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Nachricht vom 25.04.2014    

Frühlings-Keltenfest in Kirchen am 1. Mai in Kirchen

Das nun vorgestellte Programm für das Frühlings-Keltenfest am 1. Mai klingt interessant. Aber eigentlich sollte die Veranstaltung des Vereins „Wir in Kirchen“ am Druidenstein stattfinden. Weshalb klappte das nicht? Und was hat sich der noch junge Verein noch vorgenommen für die Zukunft? Am 1. Mai findet das Frühlings- und Keltenfest auf dem Rathausplatz in Kirchen statt.

Stellten das Frühlings- und Keltenfest vor, Tanja Jung, Daniela Klein (kommissarische Schriftführerin), Janina Jung und Wilfried Becker (kommissarischer stellv. Vorsitzender), Michaela Stötzel (Vorsitzende), Buchautor und „Kräuterdruide“ Ronald Füllbrandt. Foto: Daniel Pirker

Kirchen.
Es hätte durchaus zum Veranstaltungsthema des Vereins „Wir in Kirchen“ gepasst: Ein Keltenmarkt am Druidenstein in Herkersdorf. Schließlich hatten die Kelten auf dem Basaltkegel eine Opferstätte errichtet, so zumindest die Sage, die sich um den „Herkersdorfer Köppel“ rangt.
Und außerdem: „Der Druidenstein ist ein Pfund mit dem man wuchern kann“, betonte der kommissarische stellvertretende Vorsitzende des jungen Vereins,Wilfried Becker, auf einem Pressetreffen. Nun wird die Veranstaltung zwar stattfinden am 1. Mai, aber eben nicht am Druidenstein. Der Verein musste auf dem Kirchener Rathausplatz ausweichen.
Damit sei eine Chance vertan worden, sagte Becker. Letztlich scheiterte es laut ihm an „mangelnder Dialogbereitschaft“. Von der Stadt Kirchen hätte man zwar große Unterstützung erfahren – aber im Weg sei letztlich die Herkersdorfer Waldgenossenschaft gestanden, die der Besitzer der Parzelle um den Druidenstein ist.
Im nachträglichen Gespräch mit dem AK-Kurier erläuterte der Vorsitzende der Genossenschaft, Wolfgang Schmidt, die Bedenken, die zur Ablehnung führten: Der Knackpunkt war demnach die Haftpflicht. Die Genossenschaft sah sich außer Stande, diese Verantwortung alleine zu schultern und die Gemeinde Kirchen wollte hier ebenfalls nicht komplett einspringen. „Das ist ein ziemlich brisantes Thema.“ Auch auf die Waldbrandgefahr wies Schmidt hin. Die Genossenschaft zahle schon viel Geld für die Waldbrandversicherung.
Daneben würde es an einem Wasseranschluss fehlen. Zwar sei ein Brunnen vor Ort, aber der sei stillgelegt und hätte eh nicht ausgereicht für eine solche Veranstaltung.

Und überdies: Die relativ kleine Genossenschaft sorge seit langem dafür, dass es im Waldgebiet „schön bleibt“. Zwar sei der enorme Publikumsverkehr nicht generell abzulehnen. „Wir haben aber große Probleme mit der allgemeinen Nutzung.“ Über das Gebiet führten bereits drei Wanderwege, ein vierter soll folgen. Sorgen bereiteten mittlerweile auch Motorrad- und Quadfahrer sowie Pferde, die die Wanderwege zerstörten.
Und wenn die Genossenschaft eine solche Veranstaltung wie einen Keltenmarkt zuließe, öffnete man „Tür und Tor“ – was nicht zu verantworten sei. Schließlich sei nicht klar gewesen, mit wie vielen Besuchern man zu rechnen habe.

Seine Bedenken habe Schmidt bereits bei einem Ortstermin im Herbst letzten Jahres den Vertretern von „Wir in Kirchen“ dargelegt und später dann schriftlich. Von „mangelnder Dialogbereitschaft“ könne also keine Rede sein.

„Diese ganzen Probleme wären lösbar gewesen“, sagte Wilfried Becker indes auf dem Pressetreffen von „Wir in Kirchen“. Erstmal ist der Druidenstein aber vom Tisch als Veranstaltungsort.

Am 1. Mai findet nun ein Frühlings-Keltenfest auf dem Rathausvorplatz statt. Um 11 Uhr wird ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert, danach beginnt dann gegen Mittag die Veranstaltung. 18 Stände werden sich den Besuchern anbieten, erklärte die Vorsitzende von „Wir in Kirchen“, Michaela Stötzel. Unter anderem werden Dinkelpizza oder Thüringer Bratwurst verkauft. Auch könne man selbst hergestellte Waffen erwerben oder Silberschmuck, Körnerkissen und Marmeladen.

Daneben kommen auch die Kinder auf ihre Kosten: Für sie wird es Schmink- und Bastelangebote geben, ein Naturmemory oder die Möglichkeit Kühe zu melken. Die Kinderbuchautorin Julia Franke wird zudem über den ganzen Tag verteilt Keltenmärchen vorlesen.
Interessant verspricht das Angebot von Ronald Füllbrandt zu werden, Kräuterexperte oder wie er sich selbst nennt: „Kräuterdruide“.
Er wird heimische Wildkräuter vorstellen und demonstrieren, wie man Speisen aus ihnen zubereitet oder verfeinert. Beispielsweise darf man darauf gespannt sein, wie der „Kräuterdruide“ mit frischen Kräutern Bierteig verfeinert, Kaffee mahlt und aufbrüht, Waldmeisterlimonade herstellt oder live vorführt, wie mit heimischen Gewürzen Salate aufgepeppt werden können. Immerhin seien Wildkräuter viel intensiver im Geschmack.

„Wir in Kirchen“ gab auch einen Ausblick auf die große Veranstaltung für den 1. Mai des kommenden Jahres: Über die freie evangelische Kirchengemeinde Halver will der Verein eine begehbare Arche aufbauen, eventuell unter der Siegbrücke, zwischen Kaufland und Bowlingcenter oder auf dem Parkdeck. Noch könne man sich hier aber nur unter Vorbehalt zu äußern, erklärte die Vorsitzende Stötzel. Man warte noch auf die Genehmigung. Und für 2016 sei wieder ein Keltenmarkt angedacht. Die Hoffnung auf den Druidenstein als Veranstaltungsort habe man da noch nicht aufgegeben.

Hoffnung macht sich der mittlerweile 28 Mitglieder starke Verein auch weiterhin die Vernetzung der Vereine in Kirchen voranzutreiben. Es gestalte sich sehr schwierig, andere Vereine mit ins Boot zu nehmen, wie Stötzel erklärte. Sie vermutete Ängste der Gruppierungen. Daher wolle man sich noch mal als Plattform vorstellen. Beim letzten gemeinsamen Treffen waren zehn Vereine anwesend. Noch seien keine Vereine Mitglied bei „Wir in Kirchen“.

Auch will man sich verstärkt um Jugendliche kümmern. Für sie und junge Familien kann sich die neue junge kommissarische Schriftführerin, Daniela Klein, einen Ort mit entsprechender Betreuung vorstellen. Denn momentan gebe es ja nicht soviel, was in Kirchen in diese Richtung angeboten werde. (ddp)


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Kommentare zu: Frühlings-Keltenfest in Kirchen am 1. Mai in Kirchen

1 Kommentar
Es ist nicht richtig, wenn der Vorsitzende der Genossenschaft mit der fehlenden Versicherung argumentiert. Für uns war es selbstverständlich eine derartige Versicherung abzuschließen. Darüber hinaus bleibt festzuhalten, das dieses nationale Geotop der Allgmeinheit gehört, auch wenn die Genossensachaft der Pächter ist. Es kann doch nicht sein, das sie darüber befinden, wer dort was veranstaltet. Der Musikverein Herkersdorf ist ihnen genehm, also dürfen s, unsere Nasen passt ihm nicht, also dürfen wir nicht. Das kan so nicht funktionieren.
#1 von Wilfried Becker, am 27.04.2014 um 17:15 Uhr

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