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Nachricht vom 01.05.2014    

Kooperationsvereinbarung Schule und Wirtschaft geschlossen

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde eine neue Kooperationsvereinbarung mit der Kreissparkasse Altenkirchen und der Kleusberg GmbH & Co.KG, Wissen für das Berufliche Gymnasium Wirtschaft an der BBS Wissen unterzeichnet. Ziel ist eine praxisorientierte Ausbildung der Abiturienten und die Sicherung der Fachkräfte in der Region.

Freuen sich über die neue Kooperationsvereinbarung, von links: Peter Wilking, Reinhold Krämer, Dr. Andreas Reingen, Thorsten Höfer, Hubert Kleusberg, Oliver Rohrbach. Foto: Manfred Hundhausen

Wissen. Am Dienstag, 29. April fand in der BBS Wissen eine Kick-Off-Veranstaltung zum Kooperationsprojekt der Kreissparkasse Altenkirchen und der Kleusberg GmbH & Co.KG mit Vertretern beider Firmen und der BBS, im Bereich des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft, statt.

Mit einem Zitat von Goethe begrüßte Schulleiter Reinhold Krämer die Gäste. „Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun“. Krämer freute sich auch vier ehemalige Schüler der BBS Wissen begrüßen zu dürfen, Dr. Andreas Reingen, Sebastian Boketta, Torsten Höfer und Ingo Etzbach.

Dieser Vertrag sei eine wichtige Orientierung für Schule und Wirtschaft. Er dankte allen Projektverantwortlichen, besonders Wilking, Boketta und Etzbach für die Kontakte und für ihr Engagement in dieser Kooperationsvereinbarung
Die Rede von Krämer endete mit einem weiteren Zitat von Goethe: „Niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat“.

Peter Wilking gab den Anwesenden einen Überblick über das Berufsbildende Schulsystem und seiner Komplexität. Unter dem Dach der BBS sei neben der Berufsschule eine ganze Reihe von Schulformen vereint, die zu beruflichen und allgemein bildenden Abschlüssen führten. Die Förderung von Kompetenzen sei der Anspruch des beruflichen Gymnasiums, die zur Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit oder eines Studiums befähigten. Dafür wurden die Lehrpläne kompetenzorientiert gestaltet. Eine zielführende Unterrichtsgestaltung erfordere dabei die Verknüpfung mit der Praxis.
Er freue sich mit der Firma Kleusberg und der Kreissparkasse Altenkirchen zwei regional ansässige Unternehmen für diese Kooperation gewonnen zu haben. Er verwies auf die Teilnahme beider Firmen beim jährlichen „Markt der Möglichkeiten“, an dem Schüler und Betriebe Kontakte knüpfen können, einem praktischen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region.

Wilking sieht die BBS durch die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages auf dem besten Wege den zukünftigen Abiturientinnen und Abiturienten alles mitzugeben, was sie zur erfolgreichen Aufnahme einer Berufsausbildung oder eines Studiums befähigt - je nach Interessenlage. Auch er dankte noch einmal den Herren Boketta und Etzbach, die besonders unter seinen Begehrlichkeiten zu leiden gehabt hätten.

Als ehemaliger Schüler der BBS Wissen hatte Dr. Andreas Reingen nicht die beste Erinnerung an die BBS. „Da es damals noch keinen Blockunterricht gab“, erklärte Reingen, „mussten wir auch samstags zur BBS gehen, dadurch wurde die Freizeit doch erheblich eingeschränkt“. Die KSK bildet zur Zeit 24 Lehrlinge aus. Dr. Reingen hob die Bedeutung des deutschen Schulsystems hervor, für das man im Ausland beneidet werde und betonte, es sei außerordentlich wichtig diese Qualität zu sichern und zu erhalten. Er fand die Unterzeichnung der Patenschaft als wichtig für die KSK und sehe dies auch als öffentlichen Auftrag.

Er dankte Ingo Etzbach für sein Engagement in dieser Angelegenheit der die ersten Kontakte in 2013 knüpfte und verwies auf zwei ausstehende Termine: 6. Mai: Besuch der KSK Hauptstelle in Altenkirchen und am 14. Mai: Besuch einer Projektwoche in der BBS Wissen. „In diesem offenen System sind Ideen immer willkommen“, sagte Reingen. Auch er beendete seine Rede mit einem Zitat, allerdings von Benjamin Franklin: "Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen".

Der Chef der Firma Kleusberg, Hubert Kleusberg stellte mit ein paar imponierenden Zahlen seine in Deutschland mit fünf Standorten bestehende Firma, den größten Hersteller mobiler Immobilien mit einem Jahresumsatz von 120 Millionen Euro, vor.
Die Standorte in der VG Wissen, Wisserhof und Frankenthal werden zukünftig durch einen 3. Standort, der Grube Eupel in Niederhövels erweitert. Nach einer Sondierung und etwaigen nötigen Abrissen von dort befindlichen Hallen, soll der Betrieb 2015 aufgenommen werden.
„Die Ausbildung der Firma Kleusberg hat eine lange Tradition“, so Kleusberg, „seit 65 Jahren haben wir etwa 250 junge Menschen ausgebildet“. „Einige von Ihnen sind noch heute in unserem Betrieb tätig“.
Ziel ist es die Ausbildungsquote von derzeit 8 Prozent zukünftig auf 15 Prozent zu steigern. Er verwies auch auf die gute Zusammenarbeit u.a. mit der Universität Siegen und der HTW Leipzig. Kontakte für eine weitere Zusammenarbeit gebe es momentan mit der FH Köln und dem Campus in Gummersbach. Seit 2011 bietet man ein duales Studium an.
„Den Schülern soll mit einem frühen Einblick in die Firmen die Berufswahl erleichtert werden und dadurch einem Wegzug von Fachkräften entgegengewirkt werden“, erläuterte Hubert Kleusberg. Er freue sich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit der BBS.

Oliver Rohrbach, der die IHK Koblenz im Kreis Altenkirchen vertritt, erinnerte an die schwindende Schülerzahl und die dadurch zukünftig fehlenden Fachkräfte.
„Diese Vereinbarung von heute ist eine Brücke zwischen Theorie und Praxis“, sagte Rohrbach und wünschte den Verantwortlichen lebendige Kooperation und viel Erfolg.

Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung erfolgte durch die Geschäftsführer Torsten Höfer, Hubert Kleusberg, Dr. Andreas Reingen, und Schulleiter Reinhold Krämer von der BBS Wissen. Der Vertrag ist zunächst unbefristet. (PHW)


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