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Nachricht vom 21.12.2013    

Ralf Giel 40 Jahre bei der Arbeitsagentur

Neuwied. In der heutigen Zeit und der heutigen Arbeitswelt, die leider zunehmend geprägt ist von befristeten Arbeitsverträgen und wechselnden Arbeitgebern, ist eine Dienstzeit von 40 Jahren bei einem Arbeitgeber eine immer seltener werdende Besonderheit. Bei Ralf Giel und der Arbeitsagentur Neuwied trifft dieser seltene Fall zu.

Aus einem Zufall wurde Berufung: Ralf Giel (links) verbrachte nach einer befristeten Kurzzeittätigkeit ein ganzes Berufsleben bei der Arbeitsagentur. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur Neuwied Karl-Ernst Starfeld überreichte die Dankesurkunde.

Umso erfreulicher sind diese Jubiläen, wenn sie auch gefeiert werden können. Im vergangenen Monat war es in der Agentur für Arbeit Neuwied soweit: Ralf Giel, operativer Geschäftsführer der Neuwieder Arbeitsagentur, feierte sein 40. Dienstjahr und erhielt eine Urkunde, die vom Vorstand der Bundesagentur für Arbeit persönlich unterschrieben war.

Eigentlich wollte Ralf Giel Arzt werden. Nach seinem Abitur am Mayener Gymnasium und zwei Jahren Bundeswehr, die er in Mayen und Mannheim absolviert hatte, musste er wegen des benötigten Numerus Clausus eine Wartezeit überbrücken. Insofern fand er 1975 eine für 1,5 Monate befristete Tätigkeit als Hilfsbearbeiter in der Mayener Arbeitsagentur - damals noch Arbeitsamt.

Darüber bekam er Geschmack an den Inhalten der Aufgaben und der Arbeit mit Menschen. 1976 bewarb er sich daher zunächst für eine Ausbildung zum Arbeitsvermittler. Aus den 1,5 Monaten wurden 38 Jahre und aus der Aushilfstätigkeit eine beispielhafte Karriere.

Nach der Zeit als Verwaltungsinspektoranwärter ging es schnell weiter. Bereits 1981 folgte die Qualifizierung zum Arbeitsberater. Insgesamt war Giel 17 Jahre im Mayener Arbeitsamt beschäftigt. Für die nächsten sechs Jahre wechselte er als Abschnittsleiter zum Arbeitsamt Montabaur.

Es folgten weitere drei Jahre als Lehrkraft im Bildungszentrum in Daun. Diese Zeit steht auch für sein besonderes Engagement im Rahmen der Aus- und Fortbildung der Nachwuchskräfte und des Personals, das bis zu Lehraufträgen als Dozent an der Fachhochschule in Mannheim führte.

2002 kehrte Ralf Giel zunächst als Kundenbereichsleiter und später als operativer Geschäftsführer nach Mayen zurück. 2010 wechselte er dann in die Arbeitsagentur Neuwied – ebenfalls als sogenannter „Geschäftsführer Operativ“.

Seit 1987 wohnt der gebürtige Ettringer in der schönen Eifelgemeinde Hirten. Die Frage, ob er neben dem doch sehr gefüllten Arbeitsalltag auch Raum für Freizeitaktivitäten hat, lässt sich nicht ganz so einfach beantworten. Die Interessen und Talente des Jubilars sind so breit gefächert, dass sie vermutlich jeglichen Rahmen sprengen würden. Ein Steckenpferd des agilen Sechzigjährigen sind auf jeden Fall die Blasinstrumente. Vom Saxophon über Wald- und Flügelhorn bis zur Trompete beherrscht er ein Repertoire, das vom volkstümlichen Gassenhauer über Jazz und Tanzmusik bis zu Mozarts „Hornkonzert Nr. 3 in Es-Dur“ reicht.

Neben der Musik gibt er sich auch leidenschaftlich den kulinarischen Genüssen hin – und nicht nur als Genießer, sondern auch als Koch. Auch hier beweist er Vielseitigkeit und zaubert für Freunde und Familie vom Döppekoche bis zum Mediterranen „pil pil“ oder einer Soße „Café de Paris“ gerne eine Überraschung. Damit nicht genug: Als Quotenmann bestand er schon im Arzheimer Möhnenballet sein Debüt und tritt auch schon mal mit seiner Lebensgefährtin als Dotz und Dötzje auf. Da staunten viele Arbeitskollegen nicht schlecht, als sie kürzlich bei der Feier seines 60. Geburtstages erstmalig ihren Chef mit Clownsnase und Karohose auf der Bühne sahen.

Als herausragendes Erlebnis seiner Dienstzeit bei der Bundesagentur für Arbeit sieht Giel die damalige Aufbauarbeit in den neuen Bundesländern. Anfang der 90er Jahre unterstützten die Kollegen aus dem Westen beim Aufbau einer einheitlichen Arbeitsverwaltung. „In dieser Zeit holte einen ein wenig die Vergangenheit ein. Leider zeitweise verloren gegangener Teamgeist lebte wieder auf - sowohl in der Zusammenarbeit mit den Kollegen aus dem Osten als auch mit den mitgereisten Kollegen.“ Insgesamt war Giel sieben Monate in Zwickau und Chemnitz im Einsatz.

Auf die Frage, ob er es jemals bereut habe, nicht seinen ursprünglichen Berufswunsch verfolgt zu haben antwortet Giel: „Ich liebe meinen Job und meine Aufgaben. Entscheidend ist, dass man mit Herzblut bei der Sache ist. Für die nächsten fünf Jahre möchte ich weiter daran arbeiten, gemeinsam mit den Kollegen, alle machbaren Interessen unserer Kunden in den Mittelpunkt zu rücken und dienstleistungsorientiert umzusetzen.“


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