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Nachricht vom 28.01.2014    

Beim Neujahrsempfang Bachpatenschaft unterzeichnet

Beim ersten Neujahrsempfang des neu gegründeten Ortsverbandes der Grünen für Hamm und Wissen im Kulturhaus in Hamm stand die Unterzeichnung eines Bachpatenschaftsvertrages im Mittelpunkt. Die Verbandsgemeinde Wissen und der Ortsverband der Grünen unterzeichneten den Patenschaftsvertrag für den Steckelbach und Lauberbach.

Grünen-Sprecher Dr. Rudolf Beyer (links) und der 1. Beigeordnete der VG Wissen, Friedhelm Steiger, unterzeichnet am Ende des Neujahrsempfangs den Bachpatenschaftsvertrag. Fotos: Helga Wienand-Schmidt

Hamm/Wissen. Im Kulturhaus Hamm fand der erste Neujahrsempfang des Ortsverbandes der Grünen Hamm/Wissen statt und mit Resonanz war der noch junge Ortsverband sehr zufrieden.
Zu Beginn hatte Grünen-Sprecher Dr. Rudolf Beyer die Gäste zum ersten Neujahrsempfang begrüßt, darunter Landrat Michale Lieber, MdL Anna Neuhof, Bürgermeister Reiner Buttstedt, den 1. Beigeordneten Der VG Wissen, Friedhelm Steiger, Ortsbürgermeister Bernd Niederhausen und Karl-Ulrich Paul, Vorsitzender der CDU Hamm.

In seiner Neujahrsansprache betonte Dr. Beyer den Wunsch und Willen des vierten Ortsverbandes im Landkreis zur konstruktiven Zusammenarbeit. Zu den Herausforderungen und Aufgaben, die in Zukunft anstehen, skizzierte er die großen Themen, wie Energiewende und Fracking, um dann auf die regionalen Zielsetzungen zu kommen. Das Thema Abfallwirtschaft habe einen wichtigen Stellenwert, und es sei das Gebot der Stunde, die Ressourcen an Wertstoffen und die am Ende der Verwertungskette stehende Energie zu nutzen. Das in Arbeit befindliche Abfallwirtschaftskonzept des Kreises erfordere ein Umdenken, darin unterstütze man die Grünen im Kreistag. Die Ferntransporte für Bioabfall in den 400 Kilometer entfernten Harz könne keine Lösung sein.

Zum Siegtalradweg führte Beyer aus, dass man mit dem Kreis und den Kommunen nach tragfähigen Lösungen gemeinsam suche. Eigenen Recherchen zufolge habe man Wege zur finanziellen Förderung durch den Bund aufgedeckt: Der Siegtalradweg sei Teil des Bundesradwegenetzes D 4 von Aachen nach Görlitz und es gebe Chancen zur Förderung.
Der Erhaltung der natürlichen Gewässer widmete Beyer die besondere Aufmerksamkeit, den immerhin übernahm der Grünen-Ortsverband nun offiziell die Bachpatenschaft. Während die Bachpatenschaften in der VG Hamm hervorragend funktionieren, wolle man das in Wissen reaktivieren und möglichst auch viele Menschen als Bachpaten gewinnen.

Landrat Michael Lieber brachte den Gruß des Kreises zum Neujahrsempfang. Auch wenn man streite habe man oft die gleichen Zielsetzungen, und sei sich der kommunalen Verantwortung bewusst. „Zum Thema Siegtal-Radweg beginnen die langen Planfeststellungverfahren, und Bundesmittel sind für uns extrem wichtig, sie müssen aber auch bei uns ankommen“, so Lieber. Er würdigte das Engagement der Grünen für die neue Bachpatenschaft und warb dafür, die Schulen mit einzubinden.

VG-Bürgermeister Reiner Buttstedt, ein "alter Hase" in Sachen Bachpatenschaften stellte das erfolgreiche System der Bachpatenschaften in der VG Hamm vor. Seit 1992 gibt es Bachpaten, den Gründervätern Klaus Hermes und Rolf Groß galt ein besonderer Gruß. Damals 12-Jährig, war Prof. Michael Roßbach als Schüler mit Leidenschaft dabei. Die Hammer Bachpaten waren im Mai 2012 in Mainz von Umweltministerin Ulrike Höfken geehrt worden. Buttstedt wünschte sich einen Bewertungsschlüssel für Ausgleichsmaßnahmen, die auch die Flächen entlang der Bäche einschließe. Eine bereits gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen der VG Hamm und Wissen gebe es bereits am Holperbach, er wünschte der neuen Patenschaft viel Erfolg.

Friedrich Hagemann, Beisitzer im Grünen-Ortsverband und Motor der Bachpatenschaft, stellte das System Steckelbach und Lauberbach vor. Nun entspringen beide Bäche auf NRW-Gebiet, und dort sind leider nur Kanaldeckel sichtbar, da die Oberläufe verrohrt sind. Die Bachpatenschaft beschränke sich nur auf rheinland-pfälzisches Gebiet, aber die EU-Richtlinien greifen auch bei den kleinen Gewässern, führte Hagemann aus. Man hofft auf Gespräche mit dem Nachbarland. Vieles habe sich in den letzten Jahren verbessert, es seien Verrohrungen entfernt worden, hier habe die Hatzfeldt´sche Verwaltung einiges geleistet.
Das Lauberbachtal gehört mit zu den schönsten Tälern in der VG Wissen, am Bach brütet der Eisvogel, die Wasseramsel findet hier ihren Lebensraum, und einige seltene geschützte Pflanzenarten kann man finden. Der Steckelbach fließt in den Lauberbach, dann mäandert der Bach durch das Tal, bis er in den Wisserbach mündet.

Friedhelm Steiger, in Vertretung für Bürgermeister Michael Wagener, drückte seine Freude im Gruß an die Gäste des Neujahrsempfangs aus. „Wir sind froh, für das verzweigte Bachsystem eine Patenschaft erhalten, das ehrenamtliche Engagement um den Erhalt einer naturbelassenen Landschaft kann man nicht hoch genug schätzen, so Steiger. Für die Zukunft sieht er die Patenschaft als guten und wichtigen Baustein im Gewässer- und Landschaftsschutz, es müsse aber auch über die Ländergrenzen gehen, wünschte Steiger.

MdL Anna Neuhof hatte im Grußwort zum Neujahrsempfang das Engagement der Grünen für die Bachpatenschaft gelobt und sprach den Dank aus. Mit Blick auf das Wahljahr wünschte sie eine faire Streitkultur und die gemeinsame Suche nach Lösungen für die Region.
Mit den Unterschriften von Dr. Rudolf Beyer für den Grünen-Ortsverband und vom 1. Beigeordneten der VG Wissen, Friedhelm Steiger, gilt die Bachpatenschaft, die nun mit Leben gefüllt werden muss. (hws)


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