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Nachricht vom 04.05.2014 - 07:45 Uhr    

Info-Besuch bei der Walter Patz GmbH

Zu einem Informationsbesuchen kamen SPD-Landespoltiker auf Einladung der örtlichen Sozialdemokraten nach Mudersbach, und schauten sich die Walter Patz GmbH an. Insbesondere die Verkehrsprobleme des Unternehmens fordern ein schnelle Lösung.

Die SPD-Politiker um Landtagsfraktionssprecher Hendrik Hering (links) besichtigten auch den neuen Hallenanbau der Firma Walter Patz GmbH in Mudersbach. Foto: pr

Mudersbach. Die Firma Walter Patz GmbH in der Mudersbacher Bahnhofstraße besuchte jetzt auf Einladung des Landtagsabgeordneten Thorsten Wehner der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Hendrik Hering. Die Initiative zur Gesprächsrunde war von den Mudersbacher Sozialdemokraten um Fraktionssprecher Karl-Heinz Haepp und den Ortsvereinsvorsitzenden Franz Bauschert ausgegangen. Zur SPD-Delegation gehörten auch der Kreisvorsitzende Andreas Hundhausen, der Fraktionssprecher im Verbandsgemeinderat Kirchen Michael Weller sowie die Beigeordnete der Ortsgemeinde Mudersbach Renate Otto.
Empfangen wurden die Gäste von den beiden Geschäftsführern Guido Müller-Späth und Henrik Müller-Frerich sowie dem Kaufmännischen Leiter Paul-Gerhard Spreemann.

Die 1935 gegründete Walter Patz GmbH ist als Stahl-Service-Center spezialisiert auf oberflächenveredelte Bleche und Bänder. Das Unternehmen gehört heute zur Knauf Interfer Gruppe. Der Unternehmensverbund besteht aus über 20 spezialisierten Betrieben und zählt zu den führenden Distributeuren, Bearbeitern und Serviceanbietern für Stahl und Aluminium in Europa mit einem Jahresabsatz von über einer Million Tonnen Stahl. Produziert wird für fast alle großen Automobilzulieferer sowie für Kunden aus der Möbel- und Bauindustrie, aber auch für die Bereiche Luft- und Klimatechnik. Die Firma Patz beschäftigt 130 Mitarbeiter, davon ist nur ein sehr geringer Teil Leiharbeiter. Jedes Jahr werden zwei bis vier neue Auszubildende eingestellt.

Am Standort Mudersbach wird zurzeit eine weitere Halle einschließlich neuer Spaltanlage gebaut. Insgesamt investiere man mehr als neun Millionen Euro in das Projekt. Weil auch die Umsatzzahlen jährlich kontinuierlich steigen, könnte man also durchaus mit der Entwicklung zufrieden sein – wenn da nicht das Thema Verkehrsanbindung wäre.

Als besonderes Problem drückt die Anfahrt über die enge Bahnhofstraße. „Wir bewegen täglich 1.000 Tonnen in die Firma rein und raus. Das sind 200 LKW-Fahrten pro Tag“, verdeutlichten Müller-Späth und Müller-Frerich die Situation. Der Schwerlastverkehr sei für die Anwohner extrem belastend, aber auch mit Blick auf den Bahnübergang gefährlich. SPD-Fraktionssprecher Karl-Heinz Haepp erinnerte an die „Beinahekatastrophe“ im November letzten Jahres. Damals war ein Regionalexpress mit einem LKW zusammengestoßen, der sich auf dem Bahnübergang festgefahren hatte, obwohl dieser eigentlich für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt sei.

Um den Standort Mudersbach langfristig zu sichern, komme man an einer Änderung der Zufahrt zum Betriebsgelände nicht vorbei. „Die momentane Anbindung genügt unseren Anforderungen nicht mehr“, so Guido Müller-Späth. Haepp verwies auf ein Gutachten für eine alternative Anbindung durch eine rund 450 Meter lange Schleife, die etwa in Höhe des Ortseingangs Mudersbach auf die B62 treffen würde. Eine solche Lösung könnte die Situation in der Bahnhofstraße insgesamt deutlich entschärfen. Das Problem sind die geschätzten Baukosten von 1,8 Millionen Euro.
Hendrik Hering betonte das grundsätzliche Interesse des Landes, für schnelle Autobahnanbindungen zu sorgen. Das sei gerade für Unternehmen ein wichtiger Standortfaktor. Bei einer reinen „Erschließungsmaßnahme“ gebe es hinsichtlich einer Bezuschussung aber klare Grenzen, verdeutlichte der Mainzer Fraktionschef und frühere Wirtschafts- und Verkehrsminister. Zu klären wäre, ob im vorliegenden Fall andere Fördermöglichkeiten existieren.
Thorsten Wehner regte dazu eine baldmögliche Gesprächsrunde mit Ministeriumsvertretern in Mainz an. Auch Hendrik Hering sah in einem solchen Abstimmungstermin mit allen Beteiligten einen „nächsten vernünftigen Schritt“, um zielorientiert an einer Lösung arbeiten zu können.



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