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Nachricht vom 17.04.2014    

Landesjägertag 2015 in Altenkirchen

Bei der Jahrestagung des Hegerings Altenkirchen überraschte Hegeringleiter Franz Kick die Anwesenden mit der Nachricht, das im Jahr 2015 der Landesjägertag in der Kreisstadt Altenkirchen stattfinden wird. Die Vorstandswahlen brachten keine Änderung, einstimmig erfolgte die Wiederwahl.

Hegeringleiter Franz Kick (links) ehrte erfolgreiche Jäger und treue Mitglieder der Bläsergruppe. Neben ihm Lorenz Spahr (Revier Leuzbach); Benedikt Börgerding, Erleger des Gold-Bocks; Frank Fischer (Revier Mammelzen/Sörth); Hans Gerd Hasselbach (Revier Oberwambach); Rainer Lock, zehn Jahre Bläsergruppe und Karl-Heinz Schmidt, 25 Jahre Mitglied der Bläsergruppe. Foto: Klaus Holl

Fluterschen. Die Top-Nachricht hatte sich Hegeringleiter Franz Kick für den Schluss der Jahrestagung des Hegerings Altenkirchen im Landgasthof Koch in Fluterschen aufgehoben: Der Landesjägertag 2015 wird in Altenkirchen stattfinden. Am 23. und 24. April nächsten Jahres ist der Landesjagdverband mit seiner großen repräsentativen Veranstaltung Gast in der Westerwälder Kreisstadt. Tagungsort ist das Hotel Glockenspitze.

In der landesweiten Veranstaltung auf heimischem Boden sieht Kick eine ehrende Aufgabe für den Hegering und die ganze Kreisgruppe Altenkirchen als Ausrichter. Die Versammlung traute dem bisherigen Vorstand das Gelingen offenbar zu, denn das amtierende Quartett wurde einstimmig erneut gewählt.

Hegeringleiter bleibt Franz Kick, sein Stellvertreter und Obmann für jagdliches Brauchtum bleibt Rainer Zeuner, Schriftführer ist weiterhin Klaus Holl und Jörg Strehlow wird als Schießobmann tätig bleiben. Der gleichfalls einstimmig neu in den Vorstand gewählte Benedikt Börgerding übernimmt als frische Kraft das Amt des Kassierers von Rainer Zeuner. Manfred Fischer wurde neben Matthias Schieweck als weiterer Kassenprüfer gewählt. Vertreter ist Walter Schüler.

Jörg Strehlow berichtete von Aktivitäten im Schießstand Johannistal und Besuchen auswärtiger Anlagen. Insbesondere das Schießkino Polch stieß auf großes Interesse. Rainer Zeuner freute sich über zwei neue ausgebildete Aktive in der Bläsergruppe, die zudem mit drei Damen bezüglich Frauenquote gut dasteht. Er zeigte sich denn auch "rundherum zufrieden".

In seinem Bericht aus dem Veterinäramt berichtete Zeuner von erfreulichem Einsatz beim Fuchs-Monitoring. Bei der Beprobung der Wildschweine gab es für die zahlreichen Einsendungen sogar ein ausdrückliches Lob vom Landesuntersuchungsamt. Drei Kreise betreiben zur Trichinenbeprobung ein gemeinsames Labor in Diez, das dazu beitragen soll, die Kosten im Griff zu halten. Kalkuliert wurden 17,50 Euro pro Probe, wobei im Kreis derzeit noch 12,60 Euro erhoben werden. Immerhin gegenüber den fünf Euro aus Wildkammer-Zeiten ein deutlicher Sprung.

Gegen die in Polen aufgetretene afrikanische Schweinepest gibt es keine Impfung. Sollte sie hier auftreten, erwartet der Hegeringleiter ein dramatisches Einknicken der Population: "Es dürfte kaum noch Überlebende geben". In Bayern ist Tuberkulose vom Rotwild auf Rinder übertragen worden. Untersuchungen von sieben Ställen im Kreis Altenkirchen blieben ohne Befund. Bei Wildschweinen wurde die TB in einem Fall festgestellt.

Rainer Walkenbach von der unteren Jagdbehörde informierte über starke Schälschäden durch Rotwild im Hegering Daaden. Aus diesem Grund wurden auch acht (bisher geschonte) beidseitige Kronenhirsche zum Abschuss freigegeben, was die jagdlichen Aktivitäten spürbar erhöhte. Walkenbach führte dies auf die bisherige Angst vor einem Fehlabschuss zurück. Sieben Jagdpachtverträge wurden für nichtig erklärt, weil keine parzellengenauen Karten der Reviere vorlagen. "Der Textmarker genügt nicht mehr", bemerkte Walkenbach.

Bisher wurden im Kreis zwei Anträge mit dem Ziel gestellt, Flächen aus der Bejagung herauszunehmen. Hier sieht Walkenbach als Hintergrund auch Querelen um Hochsitz-Standorte. Er stellte klar, dass für jagdliche Einrichtungen das Einverständnis der Grundeigentümer erforderlich ist. In einem Drittel der 170 Reviere im Kreis wurde bisher der Wildschaden finanziell gedeckelt. Wo nicht, sind deutliche Rückgänge bei der Pacht zu verzeichnen. Zurzeit gibt es unter den 900 Jägern im Kreis 81 Frauen - Tendenz steigend.

Dem Gehörn eines Rehbocks, den Benedikt Börgerding im Revier Altenkirchen erlegte, wurde von der Jury die Goldmedaille des Jagdjahres 13/14 zuerkannt. Silber ging in das Revier Mammelzen/Sörth, wo Harald Sasserath erfolgreich war. Den Bronze-Bock erlegte Dirk Klein im Revier Oberwambach. Den stärksten Keiler streckte Gero Heinemann im Revier Leuzbach (Altenkirchen II).

Für 25-jährige Mitgliedschaft in der Bläsergruppe wurde Karl-Heinz Schmidt geehrt. Zehn Jahre dabei sind Rainer Lock und Harald Grisse. (ho)


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