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Nachricht vom 08.02.2014    

Realschule plus Herdorf hat Zukunft

In einer Pressemitteilung nimmt der SPD-Landtagsabgeordnete Thorsten Wehner Stellung zur Zukunft der Realschule plus in Herdorf. Sie müsse nicht zwangsläufig aufgelöst werden, so Wehner und verweist auch auf die Entscheidungskompetenzen des neu zu wählenden VG-Rates und des neuen Schulträgers.

Herdorf. Der Landtagsabgeordnete Thorsten Wehner sieht durchaus Chancen für den Erhalt des Schulstandortes der Realschule plus in Herdorf.

Wehner verweist hierbei auf die Leitlinien für ein wohnortnahes Angebot an Realschulen plus, die auch Ausnahmen von Mindestzügigkeit einer Schule regelt, welche spätestens ab dem kommenden Schuljahr 2014/2015 zur Anwendung kommen – wahrscheinlich auch in Herdorf. Die Leitlinien setzen ein einzelfallbezogenes Vorgehen voraus, das Schulträgern auch die Möglichkeit einräume, durch organisatorische oder pädagogische Veränderungen an einer betroffenen Schule, wie zum Beispiel dem Zusammenschluss benachbarter Schulen, durch Änderungen bei der Schülerbeförderung oder durch die Einführung eines Ganztagsschulangebotes Einfluss auf zukünftige Anmeldezahlen zu nehmen. In einem solchen Fall könne die Schulbehörde ein Moratorium zwischen zwei und fünf Jahren erlassen. Während dieser Zeit sei die Prüfung siedlungsstruktureller Gründe ausgesetzt. „Mit einem solchen Verfahren bestehe durchaus die Möglichkeit zum Erhalt kleiner Schulstandorte – vorausgesetzt man will es“, so Thorsten Wehner.

Wehner, der auch Mitglied im Bildungsausschuss des Landtags ist, wiederholt seine Aussage aus dem November 2013 in Richtung der politisch Verantwortlichen in Herdorf. Selbstverständlich sei es richtig, sich bei rückläufigen Schülerzahlen Gedanken über mögliche Handlungsoptionen zu machen. Dennoch zeigt sich Wehner erstaunt über erneute Aussagen in der Öffentlichkeit, wonach die Realschule plus in Herdorf auslaufen würde.

„Die Schulbehörde hat bislang kein Prüfverfahren zum schulischen Bedürfnis eingeleitet. Im Gegenteil: Es gilt auch weiterhin die eindeutige Aussage der Präsidentin der ADD, Dagmar Barzen, dass alle in Herdorf neu angemeldeten Schüler dort auch ihren Abschluss machen können. Hier wird anscheinend schon ein Ergebnis herbeigeredet, welches noch gar nicht feststeht“, erklärt der Abgeordnete. Er verweist auf einen Zusatz in den Richtlinien: „…Ergebe das Prüfverfahren, dass aus siedlungsstrukturellen Gründen ein dauerhaftes schulisches Bedürfnis für eine zweizügige Realschule plus besteht, bleibe die Realschule plus erhalten…“



Selbst wenn der Schulträger in naher Zukunft einen Antrag auf Aufhebung stellen würde, so unterliegt dies zunächst einem umfangreichen Beteiligungsverfahren vieler Gremien. Erst nach Abschluss des Beteiligungsverfahrens entscheidet die Behörde über die Aufhebung – nicht der Schulträger.

Der SPD-Politiker erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass ab Juli die Trägerschaft der Herdorfer Schule auf die neue Verbandsgemeinde übergehen wird und der neue Verbandsgemeinderat dann auch über die Schulstruktur in der neuen Verbandsgemeinde zu entscheiden habe.


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