Werbung

Nachricht vom 11.02.2014    

Wehner sieht Gesprächsbedarf in Haubergsanteilverkauf

Das Land Rheinland-Pfalz will sich schrittweise von den eigenen Haubergsanteilen trennen und dadurch den genossenschaftlichen Gedanken in der Bevölkerung stärken. Das Vorkaufsrecht erhalten dabei die Genossenschaften, wie der Landtagsabgeordnete Thorsten Wehner mitteilt.

Kreis Altenkirchen. Mit dem schrittweisen Verkauf seiner Anteile an den Haubergsgenossenschaften im Siegerland will das Land den genossenschaftlichen Gedanken in der Bevölkerung stärken. Den Waldgenossen, Genossenschaften und Gemeinden wird dabei ein Vorkaufsrecht auf Basis der Waldbewertung eingeräumt. Das geht aus einem Schreiben von Umweltministerin Ulrike Höfken an den Landtagsabgeordneten Thorsten Wehner hervor.

Der SPD-Politiker war von Haubergsgenossen aus Freusburg auf die geplanten Veräußerungen angesprochen worden. Befürchtung vor Ort war, dass dadurch „Investoren von außen“ Anteile aufkaufen und damit den Genossenschaftsgedanken unterlaufen könnten. Diese Bedenken scheinen jedoch laut Darstellung der Umweltministerin unbegründet zu sein.
Um Erfahrungen zu sammeln, würden zunächst nur Anteile aus vier Genossenschaften angeboten, in denen das Land nicht die Anteilsmehrheit besitze. Bei den Veräußerungen gelten die Bestimmungen der Landeshaushaltsordnung und die Richtlinien über den Grundstücksverkehr der Landesforsten Rheinland-Pfalz. Danach sei eine Abgabe der Anteile unter Wert ebenso ausgeschlossen wie die Befürchtung, dass der Wald von Spekulanten zur Realisierung von Mitnahmeeffekten erworben werden könnte, heißt es im Schreiben Höfkens an den Landespolitiker.



Die Ministerin äußert sich auch ausführlich zu den Hintergründen für die Entscheidung, sich von den staatlichen Anteilen trennen zu wollen. Bei den Haubergsgenossenschaften handele es sich schon aufgrund der Rechtsform um Privatwald, der grundsätzlich privaten Eigentümern nicht ausschließlich zur Einkommensgewinnung zur Verfügung stehen sollte. Vielmehr werde eine enge Bindung des Eigentümers zum Wald und damit zu einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung generiert. Die Genossenschaftsanteile des Landes seien zu einer Zeit angekauft worden, als Holz- und Energiekosten niedrig waren, um die Bewirtschaftung langfristig sicher zu stellen. In heutiger Zeit mit einer immer höheren Nachfrage nach Wald sei es sinnvoll, die Anteile wieder interessierten Privatleuten zum Kauf zur Verfügung zu stellen. „Dies gilt umso mehr, als die politischen Einflussmöglichkeiten auf die Waldentwicklung, aber auch auf Projekte wie die Windenergie im Wald, für das Land in den Haubergsgenossenschaften aufgrund der Satzungen nur sehr eingeschränkt gegeben sind“, erklärt Höfken.

Wehner erkennt jedoch vor Ort noch weiteren Diskussionsbedarf und kündigt an, in der Angelegenheit noch einmal das Gespräch mit den betroffenen Haubergsgenossen in Freusburg suchen zu wollen.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


Nebelreise spielt Grobschnitt-Klassiker in der Bürgerstube Grünebach

Die Grobschnitt-Tributeband Nebelreise tritt am 28. November 2026 in der Bürgerstube in Grünebach auf. ...

12-jährige Verdina W. aus Emmelshausen vermisst

Seit dem 25. Oktober 2026 wird die 12-jährige Verdina W. aus einer Wohngruppe in Emmelshausen vermisst. ...

Neue Glasfaseranschlüsse im Kreis: Förderfähiger Ausbau wird umgehend beginnen

Genug des Vorgeplänkels: Der förderfähige Ausbau mit gigabitschnellen Anschlüssen per Glasfaser kann ...

Unfallaufnahme in Koblenz: Polizei musste Taser einsetzen

Am Dienstagabend (27. Oktober 2026) kam es im Saarplatzkreisel in Koblenz zu einem größeren Polizeieinsatz. ...

Neuer Flügel für Christuskirche Altenkirchen: Konzert vereint Epochen

In der Evangelischen Christuskirche Altenkirchen erklingt erstmals ein historischer Flügel. Drei Musikerinnen ...

Kirchenkreise vor Fusion: Synoden beraten in Altenkirchen und Dierdorf

Die Kreissynoden von Altenkirchen und Wied stehen vor wegweisenden Beratungen über ihre gemeinsame Zukunft. ...

Weitere Artikel


Zehntklässlerin der IGS Hamm/Sieg zum Praktikum in Berlin

Im Januar 2014 absolvierte die Schülerin Eva Gelhausen von der IGS Hamm/Sieg ein Praktikum im Deutschen ...

Närrisches Gipfeltreffen in Scheuerfeld

Nachdem der Karnevalsverein Scheuerfeld 1982 e.V. bereits am ersten Februarwochenende zum Prinzenfrühschoppen ...

Neue Kindertagesstätte der Lebenshilfe heißt "Kleine Hände"

Die Lebenshilfe im Kreis Altenkirchen hatte die Bevölkerung aufgerufen, einen Namensvorschlag für die ...

Vier verkaufsoffene Sonntage mit Chancengleichheit gefordert

Die Werbegemeinschaften aus dem Kreis Altenkirchen und aus Hachenburg sowie die IHK vertraten ihre Auffassung ...

Taekwondo-Gürtelprüfung erfolgreich

Die Sportlerinnen und Sportler der Abteilung Taekwondo der Sportfreunde Wallmenroth absolvierten erfolgreich ...

Hinweise dringend gesucht - 10.000 Euro Belohnung

Der Brand in der Discothek auf der Freudenberger Wilhelmshöhe am 10. Januar geht auf Brandstiftung zurück. ...

Werbung