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Nachricht vom 17.04.2008    

Vertrauen in Genossenschafts-Banken

Banken mit regionaler Verwurzelung scheinen in puncto Vertrauen der Verbraucher von der aktuellen Krise an den Finanzmärkten zu profitieren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Auch die Westerwald Bank sieht angesichts dieses Ergebnisses ihre Nähe zum Kunden honoriert.

Hachenburg. Angesichts der Verluste aus US-Immobilienkrediten hat das Ansehen deutscher und internationaler Banken in der Bevölkerung Schaden genommen. Allerdings scheren die deutschen Verbraucher die Banken nicht einfach über einen Kamm, wie eine Studie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGZ) und der Westdeutschen Genossenschafts-Zentralbank (WGZ-Bank) belegt. Am stabilsten zeigten sich demnach die Werte für die Volks- und Raiffeisenbanken.
Die größten Einbrüche bei den Sympathiewerten mussten internationale Großbanken hinnehmen. Rund 430 der 1000 Befragten gaben an, dass ihre Sympathie für diese Institute durch die Ereignisse der vergangenen Monate geschwunden sei. Die deutschen Großbanken verzeichnen zwar noch einen kleinen "Heimbonus", aber auch ihre Werte haben bei mehr als einem Drittel der Befragten gelitten.
Gewinner sind diejenigen Banken, die auf Nähe zum Kunden setzen. "Aus der Region und für die Region - daran halten wir fest. Und das wird offensichtlich honoriert", kommentiert Westerwald Bank-Vorstand Wilhelm Höser die Ergebnisse der Umfrage. "Genossenschaftsbanken übernehmen Verantwortung: für ihre Mitglieder, für ihre Kunden, für die Region. Persönliche Ansprechpartner und ein auf Dauer angelegtes Vertrauensverhältnis sind für den Kunden zunehmend wichtiger als nur scheinbar günstige Angebote", so Höser. 15 Prozent der befragten Bürger antworteten nämlich, dass angesichts der US-Immobilienkrise ihre Sympathien für die Volks- und Raiffeisenbanken gestiegen seien. Sie werden insgesamt von 58 Prozent der Befragten als sympathisch erachtet, während lediglich 9 Prozent sie als unsympathisch empfinden.
Die starke regionale Verwurzelung sorge mit dafür, dass die Bank von der noch nicht ausgestandenen internationalen Finanzmarktkrise nicht beeinträchtigt werde, so Höser. Auch wenn sich in schweren Zeiten die Bindung zur regionalen Bank offensichtlich verstärke, sieht er durchaus Schaden für die gesamte Bankenlandschaft: "Mit horrenden Summen an Kapital ist auch enorm viel Vertrauen in das Bankwesen zerstört worden." Obwohl deutsche Bankkunden als träge und wenig wechselwillig gelten, verfolgt mehr als die Hälfte der Befragten sehr genau, ob eine Bank hohe Abschreibungen zu tätigen hat oder nicht. Infolgedessen glauben 37 Prozent der Befragten, dass Banken mit hohen Wertberichtigungen auch in anderen Bereichen wenig professionell arbeiten. Den Volks- und Raiffeisenbanken billigen 51 Prozent Professionalität zu, 12 Prozent vermuten eher Unprofessionalität.


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