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Nachricht vom 28.04.2014    

Heiligsprechung der Päpste auf Concordia gefeiert

Rom platze aus allen Nähten, die Heiligsprechung zweier Päpste gab es in der Geschichte des Katholizismus bislang noch niemals zuvor. Nach Herdorf-Dermbach reisten viele hundert Gläubige zur Begegnungsstätte Concordia an, zumeist mit polnischen Wurzeln, um das Fest der Heiligsprechung gemeinsam zu feiern. Im Mittelpunkt stand Papst Johannes Paul II. und die besonderen regionalen Facetten. Reliquien und ein besonderes Gemälde erfuhren die Würdigung.

Prälat Stanislaw Budyn, Pfarrer Domian Lewinski und andere feierten mit hunderten Gläubigen einen festlichen Gottesdienst auf Concordia. Fotos: anna

Herdorf. Es war ein mediales Großereignis, die Heiligsprechung der beiden Päpste Johannes Paul II. und Johannes XXIII. durch den amtierenden Papst Franziskus. Millionen Menschen weltweit schauten sich die Übertragung der Feierlichkeiten auf Bildschirmen und Leinwänden an und auch in der Begegnungsstätte Haus Concordia waren mehrere hundert gläubige Katholiken, vorwiegend polnischer Herkunft zusammen gekommen, um das Fest der Heiligsprechung, besonders „ihres“ Papstes zu feiern.

Schon im Jahr 2009 widmete das Christliche Zentrum zur Förderung der polnischen Sprache, Kultur und Tradition das Haus Concordia dem Papst Johannes Paul II. Seit dem steht eine überlebensgroße Figur des Papstes auf dem Außengelände der Anlage. Die in der Begegnungsstätte zusammen gekommenen Gläubigen sahen sich am Vormittag zuerst die Feierlichkeiten von Rom gemeinsam an, um mittags dann mit Prälat ks. Stanislaw Budyn, dem Delegat der Deutschen Bischofskonferenz für die polnische Seelsorge, eine Heilige Messe zu feiern.
Der Prälat bezeichnete das Ereignis in Rom als etwas Außergewöhnliches in der katholischen Kirche. Beide Päpste hätten in ihren Amtszeiten viel Gutes für die Kirche und die Menschen bewegt. So sei Papst Johannes Paul II. (der von den Polen besonders verehrt wird) auch an der Wiedervereinigung Deutschlands beteiligt gewesen. Er unterzeichnete den Versöhnungsbrief der Polnischen Bischöfe an ihre deutschen Kollegen, welcher maßgeblich zur Aussöhnung der Völker beigetragen hat.

Prälat Budyn erinnerte an die zahlreichen Pilgerreisen des Papstes, dessen Einsatz für die Jugend, die Kranken und Armen. Neben dem Kernthema des Tages, der Heiligsprechung der beiden Päpste, standen im Gottesdienst auf der Concordia ein Gemälde und einige Reliquien im Mittelpunkt. Das Gemälde zeigt den auferstandenen Jesus, aus dessen Herz Blut und Wasser strömen, es trägt den Titel „Barmherzigkeit Gottes“.
Das Original wurde in den 1930er Jahren von Schwester Faustina in Vilnius gemalt, die dazu in einem Tagebuch ihre Gedanken zur Lehre der Barmherzigkeit niederschrieb. Das Bild und der dazugehörige Text waren jedoch über lange Zeit in Polen verboten. Erst im Jahre 2002 bestätigte der Vatikan, nach einer theologischen Untersuchung, offiziell, dass die Lehre keine Fehler enthielt.

Danach wurde das Bild weltweit bekannt und ein Maler aus Krakau fertigte eigens für die Begegnungsstätte Concordia eine Kopie. Diese soll mit den Reliquien von Schwester Faustina, Papst Johannes Paul II. und dem Heiligen Michael Sopocko von Dermbach aus auf Reisen gehen und die polnischen Gemeinden Deutschlands besuchen. Nächste Station wird Siegen sein und in etwa eineinhalb bis zwei Jahren kehren das Bild und die Reliquien wieder zur Concordia zurück.

Anlässlich des besonderen Gottesdienstes kam erstmals ein Messkelch zum Einsatz, der ein persönliches Geschenk von Papst Johannes Paul II. war. Außerdem hatte Schwester Andrea, welche mehrere Jahre ihren Dienst auf der Concordia versah und vielen Menschen der Stadt in bester Erinnerung ist, eine Kerze gestiftet, die während der Messe brannte. Ein Kinderchor aus Mainz und eine Jugendband aus Remagen beteiligten sich an der Gestaltung des Gottesdienstes, der überwiegend in polnischer Sprache gehalten wurde.
Im Rahmen eines Andachtsnachmittages wurde erstmals ein Lied gesungen, welches der Komponist Kayn Leimin eigens für Papst Johannes Paul II. geschrieben hat. Die Besucher der Begegnungsstätte hatten wieder weite Reisen auf sich genommen, aus Köln, Essen, Duisburg und anderen Städten, sogar aus Hamburg waren sie angereist um trotz schlechten Wetters die Freiluftveranstaltung in Dermbach zu besuchen. (anna)


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