Werbung

Region | - keine Angabe -


Nachricht vom 28.12.2013    

Wir waren Kriegskinder - Kuriere verlosen drei Bücher

Kriegskinder der Jahrgänge 1929 bis 1941 erzählen in diesem bewegenden Buch von ihrem Alltag. Zum Beispiel vom nächtlichen Sirenengeheul und - wie makaber es auch klingen mag - vom Sammeln der bizarren Granatsplitter, die am nächsten Morgen als Reste der tödlichen Bombengeschosse zu finden waren.

Die Kuriere verlosen drei Bücher.

Stets ist die Angst gegenwärtig, verschüttet oder „ausgebombt“ zu werden. Immer wieder verlieren nahe Angehörige, Nachbarn oder Schulkameraden ihr Zuhause oder gar ihr Leben. Die meisten Kriegskinder wachsen vaterlos auf und müssen frühzeitig ihren Müttern helfen, das Überleben zu sichern.

Sie erzählen im Buch vom strengen Schulalltag, vom Drill in der Hitlerjugend und vom Heimweh in der Kinderlandverschickung, zu der sie oft in ländliche, bombensichere Gegenden Deutschlands evakuiert werden. Fern von zu Hause können die Kinder endlich wieder ungestört schlafen und haben zumeist auch genug zu essen. Ein streng geregelter Tagesablauf, Schulunterricht und gemeinsame Aktivitäten sollen von den Sorgen um die Väter und Brüder an der Front ablenken. Doch gelingt das in den letzten Kriegsjahren immer seltener.

Der aufgeweckte Wolfgang Ross muss 1939 in Berlin als 10jähriger beim deutschen Jungvolk antreten. Er steigt schnell auf und wird in der HJ Fähnleinführer. Zunächst ist er vom Singen, Marschieren und der Kameradschaft begeistert, sehr zum Ärger seines Vaters, einem entschiedenen Systemgegner. Als der Junge schließlich wegen einer Verfehlung vor versammelter Mannschaft degradiert und gedemütigt wird, verfliegt seine Begeisterung auf einen Schlag.

Viele Kriegskinder erleben die überstürzte Flucht aus dem Osten und die Vertreibung aus der Heimat. Sie durchleiden Hunger und Kälte, den Tieffliegerbeschuss und das bittere Kriegsende. Die Angst vor dem Einmarsch der fremden Soldaten und die Ungewissheit über das eigene Schicksal werden für sie zum Trauma.

Auch Hans-Peter Kutscha schildert, wie er 1945 als 12jähriger aus Schlesien flüchtet. Im Chaos geht er verloren, aber er hat Glück im Unglück. Die Familie eines Schusters nimmt ihn in ihr Haus auf. Doch Hans-Peters Mutter gibt die Suche nach ihrem Sohn nicht auf und findet ihn letztlich.

Gefährlich wird es im Frühjahr 1945 in Helmut Strohmeiers winzigem Heimatdorf in Niedersachsen. Kurz nachdem sich eine kleine SS-Einheit im Dorf einquartiert hat, rücken aus anderer Richtung übermächtige amerikanische Truppen an. Die Einwohner geraten zwischen die Fronten.

15 Millionen Menschen, die Generation der heute über 70- bis 80-Jährigen, ist dankbar, die Kriegszeit überlebt zu haben. Sie haben gelernt, das Schmerzliche zu verdrängen, das sich als ein langer Schatten über ihre Kindheit legte. Der Kriegsalltag, die Bombennächte, die Trümmer und das ringsum erlebte Leid, haben sich tief in ihre Seelen eingebrannt und ihr Leben bis heute dauerhaft geprägt.

Die Kuriere verlosen drei Bücher. Schreiben Sie uns unter verlosung@nr-kurier.de bis zum 15. Januar 2014 warum Sie das Buch gerne haben möchten. Bitte geben Sie bitte Ihre Anschrift und freiwillig ihr Alter mit an. Die Gewinner erhalten das Buch zugesandt.

Kriegskinder erzählen 1939 bis 1945. Zwischen Sirenengeheul und Granatsplittern. Reihe Zeitgut Band 27.
256 Seiten mit vielen Abbildungen, Ortsregister, Chronologie. Zeitgut Verlag, Berlin. ISBN 978-3-86614-213-8, Euro 10,90.



Kommentare zu: Wir waren Kriegskinder - Kuriere verlosen drei Bücher

Es sind bisher keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Wenn sperrige Kartons nicht in die Abfalltonne passen

Kartons werden im Landkreis Altenkirchen häufig neben die Altpapiertonne gestellt, ohne zuvor zerkleinert zu werden. Das kann jedoch zu Problemen bei der Entsorgung führen und ist insbesondere eine Mehrbelastung für die Müllwerker.


Weiterhin vier Personen im Kreis positiv auf Corona getestet

Im Vergleich zu Sonntag (5. Juli) zeigt sich die Lage im Kreis Altenkirchen am Montag (6. Juli) unverändert: Es gibt aktuell vier positiv auf das Corona-Virus getestete Personen in der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain.


Gerüchte um Schließung – Germania in Wissen arbeitet „an Lösungen“

Ist es schon wieder vorbei mit der Germania in Wissen? Gerüchten zufolge stehen Hotel und Restaurant vor der Schließung. Auf Anfrage des AK-Kuriers bestätigt Geschäftsführerin Michaela Halbe diese nicht, sondern erklärt, man sei wie die gesamte Branche durch die Coronakrise gezwungen, „den Betrieb auf Sparflamme“ zu setzen.


Freisprechung der Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen

Auch wenn die Umstände in diesem Jahr einen feierlichen Rahmen nicht möglich machten, würdigte die Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen die Leistungen ihrer erfolgreichen Prüfungsabsolventen. Unter Einhaltung der Hygiene-Vorschriften wurden die Gesellenbriefe in der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen in Anwesenheit des Obermeisters Wolfgang Becker und den Mitgliedern des Prüfungsausschusses überreicht.


Wilde Müllhalden im Wald schaden Umwelt und Natur

Als hätten Umwelt und Natur nicht schon genug mit dem Klimawandel zu kämpfen, häufen sich immer mehr Fälle der illegalen Müllentsorgung in Wäldern. Aktuell zeigt sich in einem bei der Polizei am 30. Juni angezeigten Fall an der L 279 von Katzwinkel nach Niedergüdeln ein Ausmaß von mehr als 20 Müllsäcken mit Baumüll, die dort mitten in der Natur entsorgt wurden – obwohl es genügend Möglichkeiten zur legalen Entsorgung im Kreis gibt.




Aktuelle Artikel aus Region


Maskenpflicht zur Corona-Bekämpfung rechtmäßig

Koblenz. Der Antragsteller, ein Mann aus dem Landkreis Mayen-Koblenz, wandte sich mit einem Eilantrag gegen die in der Neunten ...

Westerwälder Handhygiene: „Patschehäändscheer nass maache“

Region. Der Alltag der Gesellschaft in den vergangenen Monaten ist gekennzeichnet von Einschränkungen und Kompromissen. Doch ...

Weltpremiere in der Gefäßchirurgie am Siegener Jung-Stilling

Siegen. Die Weltpremiere im Hybrid-OP des Diakonie Klinikums Jung-Stilling ist geglückt. Gefäßchirurg Dr. Ahmed Koshty hat ...

Sprachfördermaßnahmen auf hohem Niveau

Altenkirchen/Kreisgebiet. Das landesweite Qualifizierungskonzept „Mit Kindern im Gespräch“ fokussiert auf Sprachförderstrategien ...

BI fordert mehr Naturschutz rund um den Hümmerich

Gebhardshain/Mittelhof/Steineroth. Es sei ein Leichtes, von Deutschland aus mit dem Finger auf das Roden von Regenwald in ...

Hämmscher Kultur- und Genuss-Sommer zieht Besucher an

Hamm. Neben den vier teilnehmenden Gastro-Betrieben, Hofcafé Heinzelmännchen, Hotel-Restaurant Auermühle, dem Romantik-Hotel ...

Weitere Artikel


Zum Auftakt der 1100-Jahr Feier kommt "Saalü!" nach Scheuerfeld

Scheuerfeld/Wallmenroth. Im kommenden Jahr feiern die Ortsgemeinden Scheuerfeld und Wallmenroth ihr 1100jähriges Bestehen. ...

34. Jugendfußball-Hallenturnier mit 63 Mannschaften

Hamm/Sieg. Seit nunmehr 34 Jahren, immer in der ersten Januarwoche, veranstaltet die Sportgemeinschaft (SG) Niederhausen-Birkenbeul ...

Am letzten Spieltag gute Leistung

Kirchen. Der letzte Spieltag der Jugend U12 fand in Weisel an der Loreley statt.
Im ersten Spiel beider Mannschaften trat ...

73-Jähriger klaute das Kruzifix aus der Kirche "Kreuzerhöhung"

Wissen. Die Polizei Wissen teilte zum Diebstahl des Altarkreuzes in der Wissener Pfarrkirche folgendes mit:
Am 2. Weihnachtsfeiertag ...

Schnuppertraining für Kinder

Daaden. Im Kinder- und Jugend Ju-Jutsu geht es darum, den jungen Sportlerinnen und Sportlern die modernen Selbstverteidigungstechniken ...

Betzdorfer Firma proRZ baut in Wallmenroth

Betzdorf. Die in Betzdorf ansässige proRZ Rechenzentrumsbau GmbH, eines von sechs Unternehmen der DC-Datacenter-Group, zieht ...

Werbung