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Nachricht vom 24.04.2008    

Jägerausbildung weiter ein Jahr

Die künftige Ausbildung des jagdlichen Nachwuchses wird weiterhin ein Jahr dauern. Dies teilte der Vorsitzende der Kreisgruppe des Landesjagdverbandes, Alois Trapp, jetzt in der Versammlung der Kreisgruppe in Altenkirchen mit. Eine entsprechende Vereinbarung mit den Mentoren sei getroffen worden. Thema war auch der geplante Mountainbikepark. Hier sollen noch einige Gespräche geführt werden, auch wenn der Widerstand unter der Jägerschaft groß zu sein scheint.

ehrungen der jäger

Altenkirchen. In der Kreisgruppe Altenkirchen des Landesjagdverbandes herrscht Klarheit über die künftige Ausbildung des jagdlichen Nachwuchses. Mit den Mentoren wurde vereinbart, dass an der einjährigen Ausbildungszeit festgehalten werden soll. Es wird auch nur einmal im Jahr geprüft. Mit dieser Mitteilung an die Versammlung der Kreisgruppe in Altenkirchen des Landesjagdverbandes (LJV) setzte der Vorsitzende Alois Trapp den vorläufigen Schlusspunkt unter eine längere Diskussion um Ausbildungsdauer und Prüfungen. Es war zugleich eine Absage an kürzere Kurse, wie sie zum Beispiel von Jagdschulen angeboten werden. Solche "Hauruck-Verfahren", so Trapp, seien allenfalls ein ganz kleiner Ersatz für eine Ausbildung, die das ganze Jagdjahr einschließe. Zurzeit bereiten sich im Kreis zehn Anwärter(innen) auf die Prüfung vor.
Auf Beschwerden eingehend, Verstöße gegen die Kirrungs-Verordnung würden von der unteren Jagdbehörde geduldet, mahnte Trapp zur peniblen Einhaltung der Vorschriften. Er erinnerte an das Verbot von Pendel- und Rolltonnen sowie jeglicher Kirrautomaten. Das lockende Futter müsse in der vorgeschriebenen Menge in den Boden eingebracht oder so abgedeckt werden, dass es von keinem anderen Schalenwild außer Schwarzwild aufgenommen werden könne.
Die erfolgreiche Bläsergruppe Alsdorf/Hachenburg stellt sich am 18. Mai auf dem Koblenzer Ehrenbreitstein dem Bundes-Wettbewerb. Am 25./26. April ist Jägertag auf Landesebene in Bingen, vom 22. bis 24. Mai Bundesjägertag in Weimar. Die Jägerprüfung endet am 27. Mai am Haus Marienberge in Elkhausen. Dank Zuwendung der Prüfungskommission wurden der Schießstand in Altenkirchen mit einer Video-Anlage ausgestattet und eine weitere neue Kugelwaffe beschafft.
Zur angedachten Mountainbike-Strecke im Kreis Altenkirchen berichtete Trapp, es seien bei einer Info-Veranstaltung "Ansichten ausgetauscht" worden. Mit Landrat und Grundbesitzern sollen weitere Gespräche geführt werden. "Miteinander statt gegeneinander", gab Trapp als Devise aus. Aus dem Hegering Gebhardshain verlautete, dass sich eine Versammlung zu 100 Prozent gegen einen Mountainbike-Park ausgesprochen habe.
Wie Hunde-Obmann Manfred Freitag berichtete, erwiesen sich 23 "Gespanne" in der Prüfung als jagdlich brauchbar. Angetreten waren 15 Vorsteh-, 12 Erd- und Stöberhunde sowie ein Schweißhund. Eine spezielle Ausbildung mit Stöber-Schwerpunkt wurde von sieben Hunden und Führern erfolgreich abgeschlossen. Schieß-Obmann Otto Bugnagel bedauerte, dass die Meisterschaften im jagdlichen Schießen ohne Teilnehmer aus den Kreisen WW, NW und AK stattfinden. Von der Obleutetagung in Gensingen brachte er die Mahnung mit, die Vorschriften für den Transport von Waffen strikt zu beachten. Mit den Leistungen der Anwärter ist er zufrieden.
"Stolz und froh" zeigte sich Rainer Zeuner, Obmann für Brauchtum, über die Arbeit in den Hegeringen. Insbesondere Hörner und Hunde fänden noch ihren Platz im Raum der geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze der Waidgerechtigkeit. In diesem
Zusammenhang verwies Zeuner auf die Erfolge der Bläsergruppe Alsdorf/Hachenburg, den Sieger von Manderscheid. Er forderte Schulterschluss mit Grundeigentümern, Nachbarn, Training auf dem Schießstand und Achtung vor den frei lebenden Geschöpfen, die sich in überlieferten, doch leider oft unverstandenen Bräuchen ausdrücke. Die Ehre gebühre nicht den Schützen, sondern dem Wild und seiner Vitalität.
Daniel Seibert informierte über die Tätigkeit der jungen Jäger. Wolfgang Stock, Obmann für Naturschutz, kritisierte "unnötige" Baugebiete und Straßen. Der Anspruch eines Basalt-Unternehmens auf Flächen des "einmaligen Nauberg" (zwischen Nister und Nauroth) sei immer noch groß. Groß auch die Gier nach Holz. Sie führe dazu, dass mit dem Wald oft unverfroren und dilettantisch umgegangen werde. Helmut Hilpisch, Obmann für Hygiene, erläuterte die Ansprüche der neuen EU-Hygieneverordnung. Nach 120 Jägern im ersten Lehrgang "Kundige Person" beteiligten sich noch einmal 50 an einer Wiederholung.
Mit herzlichen Worten ehrte Alois Trapp verdiente Mitglieder der jagdlichen Organisation. 40 Jahre dabei sind Anton Geimer, Otto Heinemann, Dr. Karl Goebels, Benno Gerhardus und Horst Willmeroth. Auf 50 Jahre brachten es Johannes Röttger, Ulrich Winkel, Wilfried Rompelberg und Konrad Stammel. Für 60 Jahre geehrt wurde Dr. Richard Phillip. Benno Rosenbauer blickt auf seltene 70 Jahre im Jagdverband zurück. Günter Roth erhielt die Verdienstnadel für Erhalt und Förderung des deutschen Jagdwesens.(ho)
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Sie nahmen in Altenkirchen Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft im jagdlichen Verband sowie Verdienste um die Jägerei entgegen. Von links: Ulrich Winkel, Benno Gerhardus, Anton Geimer, Horst Willmeroth, Konrad Stammel, Otto Heinemann, Vorsitzender Alois Trapp und Günter Roth. Foto: Klaus Holl



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