Proben bildeten das Grundgerüst der beim Leistungssingen vorzutragenden Werke. In vielen Sonderproben an den Wochenenden und zuletzt drei- bis viermal in der Woche, wurde an den Feinheiten gefeilt, immer und immer wieder. Die Sänger erlebten wieder einmal einen Chorleiter, der von sich und ihnen Höchsteinsatz forderte und diese gemeinsame Arbeit „auf den Punkt genau“ derart zum Ziel der Vorbereitungen führte, dass alle 41 ehrgeizigen Sänger sicherer und selbstbewusster wurden.

Die Tagesform musste am 2. November die Entscheidung bringen, die eine dreiköpfige Jury unter Vorsitz von Bundeschormeister Michael Rinscheid zu treffen hatte. Im Vorfeld hatte Rinscheid hierzu gesagt:“Chöre aller Chorgattungen präsentieren hochwertigen Gesang in unterschiedlichsten Stilistiken und Facetten und nirgendwo sonst erleben wir Chormusik in einer derart spannenden wie motivierenden Form auf Topniveau.“
Landrat Ernst Walter Görisch ergänzte in seinem Grußwort: “Leistungssingen ist mehr als ein Wettbewerb. Leistungssingen, das ist für die Chöre die beste und objektivste Beurteilung und Einschätzung des eigenen Leistungsstandes.“

Die „Zufriedenheit“ trug zu Beginn das selbstgewählte Chorwerk aus der Epoche der Romantik „Sommermorgen“ von Moritz Hauptmann vor, das mit gehobenem Schwierigkeitsgrad verbunden ist. Es folgte ein deutsches strophisches Volkslied „Mein Mädchen“ des Komponisten Christian Siegler und dann ein durchkomponiertes strophisches Volkslied nach eigener Wahl, das „Wanderlied“ von Arnold Kempkens. Die größte Herausforderung und höchste Konzentration für den Chor verlangte das vom Musikausschuss des Chorverbandes vorgegebene hoch anspruchsvolle Wahlpflichtchorwerk aus der Epoche der Neuzeit „Miserere“ (lat.: „Erbarme dich“) des polnischen Komponisten Piotr Janczak. Nur drei von neun am Meisterchorsingen beteiligten Männerchören hatten sich dieses nicht so oft zu Gehör gebrachte Chorwerk zur Aufgabe gestellt.

Insgesamt 17 Chöre hatten sich für die höchste Stufe qualifiziert und stellten sich der Jury. Michael Rinscheid sprach vor Bekanntgabe der Ergebnisse von einem „sensationellen hohen Niveau“ bei diesem Meisterchorsingen. 15 Chöre konnten den Titel mit unterschiedlichen Wertungen erringen.

Riesenjubel kam bei den Sängern der „Zufriedenheit“ auf, als ihr Wertungsergebnis bekannt gegeben wurde. Viermal "Sehr gut", viermal die höchste Wertung und damit wieder, wie 2003 und 2008, die Berechtigung zur Führung des Prädikates Meisterchor im Lande Rheinland-Pfalz für die nächsten fünf Jahre. Gleichzeitig war damit auch wieder die direkte Qualifikation zur Wiederholung des Titels in fünf Jahren geschafft. Die Jury bewertete dabei den Vortrag „Miserere“ mit der höchsten Punktzahl der drei dieses Chorwerk vortragenden Chöre. Im Durchschnitt der vier Vorträge erhielt die „Zufriedenheit“ rund 90 von 100 Punkten.

Der Supererfolg hatte sich in Windeseile bis in die Heimat herumgesprochen. Die alten und neuen Meisterchorsänger wurden, als sie spät in der Nacht dem Bus entstiegen, mit vielen Glückwünschen bedacht. Telefonische Gratulationen des Bürgermeisters Michael Wagener und des Vorsitzenden der Stadt- und Feuerwehrkapelle Wissen Claus Behner hatten den Chor bereits unterwegs erreicht.

Eine Abordnung der Freunde des MGV „Sangeslust“ Birken-Honigsessen gratulierte mit einem kräftigen Getränk. Mit den Familien der Sänger, Freunden und Bekannten wurden noch einige Stunden gefeiert.
Wieder einmal hatte sich die intensive Probenarbeit gelohnt. Die neuen Sänger haben ihre sängerische Heimat gefunden. Die Altsänger dankten ihnen für ein tolles Mittun in einer für sie schwierigen Startphase. Mit der Wiederholung des Supererfolges konnte nicht gerechnet werden.
Einen besonderen Dank richtete Vorsitzender Josef Bleeser und die Sänger in der vergangenen Probe an ihren Chorleiter Clemens Bröcher, der mit seiner Persönlichkeit, der Motivationskunst und dem hohen Sachverstand gerade und besonders in der Vorbereitungsphase wieder beeindruckte und alle überzeugen konnte. Seine hohe Akzeptanz schöpft er aus seiner Begeisterung für den Chorgesang. Diese Begeisterung kann er immer wieder auf seine Sänger übertragen. Mit diesen besonderen Eigenschaften gelingt es ihm, mit seinen Chören optimale Leistungen zu erreichen und Erfolge zu erzielen.

Singen ist gesund und hält gesund und fit. Singen ist Balsam für Körper und Seele. Dass singen auch glücklich machen kann, wissen die Sänger der „Zufriedenheit“ spätestens wieder seit diesem erneuten Erfolg. Wer eine schöne Gemeinschaft und ein gutes Team kennen lernen möchte und beim MGV in Köttingen mitsingen möchte, wird mit offenen Armen aufgenommen. Ein Einstieg ist nach den vergangenen anstrengenden Wochen zurzeit besonders geeignet. Probe ist jeden Dienstag um 18.30 Uhr im Vereinslokal „Jägerheim“ in Köttingen (ERi).



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