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Nachricht vom 06.05.2014 - 22:55 Uhr    

Kommunen erhalten größere Kompetenzen in der Pflege

Auf dem Gebiet der Pflege erhalten die Kommunen größere Kompetenzen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel erörterte die Pflegestrukturplanung jüngst mit Landrat Michael Lieber und Referatsleiter Joachim Brenner in der Kreisverwaltung Altenkirchen.

Die Pflegestrukturplanung für den Landkreis Altenkirchen erörterten Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel, Landrat Michael Lieber und Referatsleiter Joachim Brenner(v.l.). (Foto: pr)

Kreisgebiet. „Bei der Pflegestrukturplanung kommt den Kommunen eine stärkere Bedeutung und Verantwortung zu. Die Pflege alter Menschen steht vor großen Herausforderungen. Die Zahl älterer, multimorbider Menschen steigt. Die Gruppe jüngerer Menschen, die diese Pflege leisten muss, wird tendenziell kleiner. Das erfordert ein hochqualifiziertes und effenzientes flächendeckendes pflegerisches Versorgungssystem“, betonte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel bei einem Gespräch mit Landrat Michael Lieber und dem zuständigen Referatsleiter Joachim Brenner in der Kreisverwaltung Altenkirchen.

Denn die kommunale Pflegestrukturplanung wird auch für den Landkreis Altenkirchen zunehmend wichtiger. „Die Rolle der Kommunen soll bei der Pflege noch weiter gestärkt und ausgebaut werden. Das betrifft Maßnahmen, die die Infrastruktur und das Wohnumfeld verbessern, wie beispielsweise die Anschubfinanzierung für ambulant betreute Wohnformen. Das betrifft aber auch die Pflegeplanung und die Pflegeberatung, sowie den Ausbau mobiler Dienste und Pflegestützpunkte, um pflegende Angehörige zu entlasten“, so der Gesundheitspolitiker.

„Der Landkreis Altenkirchen hält mit seiner verbandsfreien Stadt Herdorf, den acht Verbandsgemeinden mit insgesamt 118 Ortsgemeinden, diverse Modellprojekte mit detaillierten Angeboten vor. Beispiele sind die Nachbarschaftshilfe in Altenkirchen und die präventive Beratung von Senioren in der Stadt Kirchen, ab einem Alter von 75 Jahren“, erläuterte Landrat Michael Lieber.

Referatsleiter Joachim Brenner ergänzte: „Derzeit werden die betroffenen Personen und ihre Angehörigen im Landkreis Altenkirchen in fünf Pflegestützpunkten beraten. Themen sind Fragen rund um die Pflege und die vorpflegerische Infrastruktur. Hierdurch soll die politische Forderung ‚ambulant vor stationär‘ umgesetzt werden.“

Gesundheitspolitiker Rüddel, der in Berlin Berichterstatter für Pflegepolitik der CDU/CSU-Fraktion ist, unterstrich abermals auch die Bedeutung der Beratungs- und Koordinierungsstellen für ältere, pflege- und hilfebedürftige Menschen: „In den nächsten 15 Jahren nimmt die Pflegebedürftigkeit nach Vorausberechnungen um 40 Prozent zu. Es wird mehr denn je auf professionelle Hilfe ankommen, da Familienstrukturen nicht mehr so greifen wie bisher. Hier schaffen BeKos vor Ort eine aufsuchende und begleitende Pflegeberatung.“

In keinem anderen Landkreis würden die BeKos in den Pflegestützpunkten so stark gefördert, wie im Landkreis Altenkirchen. „Ein vorrangiges Ziel besteht darin, Angebote zu bündeln und zu vernetzen, dass pflegebedürftige Menschen so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld verbleiben können. Diesbezüglich müssen in den nächsten Jahren vorpflegerische Dienste und Initiativen immer mehr gefördert werden. Dabei gilt es insbesondere pflegende Angehörige zu entlasten“, so der Abgeordnete

Über 71 Prozent der Pflegebedürftigen im Landkreis Altenkirchen, so Referatsleiter Brenner, würden von ihren Angehörigen in der häuslichen Umgebung gepflegt. „Somit sei die Familie der größte Pflegedient. Dies gilt es zu unterstützen“, erklärte Landrat Lieber. So wolle man bürgerschaftliches Engagement im Seniorenbereich fördern. „Im Koalitionsvertrag haben wir verankert, dass die Kommunen zukünftig noch größere Kompetenzen im Bereich der Pflege erhalten sollen“, bekräftigte Erwin Rüddel.



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