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Nachricht vom 24.01.2014    

Gibt es demnächst eine FWG in Herdorf?

Die Parteienlandschaft des Städtchens wird sich wohl künftig um eine zusätzliche Gruppierung erweitern, nach einem ersten informellen Treffen haben acht Bürgerinnen und Bürger ihre Mitarbeit auf kommunaler Ebene im Rahmen einer Freien Wähler Gruppe (FWG) erklärt. Allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die FWG Daaden hatte zum Gespräch eingeladen.

Die FWG Daaden möchte mit Gleichgesinnten aus Herdorf eine enge Zusammenarbeit. Man traf sich zum ersten Gespräch. Fotos: anna

Herdorf. Hinsichtlich der Tatsache, dass die Eingliederung der Stadt Herdorf in die Verbandsgemeinde Daaden in Mainz beschlossen wurde, wird der künftige VG-Rat von bisher 28 auf 32 Personen aufgestockt werden. In der VG-Daaden ist die FWG seit vielen Jahren eine feste Größe und stellt seit 15 Jahren den Ortsbürgermeister von Daaden, Günter Knautz.

Auch in Herdorf gab es mal eine FWG und über einige Jahre saß sogar ein FWG-Mitglied im Stadtrat. Dies ist aber Geschichte und eine FWG Herdorf gibt es schon lange nicht mehr.
Die FWG Daaden hatte sich nun nach Herdorf aufgemacht und kommunalpolitisch interessierte Bürger aufgerufen, sich zu einem ersten informellen Treffen in der Gaststätte im Hüttenhaus einzufinden, um auch auf der anderen Seite des Berges neue FWG Mitstreiter zu gewinnen.
Knautz war positiv überrascht, dass immerhin zehn Bürgerinnen und Bürger aus Herdorf dem Aufruf gefolgt waren. Knautz, der Herdorf durch seine langjährige berufliche Tätigkeit aus der städtischen Verwaltung bestens kennt, berichtete, dass es vieles gebe, was die Einwohner des Daadetals und der Stadt Herdorf verbinde. In Daaden habe man sich von Anfang an mit der in Mainz geplanten Fusion beschäftigt. Dabei sei eine Fusion von Daaden und Herdorf so erst einmal nicht vorgesehen gewesen und daher auch nicht freiwillig.

Die Verbandsgemeinde Daaden an sich brauche nicht zu fusionieren und für die Ortsgemeinden des Daadetals würden mit der geplanten Eingliederung Herdorfs die Umlagen um drei bis vier Prozent steigen. Seitens der FWG wolle man aber keine Emotionen hoch kochen, sondern versuchen den besten gemeinsamen Weg zu finden. Mit einer FWG in Herdorf möchte man eine gemeinsame Entwicklung vorantreiben. Herdorf bleibe weitestgehend selbständig, es änderten sich nur einige Dinge in der Verwaltung. Von den anwesenden Herdorfern bekam Knautz zustimmende Reaktionen.
Nicht alle Herdorfer seien gegen die Fusion, einer meinte sogar, er sei froh, dass es dazu komme. Im Stadtrat Herdorf gäbe es doch nur Geklüngel, niemals eine wirkliche Diskussion, alles werde immer nur abgenickt. Mit Blick auf die Tatsache, dass dieses Fusionsvorhaben schon seit 2006 von der Landesregierung angekündigt wurde, fand ein anderer, dass man Herdorf doch schon genug Hilfsangebote über den Berg geschmissen habe, die jedoch alle ignoriert worden seien.
Immer wieder kam das Thema der geplanten Änderungen in Herdorfs Schullandschaft ins Gespräch. Auch eine fehlende Attraktivität Herdorfs wurde bemängelt, seitens der Stadt gäbe es keinerlei Interesse daran etwas zu ändern. Harald Hees kam zu dem Schluss, dass ein großer Bedarf an einer politischen Alternative in Herdorf herrsche.
Einer neuen FWG werde in Herdorf ein starker Wind seitens der etablierten Parteien und des Bürgermeisters entgegen wehen, sagte einer der Einwohner. Knautz wollte eine neue FWG nicht in erster Linie als Opposition sehen. Es gehe nicht darum gegen etwas zu sein, sondern sich gemeinsam für die neue Verbandsgemeinde und auch die Stadt Herdorf einzusetzen. Diesbezüglich hatte Knautz einen ersten sieben Punkte Katalog aufgestellt, hinsichtlich der Möglichkeit gemeinsamer Themen:
1. Zum Zusammenwachsen der Menschen in der neuen VG Daaden-Herdorf beitragen.
2. Gemeinsamkeiten herausarbeiten und stärken.
3. Unterstützung/Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung in der VG.
4. Einsatz für eine starke Schullandschaft.
5. Für eine gute Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren sorgen.
6. Gemeinsames Fremdenverkehrskonzept entwickeln.
7. Die vorhandenen Finanzmittel für nachhaltige Projekte einsetzen.

Knautz erklärte aber auch, dass nicht immer alles machbar wäre, denn letztlich entschieden die finanziellen Mittel was machbar sei und was nicht. Stefan Strunk, Ortsbürgermeister aus Niederdreisbach, und kein FWG Mitglied, war aus Interesse mit nach Herdorf gekommen. Er sieht das sinnvollste politische Engagement darin, wie man die künftige Verwaltung der neuen Verbandsgemeinde gestalten wolle, denn dazu gebe es aus Mainz keinerlei Vorgaben.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit erklärten sich anschließend acht Herdorferinnen und Herdorfer zu einer Mitarbeit in der FWG bereit. In zwei Wochen will Günter Knautz sich wieder mit den Herdorfern treffen, dann soll über die Erstellung einer Liste für den VG-Rat und den Stadtrat Herdorf entschieden werden. (anna)


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