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Nachricht vom 08.04.2014    

Bereitschaftsdienstzentrale wird gut angenommen

Die dritte Bereitschaftsdienstzentrale im Kreis Altenkirchen am DRK-Krankenhaus ging Ende des letzten Jahres in Betrieb. CDU-Politiker informierten sich jetzt kürzlich in der neuen Einrichtung.

Informationsbesuch im BDZ, von links: CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Torsten Löhr, Beigeordneter Heinz Düber, MdL Dr. Peter Enders, Arthelferin Simone Oettgen, Landrat Michael Lieber, die BDZ-Leiter Rainer Sommer und Sebastian Schiffgens sowie Dr. Karl-Heiner Nöllgen, stellv. Obmann der Kreisärzteschaft.

Altenkirchen. Seit Ende 2013 ist die Bereitschaftsdienstzentrale (BDZ) am DRK-Krankenhaus in Altenkirchen im Betrieb. Sie ist Teil der flächendeckenden Versorgung mit BDZs gemäß der Bereitschaftsdienstordnung der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz.
Mit der dritten BDZ im Kreis - in Kirchen und Wissen waren Bereitschaftsdientzentralen bereits vorher in Betrieb - soll sichergestellt werden, dass Patienten außerhalb der Praxis-Öffnungszeiten der niedergelassenen Ärzte eine adäquate Versorgung erhalten.

Gemeinsam mit dem stellvertretenden Obmann der Kreisärzteschaft, Dr. Karl-Heiner Nöllgen, und Landrat Michael Lieber besuchte der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Peter Enders die Altenkirchener Bereitschaftsdienstzentrale. Außerdem informierten sich CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Torsten Löhr und Heinz Düber, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Altenkirchen.

Die erfreuliche Nachricht für die Politiker: „Die Bereitschaftsdienstzentrale wird gut angenommen“, so die Wertung des BDZ-Leiters Rainer Sommer und seines Stellvertreters Sebastian Schiffgens, beide Allgemeinmediziner in Horhausen. Enders, der auch gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion ist, wies darauf hin, dass es immer schwieriger werde, junge Ärzte für eine Praxis auf dem Land zu gewinnen, nicht zuletzt weil sie aufgrund der Verpflichtung, zu jeder Zeit die ambulante Versorgung sicherzustellen, eine hohe Zahl an Bereitschaftsdiensten leisten müssten. Diese Verpflichtung nehme mit der Einrichtung von Bereitschaftsdienstzentralen landesweit spürbar ab, für die ein niedergelassener Arzt einmal monatlich den Dienst übernehmen müsse. Früher habe der Bereitschaftsdient in der Regel wöchentlich im Kalender gestanden.



Knapp 1400 Patienten, so berichteten Sommer und Schiffgens, hätten die Bereitschaftdienstzentrale in Altenkirchen seit Januar in Anspruch genommen, deren Versorgungsgebiet rund 63.000 Bewohner den Verbandsgemeinden Altenkirchen, Flammersfeld, Puderbach, Asbach und Hachenburg umfasst. Die BDZ hält einen Anwesenheitsdienst („Sitzdienst“) und einen Fahrdienst bereit, außerdem ist stets eine qualifizierte nicht-ärztliche Fachkraft im Dienst. „Durch die Anbindung an das Krankenhaus haben wir die Möglichkeit, dessen Einrichtungen, beispielsweise für die Diagnostik, zu nutzen“, erklärte Karl-Heiner Nöllgen.

Allerdings: Lebensbedrohliche Notfälle fallen nicht in die Zuständigkeit der BDZ, hier sei die Integrierte Rettungsleitstelle Montabaur über den Notruf 112 zu informieren. In der Praxis habe es sich bewährt, so Arthelferin Simone Oettgen, dass man für Patienten, die mit entsprechender Einschätzung anrufen, unmittelbar die Leitstelle informiere. Umgekehrt verweise die Rettungsleitstelle Anrufer, die eigentlich den Bereitschaftsdienst benötigen, an die jeweiligen BDZs, die über die bundesweit einheitliche Servicerufnummer 116117 erreichbar sind.

Die Bereitschaftsdienstzentrale am Altenkirchener DRK-Krankenhaus ist montags, dienstags und donnerstags jeweils von 19 Uhr bis 7 Uhr am folgenden Tag erreichbar, mittwochs von 14 Uhr bis 7 Uhr am Donnerstag sowie freitags von 16 Uhr und dann über das Wochenende durchgehend bis 7 Uhr am darauffolgenden Montag. An Brücken- und Feiertagen ist die BDZ ebenfalls durchgehend besetzt.


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