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Nachricht vom 29.04.2014 - 08:36 Uhr    

City-Kids nennen sich jetzt Aktive Jugend Betzdorf

Der neu gegründete Jugendstammtisch in Betzdorf, den die City-Kids ins Leben riefen, beschloss auch die Namensänderung. Die Gruppe nennt sich jetzt "Aktive Jugend Betzdorf", heißt es in einer Pressemitteilung. Sie wollen weiterhin das Ziel verfolgen, in Betzdorf ein Jugendparlament zu installieren.

Sie nennen sich jetzt "Aktive Jugend Betzdorf". Foto: pr

Betzdorf. Die „Betzdorfer City-Kids“ sind Geschichte. Im Rahmen des Jugendstammtischs im „oos Betzdorf“ wurde die „Aktive Jugend Betzdorf“ aus der Taufe gehoben. Auf die neue Bezeichnung einigten sich die Gründungsmitglieder des Jugendstammtisches Nadia Gottfried, Paul Ruckes, Leon Schmitt und Michel Winkel.

Auf längere Sicht soll eine politische Gruppierung entstehen, die dann bei den Kommunalwahlen in fünf Jahren antreten wird. Bis dahin aber wollen die jungen Leute sich regelmäßig treffen und sich austauschen, neue Ideen einbringen und auch beharrlich an dem Ziel weiterarbeiten, in Betzdorf das von ihnen bereits im November 2011 angeregte Jugendparlament zu installieren. Andere Gemeinden seien diesbezüglich bereits wesentlich weiter als Betzdorf.

Eine weitere die Jugend betreffende Thematik ist die Freizeitgestaltung. In Betzdorf gibt es nach Meinung der Jugendlichen zu wenige Plätze, wo man sich ungestört aufhalten und chillen kann. Die Idee, dass auf dem Brachgelände am Gerberplatz eine Mini-Kletterwand und eine Grünfläche mit Anpflanzungen entstehen soll, fanden die Jugendlichen zwar grundsätzlich gut, hielten aber den Kostenansatz von 50.000 Euro dafür für übertrieben hoch. Auch wurde bemängelt, dass die Jugendlichen bei der Planung solcher Vorhaben nicht mit einbezogen werden. Wenn etwas für eine bestimmte Gruppierung geplant werden soll, sollte man auch die Wünsche und Meinungen der jeweiligen Klientel berücksichtigen, meinen die Jugendlichen.

Angesprochen wurde auch das Phänomen, dass viele Jugendliche am Wochenende zu Diskotheken in Freudenberg oder Siegen fahren, obwohl es in Betzdorf eine erst mit hohem Aufwand umgestaltete Diskothek gibt. Ataman Hosnut und das neue Geschäftsführerduo des Clubs 360° Dennis Henkel und Christian Stinner standen den Jugendlichen deshalb geduldig Rede und Antwort. Es fand ein reger Meinungsaustausch statt. Die Jugendlichen waren von der Offenheit, die Ataman Hosnut an den Tag legte sehr angetan und zeigten sich zudem überrascht, dass Wünsche nach dem Einsatz bestimmter DJ´s und Gruppen auf viel Gegenliebe stießen und sogar schon gebucht sind. Man einigte sich, in Kontakt zu bleiben und für bestimmte Events im Betzdorfer Club zu werben.
Zu den weiteren Themen des Nachmittags zählten auch die Schulwegsicherung und der Zustand der Betzdorfer Kinderspielplätze. So wurde angeregt, die Kinderspielplätze in Betzdorf in Augenschein zu nehmen. Einige bedürften dringender Instandsetzungsmaßnahmen. Paul Ruckes schlug vor, ein Grundgutachten erstellen und die Kosten für die Instandsetzung ermitteln zu lassen. Zudem sei es zu überlegen, ähnlich wie beim Hellerblick, auf Ehrenamtsbasis erforderliche Ausbesserungen durchzuführen. Entsprechende Anträge sollen an den Stadtrat gerichtet werden.
Weil sich die Jugendlichen vor fast drei Jahren erfolglos an Bürgermeister Bernd Brato gewandt hatten und dieser ihr Vorbringen nicht ernst genommen habe, verfassten die Jugendlichen eine Petition an den rheinland-pfälzischen Landtag.

Das nächste Treffen der Jugendlichen ist am 2. Mai im „oos Betzdorf“. Zum Jugendstammtisch sind alle politisch interessierten Jugendlichen ab 12 Jahren eingeladen. Start ist um 15 Uhr.

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Kommentare zu: City-Kids nennen sich jetzt Aktive Jugend Betzdorf

7 Kommentare

Als Neuzugezogener in der Region Betzdorf muss ich sagen, dass ich derartige Aktivitäten sehr positiv finde. Bedauerlich ist die Erfahrung mit dem Bürgermeister. Aber die Reaktion darauf zeugt wiederum von politischem Verstand und Courage. Solche Leute brauchen wir in Deutschland. Schön zu wissen, dass man sie gleich "um die Ecke" findet. Wenn ich darf, würde ich mich gerne mal dazu gesellen und hospitieren. Ich könnte auch den einen oder anderen Tipp geben.
#7 von Klaus Wehner, am 07.05.2014 um 13:28 Uhr
Ich melde mich auchmal zu Wort. Eigentlich mache ich so etwas gar nicht. Wirklich, es ist das erste Mal. Aber eine Aktion wie die Jugendlichen in Betzdorf sie angegangen sind, finde ich sehr gut. Das muss gesagt werden. Was den Bürgermeister angeht wird wohl eine Diszilpinierung unweigerlich folgen müssen, denn das Geschilderte ist ein schweres Dienstvergehen. Aber das geht mich nichts an, sollen die verantwortlichen Vorgesetzten darüber entscheiden. Den jungen Betzdorfern wünsche ich gutes Gelingen und viel Erfolg in fünf Jahren!
#6 von J. Pfeiffer, am 02.05.2014 um 19:33 Uhr
Au weia. Ich habe heute in einer Zeitung gelesen, dass der Betzdorfer Bürgermeister seinen eingeschlagegen Weg unbeirrt weitergehen will. Daas würde ja unter Bezug auf den obigen Artikel bedeuten: weiter die Jugend außen vor lassen und weiter Eingaben blocken...
Armes Deutschland, armes Betzdorf.

#5 von Christian A., am 30.04.2014 um 07:44 Uhr
Nur nicht aufregen, Herr Zöller. Es ist schon genug geredet und geschrieben worden. Wenn die Jugendlichen mit der aus meiner Sicht verständlichen Eingabe Erfolg haben, wird sich Herr Brato ohnehin warm anziehen müssen. Es geht hier schließlich nicht um eine Lapalie.
Aber das war nicht der Grund meiner Wortmeldung. Die Umbenennung war meiner Meinung nach schon lange fällig. "Kids" sind die Heranwachsenden zweifelsohne nicht mehr. Was die jungen Menschen jetzt machen ist tatsächlich der Einstieg in eine verantwortungsvolle Politik. Da gibt es nichts zu meckern. Alles, was ich bisher dazu gelesen habe, ist einfach nur gut. Ich wünsche es mir, dass noch mehr Jugendliche so aktiv sind, wie die Betzdorfer "Aktive Jugend". Ich kann nur die Daumen drücken und viel Erfolg wünschen. Gute Sache!
#4 von Andreas W., am 29.04.2014 um 18:12 Uhr
Mal wieder taucht der Name Brato auf. Ich bin wirklich bis zur Halskrause sauer auf diesen Mann. Wie kann er es sich erlauben Kinder als Menschen zweiter Klasse zu behandeln. Wenn sich ein Bürger an einen Bürgermeister oder den Rat wendet, dann hat dieser auch Anspruch auf Antowrt. Alles andere ist einfach nur schlechter Stil.
Wenn die Jugendlichen in ein paar Jahren selbst eine Quasi-Partei gegründet haben und zur Wahl antreten, dann rächt sich manches, denke ich.
#3 von Karl-Heinz Zöller, am 29.04.2014 um 16:14 Uhr
Es macht Freude zu sehen, das sich Jugendliche auch politisch engagieren. Dafür meine Hochachtung. Was die jungen Leute sich vorgenommen haben: alle Achtung! Das Problem mit dem Bürgermeister ist traurig. So etwas darf nicht passieren. Ich hoffe, dass die Jugendlichen Erfolg mit ihrer Petition haben werden.
Für das Ziel, dem Jugendparlament, wünsche ich viel Glück. Das dürfte ja eigentlich kein Problem sein, so etwas auf die Beine zu stellen. Natürlich muss der Rat und vor allem der Bürgermeister dem Engagemnt junger Menschen gegenüber offen sein. Es wäre für Herrn Brato peinlich, wenn er sich wieder sträubt. Jugend ist unsere Zukunft. Ihr gebührt der notwendige Respekt. Das hat Herr Brato eigentlich versemmelt. Sehr schade.

#2 von Regina Diedershagen, am 29.04.2014 um 11:05 Uhr
Die Gruppe ist ja wirklich einmalig. Es ist zu wünschen, dass man von diesen jugnen Leuten noch viel hört. So viel Engagement habe ich schon lange nicht mehr bei Gruppen junger Menschen erlebt. Ich drücke der AJB (so wird sich das Ganze wohl irgendwann abkürzen und in den Köpfen der Leute verankert sein?) ganz fest die Daumen, dass es endlich mit einem Jugendparlament in Betzdorf klappt. Es stimmt, dass andere Gemeinden hier schon längst vorgeprescht sind. Wenn der Bürgermeister nicht mitspielt gibts andere Wege eine Eingabe durchzusetzen. Das mit der Petition ist gutes Recht und nachdem was wohl (nicht) passiert ist ein notwendiges Übel. So etwas darf eigentlich dar nicht vorkommen. Das könnte ein unangenehmes Nachspiel für den Bürgermeister haben. Glückwunsch an die aktiven Jugendlichen in Betzdorf.
#1 von Juliane E., am 29.04.2014 um 09:45 Uhr

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