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Nachricht vom 13.05.2014    

Das jüdische Museum machte Station in Altenkirchen

Die Realschule plus in Altenkirchen war das Ziel des jüdischen Museums Berlin mit dem Musuemsbus. Die Klasse 9.2 hatte mit Schulpfarrerin Barbara Kulpe ein Videoprojekt durchgeführt und Aufenthalt des Museumsbusses gewonnen. Ein außergewöhnlicher Schultag zum Thema "Jüdisches Leben" fand statt.

Die Tora-Rolle gehörte zu einem Infowürfel des Jüdischen Museums in Berlin und zeigte – ebenso wie Alltagsgegenstände und andere religiöse Objekte – auf, wie Religion und tägliches Leben im Judentum miteinander verflochten sind. Auch Ethiklehrer Janos Neumann und seine Schüler nutzten die Gelegenheit zum „anfassbaren Lernen“ beim Besuch des Jüdischen Museums Berlin in Altenkirchen. Fotos: Petra Stroh

Altenkirchen. Das Wetter ließ eine Freiluft-Veranstaltung nicht zu – deshalb baute das Team von „on.tour - Das Jüdische Museum Berlin macht Schule“ seine mobile Ausstellung, die die Klasse 9.2 der Realschule Plus in Altenkirchen bei einem Wettbewerb „gewonnen“ hatte (wir berichteten), lieber im trockenen Mehrzweckraum auf.

In vier großen roten Würfeln waren ausgewählte Objekte aus dem Museum nach Altenkirchen gereist. Gezeigt wurden darin - neben Exponaten zu jüdischer Religion und Zeugnissen der Verfolgung - auch alltägliche (Gebrauchs-) Gegenstände, von denen viele einen Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen haben.

Drei Museumspädagogen waren mit dem Bus nach Altenkirchen gekommen und halfen den interessierten Schülern aus mehreren Klassen viele neue Einblicke zu gewinnen.
Alltagsgegenstände und religiöse Objekte, die in den Würfeln integriert sind, gaben Auskunft darüber, wie Religion und tägliches Leben miteinander verflochten sind. Exemplarisch wurden jüdische Feste wie etwa das Pessachfest oder der jüdische Feiertag Schabbat dargestellt. Einen historischen und biographischen Zugang boten die Geschichten der Firma Julius Fromm oder des süddeutschen Landjuden Löb Strauss.

Die Schüler konnten auf den Würfeln sitzen, sie drehen und wenden, die Ausstellung selbständig erkunden und die Objekttexte lesen. Im Umgang mit Exponaten und Biographien erhielten sie so Einblicke in deutsch-jüdische Geschichte, jüdische Religion und Kultur.
Das „on.tour-Team“ begleitete sie dabei, erzählte Wissenswertes zu den Objekten, beantwortete Fragen rund ums Thema und moderierte die Präsentation.

Die Klasse 9.2 mit Schulpfarrerin Barbara Kulpe, die mit ihrem Engagement einer gelungenen Videobewerbung dafür gesorgt hatte, dass der Museumsbus auf seiner diesjährigen Deutschlandtour auch in der Kreisstadt für einen Schultag Station machte (wir berichteten), hatte sich innerhalb des eintägigen Museumsangebotes für einen Workshop entschieden. Museumspädagoge Samuel erarbeitete dabei mit den Schülern das Thema “So einfach war das“. Ebenso wie in der gleichnamigen Dauerausstellung in Berlin, ging es in diesem Workshop in Altenkirchen um die Beschäftigung mit jüdischer Kindheit und Jugend nach 1945 in Deutschland.

Dazu hatte das Museum bekannten und unbekannten, gläubigen und weniger gläubigen jüdischen Menschen verschiedener Generationen die Frage danach gestellt, wie es eigentlich war, nach 1945 als Jüdin oder Jude in Deutschland aufzuwachsen. Biografiebetrachtungen, die auch verknüpft wurden mit Erlebnissen der Schüler von heute.

Nach vielen wortreichen Informationen gab es für die Schüler als „Genusszugabe“ dann koschere Gummibärchen zum Abschluss eines nicht alltäglichen Schultages.(pes)


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