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Nachricht vom 11.02.2014    

Zehntklässlerin der IGS Hamm/Sieg zum Praktikum in Berlin

Im Januar 2014 absolvierte die Schülerin Eva Gelhausen von der IGS Hamm/Sieg ein Praktikum im Deutschen Bundestag. Nach der Rückkehr wurde sie von ihrer Mitschülerin Mira Wemhöner über ihre Erlebnisse und Erfahrungen interviewt.

Mira Wemhöner und Eva Gelhausen im Interview über das Praktikum im Deutschen Bundestag. (Foto: pr)

Hamm/Sieg. Die Schülerin Eva Gelhausen besuchte anlässlich eines Praktikums im Januar den Deutschen Bundestag in Berlin. Nach ihrer Rückkehr wurde sie von Mitschülerin Mira Wemhöner zu ihrem dortigen Aufenthalt interviewt.

Mira: Warum wolltest du ein Praktikum im Bundestag machen?
Eva: Ich wollte meine politischen Kenntnisse und meine Vorliebe für Politik weiterentwickeln und stärken.

Mira: Bei welchem Politiker hast du dein Praktikum absolviert?
Eva: Bei Sabine Bätzing-Lichtenthäler, der SPD-Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Neuwied/Altenkirchen. Wir haben sie im letzten Schuljahr bei einer Klassenfahrt nach Berlin besucht und kennengelernt. Bei diesem Gespräch machte sie uns das Angebot, Praktika bei ihr machen zu können, worauf ich wenig später zurückgegriffen habe. Im Anschluss ging alles ganz schnell, ich habe sie bei einer Konferenz in Hamm wiedergetroffen, mich persönlich bei ihr vorgestellt, beworben und kurze Zeit später kamen auch schon die Anmeldungspapiere.

Mira: Welche Erfahrungen mit Politik hattest du bereits vor dem Praktikum gesammelt?
Eva: Meine Erfahrungen beliefen sich nur auf den für mich sehr interessanten Gesellschafts-lehreunterricht, der von einem Lehrer unterrichtet wurde, der mich dafür begeistert hat.

Mira: Welche Erwartungen hattest du an das Praktikum? Was hast du dir darunter vorgestellt?
Eva: Meine Erwartungen waren, das Leben eines Politikers und die Arbeit im Bundestag so nah wie möglich kennenzulernen und mit zu durchzulaufen, was mir durch meine starke Persönlichkeit auch ziemlich gut gelungen ist.

Mira: Was durftest du in dem Praktikum machen?
Eva: Ich habe einzelne Leserbriefe und Bürgeranfragen beantwortet, unter anderem auch zu größeren politischen Themengebieten, die große Zahl der Anfragen und die Anteilnahme am aktuellen politischen Geschehen haben mich überrascht.

Mira: Wie wurdest du von den Politikern und von den Leuten, die dort arbeiten, aufgenommen? Wie bist du mit ihnen umgegangen?
Eva: Total nett und offen. Schließlich war ich nicht die erste Praktikantin im Bundestag. Vor allem in der eigenen Partei ist man sehr aufmerksam und jeder Abgeordnete will nur das Beste für seine Praktikanten, sie werden überall mitgenommen und vorgestellt.



Mira: Was konntest du für dich mitnehmen oder was hat sich an deiner beruflichen Planung verändert?
Eva: Durch das Praktikum bei Sabine Bätzing-Lichtenthäler überdenke ich zurzeit meinen ursprünglichen Plan, Maschinenbau zu studieren. Mittlerweile denke ich darüber nach, im Bereich Politik zu arbeiten. Allerdings werde ich nicht Abgeordnete, das wäre mir zu stressig.

Mira: Wie wurdest du von deiner Schule unterstützt und wie sind deine Mitschüler damit umgegangen?
Eva: Meine Mitschüler haben positiv darauf reagiert, da ich persönlich ziemlich oft unterwegs bin, um neue Erfahrungen für mein späteres Berufsleben zu sammeln. Ebenso hielten es meine Lehrer für eine wirklich gute und lehrreiche Idee und haben mich unterstützt, besonders unsere pädagogische Koordinatorin für die neunten und zehnten Klassenstufen Andrea Brambach-Becker und mein ehemaliger Klassenlehrer Burkhard Jung.

Mira: Was hat dir besonders gut gefallen oder was fandest du negativ?
Eva: Negativ? Überhaupt nichts! Ich habe in einer Woche Praktikum so viel gelernt und gesehen und erlebt wie in drei Monaten Sozialkundeunterricht. Ich war in sechs Plenarsitzungen, habe unglaublich viele Abgeordnete kennengelernt, durfte das Gefühl erleben, mit meinem persönlichen Hausausweis in die wichtigsten Regierungsgebäude eintreten zu können, die es in Berlin gibt. Ebenso konnte ich das anspruchsvolle Arbeiten des Berliner Büros von Sabine Bätzing-Lichtenthäler und den umfangreichen Terminplan einer Abgeordneten erleben.

Mira: Was würdest du zum Abschluss noch gerne sagen?
Eva: Man sollte schon einen Einblick ins politische Geschehen haben und die aktuellen Nachrichten verfolgen. Ein Praktikum im Bundestag sollte man nur absolvieren, wenn man sich wirklich für Politik interessiert.


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