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Nachricht vom 28.03.2014    

Jugendmedienschutz - Ein wichtiges Thema

Eine Intensivschulung bekamen alle sechsten Klassen der gemeinsamen Orientierungsstufe der Marion-Dönhoff Realschule plus und des Kopernikus-Gymnasiums zum Thema Datenschutz und dem sicheren Umgang mit dem Internet. Das Thema Apps und soziale Netzwerke mit all seinen nicht immer positiven Folgen gerade für junge Menschen kam auch zur Sprache.

Auf der Internetseite „youndata.de“ des Landes Rheinland-Pfalz informierten sich die Kinder über Onlineunternehmen, deren Datendiebstahl und wie man sich davor schützen kann. Fotos: Schule

Wissen. nd Im Auftrag der Jugendmedienbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz fand vom 24. bis 26. März an der Gemeinsamen Orientierungsstufe der Marion-Dönhoff-Realschule plus und des Kopernikus-Gymnasiums Wissen ein Workshop zum Thema Datenschutz statt.

Alle sechsten Klassen fanden sich für jeweils vier Stunden in einem der Computerräume ein, um sich ausführlich mit Datenschutz im Allgemeinen, besonders jedoch mit jenem im Internet auseinanderzusetzen.

Bereits die Einstiegsfragen ließen erkennen, dass es in dem Workshop um persönliche Daten der Schülerinnen und Schüler ging: Wofür ist Datenschutz im Allgemeinen gut und wer wird damit überhaupt geschützt? Was gehört alles zu unseren Daten als Privatperson und wie dürfen Schulen, Ämter und Versicherungen mit unseren Daten umgehen?
Ein Spiel sollte den Teilnehmern verdeutlichen, wie leichtfertig sie mit persönlichen Informationen und Vorlieben offen umgehen. Die Jugendmedienbeauftragte Michaela Weiss-Janssen warf Fragen, wie: „Wer ist männlich?“, „Wer mag Pizza?“, „Wer ist in einem sozialen Netzwerk angemeldet?“ oder „Wer ist Single?“ in den Raum – Fragen, die ohne Einspruch gerne von den Kindern beantwortet wurden, ohne darüber nachzudenken, was der Fragesteller mit den gegebenen Informationen alles anfangen kann.

Um den Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen, dass jedwede Daten von ihnen im Internet gespeichert werden, sollten diese in eine beliebige Suchmaschine ihren Namen oder einen Nickname eingeben, mit welchem sie sich regelmäßig in einem sozialen Netzwerk oder Ähnlichem anmelden. Das Ergebnis war für viele überraschend. Selbst Bilder, die von Schulkameraden oder Freunden außerhalb der Schule einmal online gestellt wurden, tauchten im Nu auf und sorgten für Verblüffung, zumal sie teilweise älteren Datums sind.

Weiss-Janssen erklärte in dem Zusammenhang, welche Konsequenzen das Einstellen persönlicher Daten oder Bilder im Internet für die Zukunft – etwa bei der Jobsuche – hat.
Abschließend bekamen die Kinder in Gruppen Aufgaben gestellt, mithilfe derer sie sich eingehend mit den Privatsphäre-Einstellungen in sozialen Netzwerken, bei Apps oder mit Identitätsmanagement im Allgemeinen auseinandersetzen sollten. Die Präsentation der Ergebnisse zeigte einige neue Erkenntnisse auf.

So zum Beispiel, dass nicht nur viel genutzte Apps auf Smartphones sämtliche Daten sammeln, diese speichern und zu Werbezwecken an sämtliche weitere ungewollte Unternehmen weiterleitet. Verschiedene Videovorstellungen verdeutlichten am Ende des Workshops den Missbrauch persönlicher Daten und vor allem die Wichtigkeit, wie vorsichtig und bedacht das Einstellen von Fotos und persönlichen Informationen an Computern und Handy vorgenommen werden muss.

„Wir dachten, wir wüssten schon alles, worauf wir im Internet achten müssen, aber es waren viele neue Informationen dabei, von denen wir noch nichts wussten“, so eine Kleingruppe der Klasse 6e nach Beendigung des Workshops.



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