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Nachricht vom 27.02.2014    

K. O. Götz feierte 100. Geburtstag

Zu Ehren des 100. Geburtstages des Künstlers K. O. Götz zeigt die Nationalgalerie Berlin eine Retrospektive seiner Werke. Der Künstler lebt in Niederbreitbach-Wolfenacker und erhielt die Glückwünsche zu seinem Geburtstag.

Von links: Ehefrau Rissa Götz, Werner Wittlich (Handwerkskammerpräsident), Jubilar K. O. Götz, Erwin Rüddel (MdB) und Bürgermeister Josef Zolk. Foto: photoklaas.de

Niederbreitbach-Wolfenacker. Er gilt als einer der Hauptakteure der abstrakten Kunst und des Informel in Deutschland und Gerhard Richter, einer der teuersten Gegenwartsmaler, war sein Schüler.
Karl Otto Götz, auch bekannt unter den Namen K. O. Götz wurde am Samstag (22.02) 100 Jahre alt. 1975 zog es ihn und seine Frau nach Niederbreitbach-Wolfenacker. Dort lebt der vor drei Jahren durch grünen Star erblindete Künstler noch heute in seinem Atelierhaus.
Zu seinem Ehrentag gratulierten Götz nun der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Flammersfeld Josef Zolk und der Abgeordnete des Bundestagswahlkreises Neuwied Erwin Rüddel (MdB). Auch der Präsident der Handwerkskammer Werner Wittlich ehrte diesen herausragenden Künstler.

Stationen seines Lebens:
1914, Karl Otto Götz wird in Aachen geboren

1932 Er besucht gegen den Willen seines Vaters die Kunstgewerbeschule Aachen

1935 als avantgardistischer Maler erhält er von den Nationalsozialisten ein Mal- und Ausstellungverbot. Götz malt trotzdem weiter.

1941 – 45 K. O. Götz lebt als Nachrichtenoffizier in Norwegen. Bei der Bombardierung Dresdens fallen viele seiner Frühwerke den Flammen zum Opfer.

bis 1952 Einflüsse von Surrealismus und Expressionismus prägen seine Frühwerke. Götz experimentiert mit Materialien und Techniken. Seine Werke sind noch figürlich, tragen aber schon informelle Züge. Sein Lebensweg führt in nach Königsförde, Paris und Frankfurt.

1952 Durch Zufall entdeckt er eine neue Maltechnik, als er Kleister und Farbe für seinen Sohn anrührt. Götz trägt auf Leinwände, die er vorher mit Kleister bestrich, Farbe auf und verwischte diese anschließend mit Rakeln. Die dabei entstandenen Werke machen ihn zum interantional bedeutendsten Künstler des Informel.



1959 – 1975 Götz wird zum Professor für freie Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf ernannt und lehrt dort mit viel Erfolg. Er gilt als der wichtigste Kunstprofessor der Nachkriegszeit. Unterdessen erschafft er zahlreiche Werke – darunter die berühmte Bildreihe “Giverny“ und das Triptychon “Jupiter, U.D.Z & Matador“.

1975 K. O. Götz bezieht mit seiner Frau Rissa, ebenfalls Künstlerin, sein Atelierhaus in Niederbreitbach.

1982 Seine Autobiographie “Erinnerungen und Werk“ wird veröffentlicht. Er ist Teil eines Symposiums samt Ausstellung zum Informel im Saarlandmuseum Saarbrücken.

1990 Aufgewühlt durch die Ereignisse der Wiedervereinigung erschafft Götz das Werk “Jonction – 3. Oktober 1990“. Es wird anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls durch Bundestagspräsident Lammert gewürdigt und hängt im deutschen Bundestag.

Seit 1990 Mehrere der bekanntesten Museen, darunter das Museum Küppersmühle in Duisburg, stellen seine Werke aus. Im Zuge der Sanierung des Sitz des Bundespräsidenten, der Villa Hammerschmidt, werden auch Werke von K. O. Götz in die Innenausstattung eingebunden. Im Jahr 2007 bekommt er von Bundespräsident Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz 1.Klasse für seine bedeutende Arbeit in der modernen Malerei.

Trotzdem K. O. Götz vor einigen Jahren erblindete, malt er bis zum heutigen Tage weiter. Zu Ehren seines 100. Geburtstages ist seit dem 13. Dezember 2013 eine große Retrospektive seiner Werke in der neuen Nationalgalerie Berlin zu sehen.
Die Ausstellung geht noch bis zum kommenden Sonntag. (Eva Klein)


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