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Nachricht vom 17.11.2013    

Faszinierende Ausstellung entstand unter Tage

Bis 3. Januar kann die Öffentlichkeit eine ungewöhnliche Ausstellung im Rathaus Gebhardshain anschauen. Das Projekt "Malen unter Tage" im Besucherbergwerk Bindweide ist sehenswert. Mit Farben aus dem Erdreich des Bergwerks entstanden Bilder, auch ließ sich ein Model den Körper bemalen und es entstanden Fotos in unterschiedlichen Posen im Bergwerk. Fünf Künstlerinnen präsentieren ihre Arbeiten.

Lena Winkel (Mitte) präsentiert hier ihr Bild von den Ziegen, dabei Svenja Rothweiler, Jennifer Horn, Gisela Halbe und Ursa Schmidt (v. l.). Foto: anna

Gebhardshain. Vor einiger Zeit fand eine ungewöhnliche Aktion im Besucherbergwerk Bindweide, mit dem Titel „Malen unter Tage“ statt (Der AK-Kurier berichtete). Am Freitagabend wurden die Ergebnisse dieses Projektes im Rathaus Gebhardshain vorgestellt. Zur Ausstellungseröffnung waren viele Gäste gekommen und die doch ganz unterschiedlichen Bilder fanden anerkennende Bewunderung.

Der Hausherr Bürgermeister Konrad Schwan begrüßte die Gäste und befand, dass es sich diesmal um eine moderne und ein bisschen verrückte Ausstellung handelte. Wobei dies absolut als Lob gemeint war, denn er fand sowohl die Idee mit Farben aus dem Bergwerk zu malen, als auch die Tatsache unter Tage zu malen als recht außergewöhnlich. Dies beweise aber auch, dass es selbst im ländlichen Raum so wertvolle Kultur gebe wie in der Stadt und es sich lohne im Kreis Altenkirchen zu leben.
Schwan begrüßte die fünf Künstlerinnen, Ursa Schmidt, Gisela Halbe, Jennifer Horn, Lena Winkel und Svenja Rothweiler, sowie das Model Moritz, mehr wollte der junge Mann nicht von seiner Identität preis geben. Schwan sprach von dem Malen unter Tage als eine lohnenswerte Aktion, bei der sogar zweimal ein Fernsehteam vor Ort gewesen sei. Die Bilder hätten auch bei den Mitarbeitern im Rathaus großes Interesse geweckt und seien für die Öffentlichkeit nun noch bis zum 3. Januar zur Besichtigung frei.

Die Idee zu dieser ungewöhnlichen Aktion, berichtete Ursa Schmidt, sei ihr schon vor vielen Jahren gekommen, als sie zum ersten Mal das Besucherbergwerk besichtigt habe. Die Farben hätten sich bei der Verarbeitung als recht „zickig“ erwiesen, da sie in angerührtem Zustand eine andere Farbigkeit aufgewiesen hätten, als nach dem Trocknen.
Um das Model Moritz habe er sich doch etwas gesorgt, verriet der Verwaltungschef. Der junge Mann war über lange Zeit mit nur dürftiger Bekleidung in dem Bergwerk, um dort als Modell zur Körperbemalung und anschließend als Fotomodell zu agieren. Svenja Rothweiler hatte die Fotos unter Tage aufgenommen und verriet, dass es bei der dortigen Enge schwierig gewesen sei. Doch habe sie das Projekt von Beginn an zum Mitmachen gereizt.

Gisela Halbe, die üblicher Weise mit eher leuchtenden Farben Bilder auf die Leinwand bringt, meinte, es sei ihr bei dem Gedanken mit nur drei Farbtönen etwas zu Malen doch mulmig geworden. Aber es sei klasse gewesen, ein super Erlebnis was viel Spaß gemacht habe.

Jennifer Horn berichtete, dass das Team sich bei einer Fortbildungsmaßnahme der Neuen Kompetenz kennen gelernt habe. Horn hätte auch gerne den Bürgermeister als Model zur Körperbemalung gehabt, doch dafür sei dann zu viel Farbe von Nöten gewesen, meinte sie mit einem Lachen und Schwan pflichtete ihr amüsiert bei.

Lena Winkel, die Jüngste im Bunde hatte an der Aktion unter Tage aus Zeitgründen nicht mitmachen können, aber doch einige Werke mit der Farbe aus dem Berg geschaffen. Sie möchte ihr Hobby zum Beruf machen, verriet sie der Zuhörerschaft.

Einen großen Dank sprach Schmidt an Theo Brenner und die Leute vom Besucherbergwerk aus, die ihnen sehr entgegen gekommen wären. Man sei immer um Neuerungen bezüglich des Angebotes im Besucherbergwerk bemüht, erläuterte Schwan und nannte als Beispiel die vor kurzem in das Programm aufgenommene Stollentherapie.
Im Anschluss an die offizielle Ausstellungseröffnung konnten die Besucher sich selbst ein Bild von den entstandenen Gemälden und Fotos machen. Die Gemälde zeigen unter anderem Landschaften, Bäume und ein Ziegentrio, aber auch gegenstandslose Kombinationen der Erdtöne aus dem Bergwerk.
Die Fotografien zeigten das Model als Bergarbeiter, Kletterer oder in verschiedenen Posen. Mal im Gegenlicht, mal so, dass die Körperbemalung mehr oder weniger stark zur Geltung kam.

Die Feierstunde der Ausstellungseröffnung wurde von einem noch sehr jungen Akkordeonquartett der Kreismusikschule musikalisch umrahmt. Die vier jungen Nachwuchsmusiker sind schon mehrfach ausgezeichnet und haben sogar vor einiger Zeit einen internationalen Wettbewerb in Innsbruck gewonnen. (anna)


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