Werbung

Nachricht vom 25.04.2014    

Wölfe im Westerwald - Es wird ermittelt

(Aktualisiert) Dr. Frank Wörner, Sachverständiger des Landes Rheinland-Pfalz für Wölfe und Luchse, aus Gebhardshain teilte nach Sichtung der Fotoaufnahmen mit: Es sind keine Wölfe, die da in der Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Koblenz und der Polizeiwache Wissen zu sehen sind. Der AK-Kurier erreichte Dr. Wörner am frühen Freitagabend.

Foto: Polizei

Wissen/Mudenbach. Diese Polizeimeldung sorgte für Furore bei allen Medien: Eine Beobachtung der besonderen Art machte eine 34-jährige Frau aus Wissen am Donnerstag, 24. April, gegen 21 Uhr auf der K 9 zwischen Mudenbach und Borod. Plötzlich bemerkte sie einen Wolf im Scheinwerferlicht. Geistesgegenwärtig nahm sie ihr Handy und „schoss“ mehrere Bilder. Anschließend informierte sie die Polizeiwache Wissen. Durch die Polizeiwache wurde Kontakt mit der „Gesellschaft für Haustierforschung“ (Wolfswinkel) aufgenommen.
Nach deren Angaben handelt es sich tatsächlich um einen männlichen europäischen Grauwolf. Insgesamt sieben Rudel seien in der vergangenen Zeit in den neuen Bundesländern angesiedelt worden. Anscheinend begeben sich die Tiere westwärts.
Die Tiere seien äußerst scheu und in der Regel für Menschen ungefährlich.
Auf einem Bild ist neben dem Grauwolf ein weiteres Tier zu erkennen. Hierbei könnte es sich um einen sogenannten „Timber-Wolf“ handeln.
Ob es sich um freilebende Tiere handelt oder sie evtl. ausgebrochen sind, wird derzeit noch ermittelt. Soweit die Polizeimeldung.

Fakten und Recherchen:
Dr. Frank Wörner, der offiziell für das Monitoring zum Thema Wolf und Luchs im nördlichen Rheinland-Pfalz zuständig ist, war zwischenzeitlich bei der Polizei in Wissen. Er hat sich das Material gründlich angeschaut.
"Rechts im Bild ist ein Hund, er trägt sogar ein Halsband. Links, das Tier im Scheinwerferlicht lässt sich nicht einwandfrei identifizieren. Ich kann ausschließen, dass es ein Wolf ist, vermutlich gehört das Tier zu einer wolfshundähnlichen Rasse und die beiden Tiere streunen umher", so der Experte.

"Ein Grauwolf ist es nicht, und die Vermutung, das andere Tier könnte ein "Timber-Wolf" sein, ist falsch. Timber-Wölfe haben keine Schlappohren und tragen keine Halsbänder, außerdem leben sie nicht in Europa, sondern in Alaska und im Norden Kanadas, sagte Dr. Wörner.

Zur Pressemeldung der Behörden und den dort untergebrachten Darstellungen wollte er sich nicht äußern. Kritisch sieht der Wolfsexperte diese Art der Berichte schon, denn ohne genaue Prüfung der Fakten geraten die Menschen immer wieder in unsachliche Diskussionen zum Thema Wolf. Dass die Wölfe auf leisen Sohlen wieder in ihre ehemaligen Gebiete zurück kehren, langsam neue Rudel aufbauen in dem waldreichen Land - das ist Fakt. Helga Wienand-Schmidt


Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Wissen auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
 


Kommentare zu: Wölfe im Westerwald - Es wird ermittelt

2 Kommentare
Im übrigen irrt die Polizeimeldung.
Es wurde in Deutschland zu keiner Zeit und an keinem Ort "Wölfe ANGESIEDELT".
Die Besiedelung erfolgt(e) natürlich.
#2 von rudi, am 29.04.2014 um 13:04 Uhr
*lol* na klar, typisch für den "Kleinen Grauwolf" ist dass er Menschen nahe kommt und sich einen Labrador(Mix) als Gefährten sucht. Der kann nämlich nicht nur gut schwimmen sondern ist ein begabter Spürhund der mühelos auf 200m alte Wurstreste im Hausmüll aufspürt. Und wenn der "Wolf" mal nix sieht oder ne Behinderung hat, kann sein Kumpel die Zeitung reinholen, Socken in die Waschmaschine tun etc.....;) Aber mal im Ernst, es ist traurig dass 2 Hunde einfach so rumstreunen! Hoffe sie werden nicht überfahren und man kümmert sich drum den Tieren zu helfen anstatt sensationsgeil Fotos zu machen!
#1 von Melli, am 27.04.2014 um 08:11 Uhr

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Gebhardshainer Alten- und Pflegeheim von Coronavirus betroffen

Im Gebhardshainer Alten- und Pflegeheim St. Vinzenzhaus gibt es aktuell drei nachgewiesene Covid-19-Fälle: Zunächst wurden am Dienstag, 7. April, zwei Mitarbeiter des Hauses positiv getestet, mittlerweile liegt auch ein positiver Test eines Bewohners vor, der im Krankenhaus Kirchen behandelt wird. Darüber informiert die Kreisverwaltung aktuell.


72 Infektionen im Kreis – 45 Frauen und Männer geheilt

Seit Montag, 6. April, ist lediglich ein neuer Fall einer Corona-Infektion im Kreis Altenkirchen hinzugekommen. Mittlerweile gelten 45 Personen als geheilt. Landrat Dr. Peter Enders appelliert besonders im Hinblick auf das bevorstehende Oster-Wochenende an die Bevölkerung.


Motorradfahrer bei Unfall auf der L 269 schwer verletzt

Auf der Landesstraße 269 ist es am Dienstag, 7. April, gegen 14.40 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit einem Motorrad gekommen. Der Fahrer befuhr die L 269 zwischen Oberlahr und Burglahr. Durch eine Unachtsamkeit ereignete sich nach Aussage der Polizei der folgenschweren Unfall.


Region, Artikel vom 07.04.2020

Rathausstraße in Wissen wegen Umbau gesperrt

Rathausstraße in Wissen wegen Umbau gesperrt

Nach der großen Sorge vor der Baustelle und den damit verbundenen Umsatzeinbußen erscheint nun durch die Corona-Pandemie die Baustelle in der Wissener Rathausstraße völlig in den Hintergrund gerückt. Das marode Abwassersystem lässt aber keinen Aufschub zu, so Stadtbürgermeister Berno Neuhoff.


Pflegedienst-Mitarbeiter: Die ständige Angst vor der Ansteckung

Die Angst ist allgegenwärtig, die Angst, sich mit dem Corona-Virus bei der Ausübung des Berufes anzustecken: Mit dieser Gefahr ständig konfrontiert sehen sich auch die Mitarbeiter der Pflegedienste aus der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, wenn sie ihre Patienten aufsuchen.




Aktuelle Artikel aus Region


LVM-Versicherungsagentur auch in Krisenzeiten für Kunden da

Unsere Autorin im Gespräch mit Manfred Kern zur aktuellen Situation:

Wie und wann hat die Corona-Krise Sie in Ihrer ...

Klara hat ein großes Herz für Tiere und sammelt für Zoo Neuwied

Neuwied. In schweren Zeiten muss man etwas tun dachte sich die fünfjährige Klara Steinebach aus Oberbieber und wurde gemeinsam ...

Villa Kunterbunt in Wissen: Kindergarten in Zeiten von Corona

Auch für die wenigen Kinder, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen, gestaltet sich der KiTa-Alltag ganz anders als gewohnt; ...

VG Altenkirchen-Flammersfeld startet Vereinekonferenz

Altenkirchen/Flammersfeld. Die Vereine stehen vor großen Herausforderungen:

- Nachwuchsprobleme,
- Fehlende finanzielle ...

Bestell- und Abholservice evangelischen Bücherei in Hamm

Hamm. Das geht folgendermaßen: Im Foyer des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses gibt es eine Station, an der entliehene Medien abgelegt ...

Kinderschutzbund: Willkommensgeschenke statt -besuche

Altenkirchen. Kleine Geschenke und vor allem die Informationen zu den ersten Entwicklungsjahren des Kindes sind für viele ...

Weitere Artikel


Der "Hellerblick" soll am 18. Mai fertig sein

Betzdorf.Das Ehrenamtsprojekt der Aktionsgemeinschaft Betzdorf e.V., der „Hellerblick“,nimmt dank fleißiger Helfer allmählich ...

Maifest in Brunken

BBrunken. Sein traditionelles Maifest veranstaltet der Musikverein Brunken wieder im und ums Musikhaus. Mit Maibaumstellen ...

Saisonabschluss wird gefeiert

Wissen. Über 70 Skiläufer erlebten eine fantastische Skifreizeit in Zell am See.
Über 30 cm Neuschnee verhalfen den Teilnehmer ...

Sciurevelt und Nodenbrath feierten 1100. Geburtstag

Scheuerfeld. Um 18 läuteten die Glocken der St. Franziskus Kirche in Scheuerfeld und die der „Johannes Bosco“ Kirche in Wallmenroth ...

Piraten stellen Kandidatenliste vor

Kreis Altenkirchen. Nach längeren Diskussionen wurde vom Vorstand des Kreisverbandes Altenkirchen der Piratenpartei Deutschland ...

Frühlings-Keltenfest in Kirchen am 1. Mai in Kirchen

Kirchen.
Es hätte durchaus zum Veranstaltungsthema des Vereins „Wir in Kirchen“ gepasst: Ein Keltenmarkt am Druidenstein ...

Werbung