Werbung

Region | - keine Angabe -


Nachricht vom 11.02.2014 - 19:34 Uhr    

Wehner sieht Gesprächsbedarf in Haubergsanteilverkauf

Das Land Rheinland-Pfalz will sich schrittweise von den eigenen Haubergsanteilen trennen und dadurch den genossenschaftlichen Gedanken in der Bevölkerung stärken. Das Vorkaufsrecht erhalten dabei die Genossenschaften, wie der Landtagsabgeordnete Thorsten Wehner mitteilt.

Kreis Altenkirchen. Mit dem schrittweisen Verkauf seiner Anteile an den Haubergsgenossenschaften im Siegerland will das Land den genossenschaftlichen Gedanken in der Bevölkerung stärken. Den Waldgenossen, Genossenschaften und Gemeinden wird dabei ein Vorkaufsrecht auf Basis der Waldbewertung eingeräumt. Das geht aus einem Schreiben von Umweltministerin Ulrike Höfken an den Landtagsabgeordneten Thorsten Wehner hervor.

Der SPD-Politiker war von Haubergsgenossen aus Freusburg auf die geplanten Veräußerungen angesprochen worden. Befürchtung vor Ort war, dass dadurch „Investoren von außen“ Anteile aufkaufen und damit den Genossenschaftsgedanken unterlaufen könnten. Diese Bedenken scheinen jedoch laut Darstellung der Umweltministerin unbegründet zu sein.
Um Erfahrungen zu sammeln, würden zunächst nur Anteile aus vier Genossenschaften angeboten, in denen das Land nicht die Anteilsmehrheit besitze. Bei den Veräußerungen gelten die Bestimmungen der Landeshaushaltsordnung und die Richtlinien über den Grundstücksverkehr der Landesforsten Rheinland-Pfalz. Danach sei eine Abgabe der Anteile unter Wert ebenso ausgeschlossen wie die Befürchtung, dass der Wald von Spekulanten zur Realisierung von Mitnahmeeffekten erworben werden könnte, heißt es im Schreiben Höfkens an den Landespolitiker.

Die Ministerin äußert sich auch ausführlich zu den Hintergründen für die Entscheidung, sich von den staatlichen Anteilen trennen zu wollen. Bei den Haubergsgenossenschaften handele es sich schon aufgrund der Rechtsform um Privatwald, der grundsätzlich privaten Eigentümern nicht ausschließlich zur Einkommensgewinnung zur Verfügung stehen sollte. Vielmehr werde eine enge Bindung des Eigentümers zum Wald und damit zu einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung generiert. Die Genossenschaftsanteile des Landes seien zu einer Zeit angekauft worden, als Holz- und Energiekosten niedrig waren, um die Bewirtschaftung langfristig sicher zu stellen. In heutiger Zeit mit einer immer höheren Nachfrage nach Wald sei es sinnvoll, die Anteile wieder interessierten Privatleuten zum Kauf zur Verfügung zu stellen. „Dies gilt umso mehr, als die politischen Einflussmöglichkeiten auf die Waldentwicklung, aber auch auf Projekte wie die Windenergie im Wald, für das Land in den Haubergsgenossenschaften aufgrund der Satzungen nur sehr eingeschränkt gegeben sind“, erklärt Höfken.

Wehner erkennt jedoch vor Ort noch weiteren Diskussionsbedarf und kündigt an, in der Angelegenheit noch einmal das Gespräch mit den betroffenen Haubergsgenossen in Freusburg suchen zu wollen.



Interessante Artikel




Kommentare zu: Wehner sieht Gesprächsbedarf in Haubergsanteilverkauf

Es sind leider keine Kommentare vorhanden


Aktuelle Artikel aus der Region


Schulung der Feuerwehr zu Gefahren und Taktik beim Waldbrand

Flammersfeld. Wehrleiter Ralf Schwarzbach (VG Altenkirchen) sowie der stellvertretende Wehrleiter Raphael Jonas (VG Flammersfeld) ...

Puderbacher Landrunde - Geführte Radtour durch den Hachenburger Westerwald

Hachenburg. Die Strecke startet in Lautzert am Sportplatz und führt über Döttesfeld durch`s Grenzbachtal. Weiter geht es ...

Alle wollen zur Feuerwehr: Herdorfer Grundschüler bei Brandschutzerziehung

Herdorf. Viele interessierte Blicke und neugierige Fragen warteten auf die Herdorfer Wehrmänner: Die vierte Klasse der Grundschule ...

Qualität in der Kindertagespflege dank Kreisvolkshochschule

Altenkirchen. Dadurch, dass alle Teilnehmenden in der Betreuung von Kindern tätig sind, entsteht eine enge Theorie-Praxis-Verzahnung ...

Bernhard Henn ist seit 60 Jahren Mitglied der Westerwald Bank

Wissen. Bernhard Henn aus Wissen-Schönstein ist seit 60 Jahren Mitglied der Westerwald Bank. Das heißt konkret: Es war 1959, ...

Stiftung der Sparkasse engagiert sich wieder für Kinder und Jugendliche

Altenkirchen. Die Verantwortlichen der Sparkassenstiftung hatten am Montag, 19. August, in den Wilhelm-Boden-Saal der Kreisverwaltung ...

Weitere Artikel


Zehntklässlerin der IGS Hamm/Sieg zum Praktikum in Berlin

Hamm/Sieg. Die Schülerin Eva Gelhausen besuchte anlässlich eines Praktikums im Januar den Deutschen Bundestag in Berlin. ...

Närrisches Gipfeltreffen in Scheuerfeld

Scheuerfeld. Anfang Februar hatte der Karnevalsverein Scheuerfeld 1982 e. V. (KVS) zum Prinzenfrühschoppen in die THW-Unterkunft ...

Neue Kindertagesstätte der Lebenshilfe heißt "Kleine Hände"

Wissen-Schönstein. "Kleine Hände" so wird die neue Einrichtung der Lebenshilfe in Wissen-Schönstein heißen. Zur öffentlichen ...

Demografischer Wandel erfordert Kreativität

Altenkirchen/Weyerbusch. Zum 22. Mal luden die Ortsvereine mit ihren Vorsitzenden Anka Seelbach und Ralf Schwarzbach ein, ...

Vier verkaufsoffene Sonntage mit Chancengleichheit gefordert

Kreisgebiet. Eigentlich sollte es nicht öffentliche Veranstaltung sein, zu der MdL Thorsten Wehner in Kooperation mit dem ...

Ehrenamtlicher Einsatz für Breitbandversorgung

Bitzen/Forst. Zum Ausbau der Breitbandinfrastruktur auf dem „Berg“ wurden seit Anfang November insgesamt 2,5 Kilometer Leerrohre ...

Werbung