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Nachricht vom 20.12.2013    

Projekt "MINT-AK" will Mädchen in technischen Berufen fördern

Das Projekt "MINT-AK" ist keine neue Geschmacksrichtung für ein Kaugummi, sondern ein Förderprojekt für junge Mädchen, und steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Die Agentur für Arbeit in Kooperation mit Partnern aus dem Landkreis schuf das Projekt, um Berufe mit naturwissenschaftlicher Prägung insbesondere jungen Mädchen nahezubringen. Interessierte Unternehmen, die das Projekt unterstützen wollen, werden noch gesucht.

Das Foto zeigt Teilnehmerinnen des MINT-Projektes der Geschwister-Scholl Realschule plus/IGS Betzdorf/Kirchen. Foto Arbeitsagentur

Kreis Altenkirchen. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik: Das Projekt MINT-AK im Landkreis Altenkirchen fördert Talente von Mädchen.
Sie sind vielfältig, spannend und versprechen beste Zukunftschancen.

Trotzdem sind die so genannten MINT-Berufe bei Jugendlichen deutlich weniger geschätzt, als es Arbeitgebern Recht sein kann. Denn Jobs, die sich mit Mathematik, Infor­matik, Naturwissenschaften oder Technik beschäftigen, sind in vielen Fällen schon heute schwer zu besetzen. Ein Arbeitskreis aus Agentur für Arbeit, Unternehmen, der Wirtschaftsförderung des Kreises, Kommunen und den Kammern hat vor et­was mehr als einem Jahr ein Projekt aus der Taufe gehoben, dessen Ziel es ist, junge Leute neugierig auf die bislang wenig geschätzte Materie zu machen.

Denn, da sind sich die Gestalter des Projektes sicher: Es gibt ein großes Talent-Potenzial unter den Jugendlichen. Doch viele junge Menschen – und besonders Mädchen - verbinden die naturwissenschaftlichen Fächer vor allem mit lebensfernen Zahlenkolon­nen und abstrakten Erklärungen. Der Gedanke, ausgerechnet diese ungeliebten Schulfächer zur Grundlage der eigenen beruflichen Zukunft zu machen, liegt ihnen deshalb fern.

Das vom Bildungsträger Neue Arbeit e.V. umgesetzte MINT-Projekt setzt deshalb auch an den Schulen an. Mit jeder Schule, die teilnimmt, wird ein individuelles Konzept erarbeitet. Pro Schule stehen feste MINT-Stunden in der Woche zur Verfügung. Neu gegenüber bisherigen Projekten ist bei MINT-AK der hohe Anteil an praxisbezogenen Aktivitäten. Die Schülerinnen können Praktika in Betrieben der Region machen oder besuchen gemeinsam mit den Betreuern Messen und Veranstaltungen. Die teilnehmenden Betriebe sorgen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler eine konkrete Vorstellung vom praktischen Nutzen der MINT-Fächer bekommen und Berufe kennenlernen, die bei entsprechender Nei­gung für sie in Frage kommen. Die Begeisterung der Mädchen ist groß und die regelmäßige Teilnahme für die Schülerinnen selbstverständlich.

Jenny Weinbrenner möchte Zerspanungsmechanikerin oder Mechatronikerin wer­den. Dieser Berufswunsch stand auch schon vor dem MINT-Projekt an ihrer Schu­le fest. Nun hat sie aber konkrete Vorstellungen und sieht sich in ihrem Vorhaben bestätigt.
„Ich finde es klasse, dass im Projekt Praktika organisiert werden und un­ser Coach Frau Manz uns ganz toll unterstützt. Jetzt habe ich echt klare Vorstellungen über meinen späteren Beruf und traue mir auch mehr zu“, erklärt Jenny.

Auch Franziska Krummenerl ist von dem Projekt begeistert. „Auf der Ausbildungsmesse ABOM in Wissen bin ich zum ersten Mal überhaupt auf den Beruf Technische Produktdesignerin aufmerksam geworden. Über unser MINT-Projekt habe ich dann ein Praktikum in diesem Bereich gemacht. Das hat mir super gefal­len und auch sehr gelegen. Danach habe ich mich um eine Ausbildungsstelle be­worben und es hat bereits geklappt. Ich habe einen Ausbildungsvertrag in der Ta­sche.“

„Unser erklärtes Ziel ist, dass möglichst viele Jugendliche die dafür geeignet sind, einen MINT-Beruf ergreifen. Das kommt nicht nur den jungen Leuten zugute, die nach einer qualifizierten Ausbildung recht sorgenfrei in ihre berufliche Zukunft schauen können. Auch die heimische Wirtschaft profitiert vom Imagewechsel“, er­klärt Christoph Fischer, Ingenieur und Prokurist der Firma Brucherseifer in Wissen. Fischer ist zudem Projektleiter des MINT-AK Projekts in Altenkirchen.

„Bereits heute sind die Bewerberzahlen für technische, naturwissenschaftliche oder mathematische Berufe rückläufig und als Unternehmer müssen wir uns daher verstärkt um unseren Nachwuchs kümmern. Für uns Betriebe sind oder besser gesagt sollten gerade Mädchen, die sich für einen MINT Beruf begeistern können,
besonders interessant sein, weil diese oftmals außergewöhnlich hoch motiviert sind. Wir müssen aber in diesen Fällen dafür sorgen, dass diese jungen Frauen früh im MINT Bereich gefördert und unterstützt werden. Wir müssen als Unter­nehmen aber auch konkrete Perspektiven aufzeigen und Chancen geben. Wer dem demografischen Wandel entgegen wirken und die Region stärken will, der sollte die Notwendigkeit solcher Initiativen erkennen und sie unterstützen“, erklärt Fischer.

Interessierte Unternehmen aus dem Landkreis Altenkirchen, die dieses Projekt unterstützen möchten, können sich gerne direkt bei dem Projektleiter Christoph Fischer melden: christoph.fischer@brucherseifer-sped.de
Weitere Informationen zu MINT-AK und allen Sponsoren finden Sie unter: www.mint-ak.org



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