Werbung

Region | - keine Angabe -


Nachricht vom 02.04.2014    

Einbrecher machen keinen Urlaub

Laut Kriminalstatistik ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Rheinland-Pfalz 2013 um 379 Fälle auf 5.858 gestiegen. Die Polizei warnt immer wieder vor Einbrechern und gibt Ratschläge, wie man sich am besten davor schützt. Trotzdem blenden Wohnungseigentümer die Gefahr eines Wohnungseinbruchs oft aus. Vor den Osterferien unternimmt das Landeskriminalamt erneut den Versuch, Hausbesitzer und Wohnungsinhaber zu sensibilisieren.

Das Landeskriminalamt befürchtet eine erneute Zunahme von Wohnungs- und Hauseinbrüchen in den bevorstehenden Osterferien.

„Bei mir wird schon nicht eingebrochen!“ oder: „Was ist bei mir schon zu holen?“ - solche und ähnliche Aussagen sind oft die Gründe für die Nachlässigkeit beim Einbruchschutz.

Ostern steht vor der Tür und viele nutzten die Feiertage, um in den Urlaub zu fahren. Während die Bewohner ihre Ferien genießen, nutzen Diebe die Urlaubszeit für Einbrüche in Wohnungen oder Eigenheime. Kein Licht, fehlende Fahrzeuge vor dem Haus und ein überquellender Briefkasten wirken wie eine Einladung für die Einbrecher. Sie schlagen vor allem dort zu, wo sie schnell und mit geringem Risiko zum Ziel kommen. Die Schwachstellen sind fast überall die gleichen: Meistens kommen die Diebe über die Terrassentür oder durch ein Fenster. Mit einfachem Werkzeug wie einem Schraubenzieher brauchen die Täter nur Sekunden, um sich Zutritt zu verschaffen.

Die Tatobjekte werden in der Regel so ausgewählt, dass die Täter den Tatort über eine gute Verkehrsanbindung schnell verlassen können. Dies lässt vermuten, dass die Wohngebiete vor der Tatbegehung überprüft werden. Die Aufklärung kann über das Internet (z.B. Google-Maps) erfolgen, aber auch direkt vor Ort durch die Täter selbst zu Fuß oder mit dem Pkw.

Rheinland-Pfalz liegt zudem verkehrsgünstig an der Hauptreiseroute der A 61. Aus kriminalgeografischer Sicht sind sowohl das Rheinland von Köln bis Koblenz, das Rhein-Main-Gebiet und das „Dreiländereck“ (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen) relevant.

In der Regel haben es die meist überregional agierenden Täter auf Bargeld, Schmuck und Elektrogeräte wie zum Beispiel Handys und Tablet-PCs, abgesehen. Diese Dinge sind leicht zu verstauen, unauffällig in einer Tasche oder einem Rucksack abzutransportieren und anschließend leicht zu verwerten.

Der Wohnungseinbruchdiebstahl zählt zu den schwer aufklärbaren Delikten. Selbst wenn eine Person mit Bargeld und Schmuck angetroffen wird, können diese Gegenstände gar nicht oder nur sehr schwer einem Einbruch zugeordnet werden.

Neben hohen materiellen Schäden und ideellen Verlusten entstehen meist auch psychische Beeinträchtigungen, die die Opfer oftmals im Alltag begleiten. Durch richtiges Verhalten und aufmerksame Nachbarn können Einbrüche verhindert werden.

Die wichtigsten Sicherheitstipps der Polizei lauten:
• Schließen Sie Ihre Eingangstür immer ab.
• Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren.
• Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster.
• Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen.
• Lassen Sie bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel niemals innen stecken.
• Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus.
• Achten Sie auf Fremde im Haus, auf dem Nachbargrundstück oder in Ihrer Wohngegend
• Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit.
• Wer seine Wohnung bei der Rückkehr nach Hause geplündert und womöglich verwüstet vorfindet, sollte sofort die Polizei informieren und bis diese eintrifft nichts anfassen. Blinder Aufräumaktionismus könnte mögliche Spuren verwischen.
• Die Konfrontation mit dem/den Täter/n ist aus Sicherheitsgründen zu vermeiden. Ziehen Sie sich still zurück und informieren Sie sofort die Polizei.
• Legen Sie eine Wertgegenstandsliste an und fotografieren Sie nach Möglichkeit Ihr Eigentum. Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) stellt Ihnen ein Muster für eine Wertgegenstandsliste zur Verfügung. Das Formular dient der vollständigen Erfassung und Beschreibung von Wertgegenständen. Es ist im Falle des Diebstahls oder Abhandenkommens wichtig für die Schadensabwicklung mit der Versicherung und für die Polizei eine Hilfe bei der Fahndung.

Neben sicherheitsbewusstem Verhalten können Sie bereits durch einfache bauliche und technische Maßnahmen das Einbruchsrisiko erheblich reduzieren. Die Statistik zeigt, oftmals bleibt es beim Einbruchsversuch, weil die Täter an technischen Sicherungen von Türen und Fenstern scheitern. Geben auch Sie Einbrechern gar nicht erst die Gelegenheit und lassen Sie sich individuell und fachkundig beraten. Die zuständigen polizeilichen Beratungsstellen in Koblenz, Trier, Kaiserslautern, Ludwigshafen oder Mainz helfen Ihnen gerne dabei.

Weitere Informationen rund um das Thema Einbruchschutz finden Sie auch im Internet unter: www.k-einbruch.de und www.polizei-beratung.de.



Kommentare zu: Einbrecher machen keinen Urlaub

Es sind bisher keine Kommentare vorhanden

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Polizei: Verletzte bei Unfall, Feuer und ein betrunkener Fahrer

Über verschiedene Vorfälle am Wochenende berichtet die Betzdorfer Polizei am Sonntagmorgen. Bei zwei Unfällen wurden die beteiligten Personen verletzt, darunter ein Fahrradfahrer. In Herdorf gab es ein Feuer am Bahnhof und mit ein 1,99 Promille unterwegs war ein Autofahrer.


Region, Artikel vom 14.12.2019

„Totmacher“ im Westerwald?

„Totmacher“ im Westerwald?

Der "Wildtierschutz Deutschland" bekämpft Drückjagden, weil Tiere dabei besonders leiden. Den Begriff „Totmacher“ entnehmen die Wildtierschützer der Ausgabe 1/2010 der Jägerzeitschrift „Wild und Hund“. Die Kritik der Tierschützer gilt besonders der am 7. Dezember auf der Montabaurer Höhe ausgeschriebenen Gemeinschaftsjagd, an der 110 Jäger für 150 Euro teilnehmen konnten. Das Forstamt Neuhäusel als Veranstalter wehrt sich gegen die nach seiner Meinung unsachgemäßen Anschuldigungen.


Schönsteiner Weihnachtsmarkt verzauberte wieder mit seinem Charme

Auch dieses Jahr verwandelte sich der Schlosshof Schönstein am dritten Adventswochenende wieder in einen stimmungsvollen, historischen Weihnachtsmarkt. Zum 27. Mal lud die Hatzfeld-Wildenburg´sche Verwaltung zu einem der romantischsten Weihnachtsmärkte der Region ein. Trotz starker Sturmböen am Samstagabend war der Schönsteiner Weihnachtsmarkt wieder sehr gut besucht.


Wissener Messdiener begleiteten Hochamt im Kölner Dom

16 Messdiener der Pfarrgemeinde Kreuzerhöhung Wissen hatten die große Ehre, das Kapitelsamt zum 2. Adventssonntag um 10 Uhr im Kölner Dom als Messdiener mit zu gestalten. Schon der feierliche Einzug durch den hohen Dom zu Köln war ein besonderer Moment für die Mädchen und Jungs im Alter von 9 bis 15 Jahren und ihre beiden Betreuer.


Altenkirchener VG-Rat trifft letzte Entscheidungen – und hinterfragt Krankenhaus-Standort

Der geplante Neubau des DRK-Krankenhauses Westerwald am "Standort 12 Bahnhof Hattert/Müschenbach", in das die Hospitäler Altenkirchen und Hachenburg zusammengelegt aufgehen sollen, ist im Verbandsgemeinderat Altenkirchen hinterfragt worden. So ganz glücklich schien das Gremium mit der Entscheidung der rheinland-pfälzischen Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), nicht zu sein.




Aktuelle Artikel aus Region


Gericht: Lärm durch Veranstaltungen in Mudersbach zumutbar

Mudersbach. In der im Jahr 2010 vom beklagten Landkreis Altenkirchen erteilten Baugenehmigung für die Mehrzweckhalle der ...

Umweltsünder entsorgen illegal Müll im Prachter Wald

Pracht. Am Wochenende wurden die Umweltsünder richtig aktiv. Innerhalb von zwei Stunden wurden zwei Sammelstellen von Kanister ...

„FLY & HELP Jubiläumsgala“ ermöglicht 20 neue Schulen

Köln/Kroppach. Fast 1.000 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Prominenz zeigten sich äußerst spendabel. Die Stiftung FLY & ...

Schönsteiner Weihnachtsmarkt verzauberte wieder mit seinem Charme

Wissen-Schönstein. Selbst orkanartige Zustände und eisiger Dauerregen am frühen Samstagabend hielten die Menschen nicht davon ...

Vorweihnachtliche Bescherung für krebskranke Kinder

Betzdorf/Köln. Die Spendenaktion wurde auch in diesem Jahr wieder durch den Ortsverband Betzdorf-Kirchen des Deutschen Kinderschutzbundes ...

Wissener Messdiener begleiteten Hochamt im Kölner Dom

Wissen/Köln. Im Rahmen des feierlichen Hochamts verrichteten sie ihren Dienst am Hauptaltar des Doms und nahmen ihre Plätze ...

Weitere Artikel


Tagesfahrten zu Landesgartenschauen

Altenkirchen. Die Landesgartenschauen in Nordrhein-Westfalen und in Hessen sind passend zum Frühlingsbeginn das Ziel von ...

Helmut Ermert verabschiedet

Kirchen. „Diese Entscheidung ist mir, wie ihr euch vorstellen könnt, nicht leicht gefallen.“ Mit diesen Worten eröffnete ...

26 Pflegeplätze für Suchtkranke

Birken-Honigsessen. Suchtkrankheit ist keine Frage des Alters. Als die Anfragen nach Pflegeplätzen für suchtkranke Senioren ...

IHK Koblenz gegen Gesetz für Mindestlohn

„Die Große Koalition schafft mit der aktuellen Ausgestaltung des Mindestlohns eindeutig falsche und folgenreiche Verlockungen. ...

Kandidatur von Ralf Hippert jetzt offiziell

Flammersfeld. Der von allen Fraktionen im Verbandsgemeinderat Flammersfeld mitgetragene Bürgermeisterkandidat Ralf Hippert ...

Schüleraustausch erneut ein voller Erfolg

Betzdorf. Nach einer siebenstündigen Anreise über den Flughafen Dortmund wurden die deutschen Teilnehmer herzlich von den ...

Werbung