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Nachricht vom 30.05.2008 - 11:12 Uhr    

Über Verkehrsprojekte diskutiert

Um Verkehrsprojekte ging es bei einem gemeinsamen Besuche der Bundestagsabgeordneten Sabine Bätzing und des Landtagsabgeordneten Dr. Matthias Krell beim Landesbetrieb Mobilität in Diez.

Kreis Altenkirchen/Diez. In Diez informierten sich MdB Sabine Bätzing und MdL Dr. Matthias Krell in der nach der Neustrukturierung des Landesbetriebs Mobilität (LBM) zuständigen Stelle über den aktuellen Stand verkehrlicher Baumaßnahmen im Kreis Altenkirchen. Amtsleiter Heinz-Peter Uhrmacher warb in diesem Zusammenhang auch für Verständnis, wenn im Zuge der Neustrukturierung noch nicht immer alles so reibungslos laufen könnte, wie man es sich seitens der Landesbehörde wünschen würde.
Im Vordergrund des Gesprächs standen die Bundesstraßen im Kreis Altenkirchen sowie Verkehrsprojekte im Oberkreis des Landkreises. Im Grundsatz machten die heimischen Abgeordneten deutlich, dass sie die Strategie des rheinland-pfälzischen Verkehrsministers Hendrik Hering, sich an konkret realisierbaren Maßnahmen zu orientieren, vollends unterstützen. Darum erteilten Bätzing und Krell Überlegungen, wie sie etwa hinsichtlich der WW-Autobahn geführt wurden, eine klare Absage. Solche Diskussionen führten von den Realitäten weg, statt sie zu verbessern.
Eine Verkehrsader von zentraler Bedeutung für den Kreis Altenkirchen stellt eine gut ausgebaute Ost-West-Verbindung dar. Allerdings sind die Bundesstraßen 8 und 414, die diese Tangente bilden, nicht in der Verfassung, dass sie optimal ihrer Bedeutung gerecht werden können. "Hier muss durch zeitnahen Ausbau auf Dreispurigkeit an geeigneten Stellen der Verkehrsfluss verbessert werden. Es ist natürlich so, dass vier Spuren noch mehr Entlastung bringen könnten. Aber wenn wir eine schnellere Erleichterung durch die Erweiterung der beiden Bundesstraßen auf drei Spuren erreichen, so müssen wir einer solchen Maßnahme Vorrang einräumen", erklärte Bätzing, die zudem auf die für die Kreisstadt wichtige Verbindung der B 256 zur Autobahn an der Kreisgrenze in Willroth aufmerksam machte. Auch diese Verkehrsanbindung müsse leistungsfähiger werden. Dass die fehlende Ortsumgehung Uckerath im angrenzenden Nordrhein-Westfalen als Nadelöhr der wichtigen Ost-West-Tangente anzusehen ist, darin bestand bei den Gesprächspartnern Übereinstimmung.
Die entscheidende Anbindung des Kreises Altenkirchen an das Siegerland stellt die B 62 dar. Nach Bekunden der Behörden aus Nordrhein-Westfalen wird noch in diesem Jahr mit dem Weiterbau der Hüttentalstraße (HTS) begonnen, die den Verkehrsfluss deutlich beschleunigen wird. In diesem Zusammenhang lobten Bätzing und Krell das vorbildliche Arbeiten des LBM, denn von rheinland-pfälzischer Seite seien die Hausaufgaben zügig erledigt worden. "Wir hoffen sehr, dass die Aussagen aus Nordrhein-Westfalen nun auch tatsächlich umgesetzt werden", betonte Krell, der sich mehrfach für den Weiterbau der HTS, zuletzt gemeinsam mit Sabine Bätzing, eingesetzt hatte.
Bei der erhofften Realisierung der HTS werde es zu einer stärkeren Belastung der B 62 kommen. Die Planungen für eine Umgehung Mudersbach stecken allerdings noch in den Kinderschuhen. Bätzing unterstrich, dass sie sich massiv dafür einsetzen werde, dass die Ortsumgehung Mudersbach, auch bei einer Aktualisierung des Bundesverkehrswegeplans, im vordringlichen Bedarf bleibe, damit die Planung daran fortgesetzt werden könnten. Konsens bestand bei den Gesprächspartnern darin, dass die gegenwärtige Trasse der B 62 in einem ordnungsgemäßen Zustand erhalten werden müsse. Amtsleiter Uhrmacher verdeutlichte, dass seine Behörde einen besonderen Blick auf die problematischen Stellen der B 62 habe.
Ein weiterer neuralgischer Punkt stellt die Verkehrssituation in Betzdorf dar. Mit der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für die Umgehung Betzdorf und Alsdorf sei man zwar ein Stück weiter. Allerdings müssen die Haushaltsmittel für die sehr aufwendige Maßnahme (50 Mio. Euro) noch in die Finanzplanung eingestellt werden und eine Abschätzung, wann tatsächlich Baurecht geschaffen werden kann, ist derzeit nicht möglich, so die realistische Einschätzung der beiden SPD-Abgeordneten. Darum unterstrich Krell nochmals, dass auch hier das Prinzip gelten müsse, Projekte, die zeitnah umsetzbar seien, anzugehen. Darum betonte er, wie wichtig aus seiner Sicht der Bau des so genannten Hellerkreisels sei. Dadurch würde die problematische Situation an der Hellerbrücke deutlich entschärft und der Verkehrsfluss enorm erhöht. Krell machte in diesem Zusammenhang aber auch klar: "Die Umgehung Betzdorf dürfen wir dabei keinesfalls aus den Augen verlieren."
Abschließend standen Verkehrsprojekte in der Verbandsgemeinde Daaden in der Diskussion, denen sich Krell in den letzten Monaten gewidmet hatte. Sehr erfreut zeigten sich Bätzing und Krell darüber, dass bei der Zufahrt zum Gewerbegebiet Derschen, der K 109, nun die Planung vergeben werden konnte. Der Ortsdurchfahrt Emmerzhausen will sich der LBM noch im Laufe dieses Jahres annehmen. Allerdings stehen nach Heinz-Peter Uhrmacher hier noch genaue Untersuchungen zur Beschaffenheit des Straßenuntergrundes aus, die es erst ermöglichen, die Ursache der Risse in der Straßendecke zu beurteilen.
Die Planungen für die Ortszufahrt Niederdreisbach sind weit fortgeschritten. Hier galt es, nicht nur eine neue Brücke zu planen, sondern auch zwei Bachläufe, die Bahnlinie, die auf unterschiedlichem Höhenniveau zu demjenigen der Straße ist, sowie weitere Einmündungen, die bedacht werden mussten, in diesem Projekt aufeinander abzustimmen. Die Umsetzung dieser komplexen Ausgangslage durch die Bauingenieure des LBM in der nun vorliegenden Planung beeindruckte die heimischen Abgeordneten außerordentlich. Krell will sich nun dafür einsetzen, dass die Maßnahme im Investitionsplan des kommenden Doppelhaushaltes des Landes berücksichtigt wird.



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