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Nachricht vom 14.04.2014    

Unternehmen Thomas Magnete GmbH weiter im Aufwind

Um sich ein Bild vom aktuellen Zustand des Unternehmens zu verschaffen, besuchten Landrat Michael Lieber, Bürgermeister Uwe Erner sowie Oliver Schrei von der WFG des Kreises Altenkirchen und seine Mitarbeiterin Jennifer Kothe kürzlich das Unternehmen Thomas Magnete GmbH in Herdorf.

Landrat Michael Lieber, Dietrich Thomas (Vorsitzender der Geschäftsführung Thomas Magnete GmbH), Oliver Schrei (Geschäftsführer WFG) und Bürgermeister Uwe Erner beim Betriebsbesuch. (Foto: pr)

Herdorf. Vorsorgemäßig mit partikelfreien Kitteln und Schuhen bekleidet haben sich Landrat Michael Lieber, Bürgermeister Uwe Erner sowie Oliver Schrei von der WFG des Kreises Altenkirchen und seine Mitarbeiterin Jennifer Kothe bei einem Besuch des Unternehmens Thomas Magnete GmbH in Herdorf durch den Betrieb führen lassen.

Die Thomas Magnete GmbH ist ein seit 1962 bestehendes Familienunternehmen und beschäftigt insgesamt 450 Mitarbeiter, von denen 430 am Stammsitz in Herdorf tätig sind. Daneben gibt es noch Standorte in den USA, in Schweden, Russland, China und Korea. Der Gesamtumsatz in 2013 belief sich auf 95 Millionen Euro. Diese wurden zu 75 Prozent durch Exporte erwirtschaftet.

Die Thomas Magnete GmbH stellt elektromechanische und fluidische Aktoriksysteme für die Automobilindustrie und die Mobilhydraulik her. Zu dem Produktportfolio gehören neben der Entwicklung und Fertigung von Schalt- und Proportionalmagneten und -ventilen für Motoren und Getriebe auch Dosier- und Förderpumpen für das Abgas- und Thermomanagement. Das Unternehmen ist Zulieferer für alle deutschen Premium-Fahrzeughersteller.

Die Krise im Jahr 2009 hatte auch vor der Thomas Magnete GmbH nicht halt gemacht. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen befand sich Thomas Magnete jedoch schon nach nur einem Jahr wieder auf Vorkrisenniveau. Diese positive Entwicklung verdankt das Unternehmen nicht zuletzt der eigenen Überzeugung, dass auch während einer Krise weiter in die Entwicklung neuer Produkte investiert werden muss. So konnte auf den der Krise folgenden Aufschwung bestens reagiert werden. Im Herbst 2013 kam der Absatz so richtig in Schwung und bescherte dem Unternehmen ein gutes Jahr.

Durch die neuen Anwendungen für den jüngsten Automobilkunden wurde ein Wachstum von über 15 Prozent erzielt. „Unser Können hat sich herumgesprochen und so steckt mittlerweile in vielen Otto- und Dieselmotoren auch ein Stück Thomas Magnete“, verrät der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dietrich Thomas.

Für 2014 rechnet man mit weiteren zehn Prozent Zuwachs, da neue Entwicklungsprojekte und neue Produkte das Wachstum sichern. Für die nächsten zwei bis drei Jahre hat das Unternehmen als Alleinlieferant in seinem Kernbereich daher gute Aussichten.

Dennoch wird auch das Unternehmen Thomas Magnete mit aktuellen Problemen konfrontiert. So wird es immer schwieriger, gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bekommen. Das Herdorfer Unternehmen wappnet sich gegen den drohenden Fachkräftemangel nicht zuletzt durch Schulpatenschaften mit unterschiedlichen Schulen. Hieraus resultierten Schulpraktika, Klassenführungen und die Teilnahme an Ausbildungs-Messen mit eigenen Ständen.

„Wir freuen uns über den vorbildlichen Ansatz des Unternehmens, frühzeitig neue Mitarbeiter in den Betrieb zu holen, um das Ausscheiden älterer Kollegen zu kompensieren und damit dem Verlust von betrieblichem Knowhow entgegenzusteuern. In diesem Zusammenhang ist die hohe Ausbildungsbereitschaft des Unternehmens besonders lobenswert“, so Landrat Michael Lieber. Das Ziel von Thomas Magnete ist es, kurzfristig einen Auszubildendenanteil von zehn Prozent zu erreichen. Momentan sind bis zu 40 Auszubildende im Unternehmen beschäftigt, vor allem im Bereich Mechatronik.

„Das Unternehmen Thomas ist ein Familienunternehmen, das als attraktiver Arbeitgeber überregional bekannt ist“, so Bürgermeister Erner. Anerkennung erntet das Unternehmen durch das Top Employers Institute, das Thomas Magnete als Top Arbeitgeber Automotive nach 2013 erneut in 2014 zertifizierte. Bei der Besetzung von Arbeitsplätzen im Bereich der Montage erhält die Thomas Magnete GmbH bis zu 100 Prozent Initiativ-Bewerbungen. Nicht ganz so leicht gestaltet sich hingegen die Gewinnung des akademischen Nachwuchses. Hier setzt man insbesondere auf die Nähe zur Universität Siegen.

Angesprochen wurde auch die schwierige infrastrukturelle Lage. Während das Breitbandnetz relativ gut ausgebaut ist und für ein ausreichend schnelles Internet sorgt, wird der Handyempfang als schlecht bezeichnet. Die Thomas Magnete GmbH hat sich bereits mit eigenem Funksender auf dem Dach Abhilfe geschaffen, dennoch besteht hier noch Aufholbedarf. Daneben wird vor allem die Verkehrssituation als schwierig erachtet. Die Autobahn 45 ist zwar in relativer Nähe, um jedoch bis zum Standort in Herdorf zu gelangen, müssen einige Strapazen aufgenommen werden. Hier wäre eine schnellere Anbindung wünschenswert.


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