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Nachricht vom 03.04.2014    

Bilder einer ungewöhnlichen Schülerreise

Schülerinnen und Schüler der Ruanda-AG am Kopernikus-Gymnasium Wissen veranstalteten einen Bilder- und Vortragsabend im Kulturwerk Wissen, berichteten von ihren Eindrücken und Erfahrungen ihrer Reise nach Ruanda und boten selbstgefertigte afrikanische Spezialitäten an. Die Jugendlichen wurden dabei von Ruanda-Engagierten des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums aus Betzdorf unterstützt.

Ihnen gehörte am Ende einer interessanten Bilderreise der Applaus. Fotos: Manfred Hundhausen

Wissen. Seit 1990 besteht eine Partnerschaft zwischen dem Wissener Gymnasium und dem „Centre Scolaire Cyivugiza“ im Nordwesten Ruandas. Nachdem der Kontakt zwischen den Schulen in den letzten zwei Jahren wieder intensiviert werden konnte, war es Anfang dieses Jahres erstmals möglich, eine Schülerreise in das rheinland-pfälzische Partnerland zu realisieren. Unter dem Motto „KGW goes Ruanda“ hieß der nächste Schritt „Ruanda, here we come“. Ein harter Kern gründete die Ruanda AG. Am Ende entschieden sich sieben Schüler für das Abenteuer „Afrika“ und gingen als Ruanda-Pioniere in die Geschichte des KGW ein.

Sarah Fassbender vom Kopernikus Gymnasium Wissen begrüßte Friedhelm Steiger, den 1. Beigeordneten der Verbandsgemeinde in Vertretung für Bürgermeister Michael Wagener, MdL Michael Wäschenbach (CDU), Michael Nieden vom Partnerschaftsverein aus Mainz, Dr. Henning Bläsig, den 1. Vorsitzenden der Ruandahilfe Hachenburg und Brigitte Herold, ehemalige Lehrerin am KGW und Begründerin der Schulpartnerschaft mit Ruanda.

„Die zweijährige Vorbereitung der Begegnungsreise war für alle äußerst spannend und hin und wieder auch schwierig, so das der Song von Xavier Naidoo, „Dieser Weg wird kein leichter sein“, sehr oft zutraf“, so Sarah Fassbender. Sie dankte besonders dem Kollegen Winfried Möller-Rosenbaum für die Unterstützung dieses Projektes in allen Lebenslagen und auch der Reisebegleiterin aus Ruanda, Marie Claire, und bat Michael Nieden, dies an Marie und das Partnerschaftsbüro in Kigali weiterzuleiten.

Möller-Rosenbaum berichtete den aufmerksamen Zuhörern in eindrucksvollen Worten und Bildern über „Land und Leute“ in Ruanda. Unter dem Motto „Wenn jemand eine Reise tut, dann kann man was erzählen“, gab Möller seine Eindrücke zum Besten.
Fasziniert von der in verschiedenen Grüntönen und rotbraunen erscheinenden Landschaft und den dort freundlichen aber auch neugierigen lebenden Menschen, die Fremde immer mit „Hallo Muzungu“ (Hallo Weißer) begrüßten, schilderte Möller seine Erlebnisse der Reise.
Er empfahl Interessierten eine Radtour durch Ruanda, um noch einen besseren Eindruck von diesem schönen Land zu bekommen, als mit einer Busreise. „Im Landesinneren herrscht oft Ratlosigkeit beim Anblick weißer Menschen, manche machten sich gar ernsthaft Gedanken um den Gesundheitszustand der Weißen“, schilderte Möller.
Das Leben der Menschen in Ruanda, spiele sich hauptsächlich auf der Straße ab, war die allgemeine Meinung der an der Reise beteiligten Schüler. Über Kigali - der Hauptstadt Ruandas, auch die sauberste Hauptstadt Afrikas genannt, konnten Louisa Walkenbach und Janine Henn vom KGW ihre Eindrücke dokumentieren.
Sie zeigten sich sehr beeindruckt vom Unterschied zwischen Stadt- und Landleben.
Sie konnten neue Projekte wie „Never again Ruanda“ und „Hope for Ruanda“ kennenlernen.

„20 Jahre Genozid“ hieß der Beitrag von Josia Wirth und Tom David Klein vom Freiherr-vom-Stein Gymnasium Betzdorf. Sie waren bei ihrer Berichterstattung noch immer bewegt von dem Kontakt an den Schauplätzen und Gedenkstätten des Völkermordes in Ruanda. Die Gedenkstätten beinhalten Massengräber mit fast 250.000 Menschen. „Es war ein mulmiges Gefühl für uns junge Leute, an diesen Orten zu verweilen, da in der Gedenkstätte Murambi auch mumifizierte Leichen ausgestellt werden“, berichteten die beiden Schüler, noch sichtlich beeindruckt von diesem Besuch.

„Cyivugiza – Die Partnerschule des KGW“, Paulina Breiderhoff und Nele Wichtmann KGW erzählten von ihren Begegnungen mit den Menschen im Partnerschaftsbüro in Kigali. Besonders die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Ruander blieb ihnen in guter Erinnerung. Der Kontakt mit Aids infizierten und taubstummen Kindern wird ihnen eine bleibende Erinnerung sein.

Von der Faszination der „Nationalparks – Nyungwe, Virunga, Akagera“ waren Lukas Murkowski und Thomas Wasner vom Freiherr-vom-Stein Gymnasium Betzdorf
sehr angetan und schwärmten von der Vielfalt der Landschaften und von „leicht beschwerlichen Wanderungen“ in den Parks, die teils bis zur totalen körperlichen Erschöpfung führten.

Sarah Fassbender bedankte sich bei allen Mitwirkenden des gelungenen Abends und wies auch dankbar auf die finanzielle Förderung des Landes Rheinland-Pfalz, der Verbandsgemeinde Wissen und die Unterstützung durch Firmen und Privatpersonen aus Wissen hin. Dankesworte gingen auch an die Wissener Eigenart für die Bewirtung und an Dominik Weitershagen für die Unterstützung durch das Kulturwerk.
Die nächste Begegnung ist in diesem Herbst geplant, eventuell gemeinsam mit dem Freiherr-vom-Stein Gymnasium Betzdorf.

Mit Muramukel und Murabeho! In der Landessprache Ruandas Kinyarwanda (Gute Nacht und auf Wiedersehen) verabschiedete Sarah Fassbender die vom Vortrag beeindruckten fast 100 Gäste. (PHW)


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