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Nachricht vom 10.03.2014    

Pfarrer Hans-Jörg Ott verabschiedet

Nach 19 Jahren Dienstzeit in der Evangelischen Kirchengemeinde Birnbach wurde Pfarrer Hans-Jörg Ott in einem Abendgottesdienst in der Birnbacher Kirche verabschiedet. Er möchte einen Neuanfang im Saarland wagen.

Pfarrer Hans-Jörg Ott mit Spezialitäten aus allen elf Ortsteilen Foto: Petra Stroh

Birnbach. Nach 19 Jahren Dienstzeit als Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Birnbach und 13 Jahren als „Skriba“ (2. Stellvertretender Superintendent) im Ev. Kirchenkreis Altenkirchen wurde Pfarrer Hans-Jörg Ott in einem Abendgottesdienst in der dafür fast zu kleinen Birnbacher Kirche verabschiedet. „Ich habe mich hier immer sehr wohlgefühlt“, betonte der Theologe, der noch einmal einen beruflichen Neuanfang wagen will und ab April in der Kirchengemeinde Wadern-Losheim (Saarland) seinen Dienst antritt.

In dem Gottesdienst, der musikalisch von Kirchen- und Posaunenchor und Organistin Angelika Schneider ausgestaltet wurde, „entpflichtete“ Superintendentin Andrea Aufderheide den Gemeindepfarrer und das Mitglied des Kreissynodalvorstandes von seinen bisherigen Aufgaben. Es sei gut, diesen Gottesdienst als „Atempause zwischen den Zeiten“ zu haben, unterstrich sie angesichts eines „Verabschiedungsmarathons“, der Umzugspflichten und der Blicke zurück und nach vorn. Aufderheide machte noch einmal aufmerksam auf die vielen Aufgaben, denen sich Pfarrer Ott neben seinem engagierten Gemeindedienst in Birnbach zusätzlich gewidmet hat. Ob im Leitungsgremium, bei der Notfallseelsorge oder im synodalen Bereich der Konfirmandenarbeit: stets habe Hans-Jörg Ott sich auch überregional eingesetzt und vieles vorangetrieben. Vor allem gelte dies auch für sein jahrelanges Wirken in der kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit.

Das „Evangelium öffentlich zu machen“ und es auf vielen - auch modernen - Wegen den Menschen nahe zu bringen, sei ihm ein besonderes Anliegen gewesen. Sie erinnerte daran, dass Birnbach die erste Gemeinde in der gesamten Evangelischen Kirche im Rheinland mit eigener Internetpräsenz gewesen sei. Dank seiner zahlreichen gestalteten Werke wie der „Wort-Bild-Marke“ des Kirchenkreises und seines fotografischen „Erbes“ blieben – so die Superintendentin - zahlreiche Spuren und die erinnernde Verbundenheit auch über den Abschiedstag hinaus bestehen.

Wie viel Anerkennung und Dank man dem gebürtigen Hessen, der nach seinen 19 Jahren in Rheinland-Pfalz nun künftig im Saarland, „aber immer noch in der rheinischen Kirche“, tätig sein wird, entgegenbrachte, wurde bei der anschließenden Feierstunde im Birnbacher Gemeindehaus deutlich.
Zahlreiche Weggefährten des Birnbacher Gemeindepfarrers hatten sich hier eingefunden. Der künftige Vorsitzende des Presbyteriums, Frank Schumann, leitete das „dankbare Erinnern“ ein. Die Kirchenband, der Hans-Jörg Ott als Gitarrist angehörte, verband die zahlreichen Reden mit passenden Rhythmen zum Mitsingen für alle.
Aus der Kollegenschaft, dem Kirchenkreis, den zahlreichen Gruppen und Kreisen, dem persönlichen Umfeld, aber auch aus den Reihen der heimischen Ortsbürgermeister, Grundschule, Kitas gab es vielfältige Dankesworte und viel Anerkennung für Geleistetes. Erinnerungsgeschenke zuhauf sollen dem „Noch-Westerwälder“ das Eingewöhnen im Saarland erleichtern.

Weitaus länger als seine beiden Amtsvorgänger habe Ott die Gemeinde mit seiner ihm eigenen Art, seinen bereichernden Predigten in ‚Freud und Leid’, seinem Mut Neues auszuprobieren und seinem nie erlahmenden Einsatz geprägt. Frank Schumann dankte im Namen des gemeindlichen Leitungsgremiums dafür und riet Ott, an seinem „Sprachfehler“ – einfach kein „Nein“ sagen zu können – vielleicht künftig doch mal zu arbeiten. Ein eigens geschriebenes Abschiedslied hatte das Presbyterium für seinen ehemaligen Pfarrer ebenso vorbereitet wie einen Riesengeschenkkorb mit Leckereien aus allen elf Orten/Ortsteilen, die die Kirchengemeinde bilden.

Die Gemeindepfarrstelle in Birnbach ist bereits ausgeschrieben und man erhofft sich eine Wiederbesetzung bis zum Herbst. Vakanzverwalter ist der Altenkirchen Pfarrer Werner Zeidler, die Gottesdienste der kommenden Monate werden hauptsächlich mit „gemeindeeigenen“ Prädikanten und der Unterstützung aus der Region gewährleistet. (PES)


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