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Nachricht vom 28.11.2013    

Abgeordnete des tibetischen Exilparlaments zu Gast

Die Lage in Tibet hat sich dramatisch verschlechtert, das ergab sich aus den Gesprächen mit den Mitgliedern des tibetischen Exiparlaments. Die Vorsitzende des Tibet-Gesprächskreises im Deutschen Bundestag Sabine Bätzing-Lichtenthäler, MdB und die Tibetfreunde Westerwald sind sehr besorgt.

Kreisgebiet/Berlin/Tibet. Die Vorsitzende des Tibet-Gesprächskreis im Deutschen Bundestag, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, konnte nun die Tibetfreunde Westerwald über die Entwicklung in Tibet ganz aktuell informieren. Sie hatte sich mit Mitgliedern des tibetischen Exilparlaments, begleitet vom Tseten Chhoeykyapa, dem Repräsentanten der tibetischen Exilregierung und des Dalai Lama in Europa, zu einem Meinungsaustausch in Berlin getroffen.
Der Sprecher des Parlaments, Penpa Tsering, gab dort einen ausführlichen Bericht über die Lage in Tibet und die Positionen von Exilregierung und -parlament. So habe sich seit den Protesten im Jahr 2008 die Lage für die Tibeterinnen und Tibeter gravierend verschlechtert.
Nicht nur habe die Überwachung durch Sicherheitsbehörden stark zugenommen, es komme auch zu zunehmend gravierenderen Eingriffen in Kultur und Religion, etwa durch die Überwachung von Klöstern. Weiter leide die tibetische Umwelt unter massiver Ausbeutung von Rohstoffen und Zwangsansiedlung von Nomaden.



Die Tibetfreunde Westerwald waren von diesen dramatischen Entwicklungen sehr berührt. Sie werden sich weiter für das tibetische Volk engagiert einsetzen. Am 10. Dezember ist der internationale Tag der Menschenrechte. Im Vorfeld dieses Tages wird es eine Veranstaltung der Tibetfreunde Westerwald in ihrem Domizil in Ingelbach geben.

Besondere Sorgen machen die mittlerweile 123 Selbstverbrennungen, mit denen Tibeterinnen und Tibeter gegen das Vorgehen chinesischer Behörden protestieren. Weder die Exilregierung, noch der Dalai Lama befürworten oder unterstützen diese.

Sabine Bätzing-Lichtenthäler plädiert weiter für das Festhalten an der Politik des Mittleren Weges, der Autonomie vor Unabhängigkeit stellt. „Ich hoffe, dass es bald wieder zu Gesprächen zwischen China und der Exilregierung kommt“, so die Abgeordnete. „Die derzeitige Situation kann man selbst wohlwollend nur als untragbar bezeichnen.“


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