Werbung

Nachricht vom 19.05.2014    

Wissener Duell: Bürger entscheiden am Sonntag

In Wissen gehen die Uhren ja manchmal ein wenig anders als ansonsten entlang der Sieg: am Freitagabend zeigte sich das erneut. Zum Duell der Kandidaten um das Amt des Stadtbürgermeisters traten Amtsinhaber Michael Wagener und Herausforderer Thorsten Wehner vor Publikum und sie stellten sich den Fragen.

Michael Wagener und Thorsten Wehner stellten ihre Konzepte vor und stellten sich vielen Fragen. Fotos: Helga Wienand-Schmidt

Wissen. Zum speziellen Wissener Duell der beiden Kandidaten um das Amt des Stadtbürgermeisters hatten gemeinsam die KAB Birken-Honigsessen, die Kolpingsfamilie und das katholische Männerwerk Wissen eingeladen. Im Pfarrheim fand die Veranstaltung vor großem Publikum statt.
Amtsinhaber Michael Wagener und Herausforderer MdL Thorsten Wehner stellten sich vor, jeweils mit ihren Lebensdaten und ihren politischen Aktivitäten und Schwerpunkten. Nun kann der Wahlsonntag in Wissen ja spannend werden, denn zwei Kandidaten für das Amt des Stadtbürgermeisters gab es lange nicht. Wagener ist seit 1999 in der Doppelfunktion tätig.
Wehner will die Stadt Wissen als Bürgermeister weiter nach vorne bringen, und dies mit mehr Bürgerbeteiligung. Nicht nur der Stadtrat solle entscheiden, die Bürgerschaft müsse sich in den Konzepten vertreten fühlen und wiederfinden. Damit waren die Kandidaten auch beim Kernthema, die Innenstadtsanierung. Das Thema Rathausstraße und der Umbau ist ja nicht neu und beschäftigt Gremien und Bürgerschaft schon lange. Das Förderprogramm „Aktive Stadtzentren“ führte zu vielen Veranstaltungen und dann auch zum Widerspruch von ungefähr 30 Beschwerdeführern.
Dem Vorwurf Wehners, es sei einiges schiefgelaufen, hielt Wagener entgegen und reflektierte die Abläufe und wies auf die gesetzlichen Grundlagen hin und auch darauf, dass viele Objekte in Privateigentum seien. Und diese Eigentümer müsse man überzeugen, umsonst gebe es auch keine Fördermittel.
Die Belebung der Innenstadt habe Priorität, da gab es Übereinstimmung. Die Leute, vor allem die Eigentümer der Anwesen und Grundstücke zu motivieren und mitzumachen, dafür will Wehner „Klinken putzen“ gehen.

Wagener erinnerte daran, dass es viele Workshops und Veranstaltungen gab, und auch bereits erst Förderanträge gestellt wurden. Das sei nach wie vor Chefsache.
Die Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Begriffen der Sanierungsgebiete, der Planfeststellungsverfahren, die werden in den Ausschüssen und Räten gefällt. Für die Laien kaum zu verstehen. So war es auch am Freitagabend, denn am Thema Sanierungsgebiet Innenstadt entzündeten sich die Diskussionen. Leider gibt es immer noch Leute, die glauben, ihr privates Eigentum wird mit Steuermitteln saniert und sie kommen ohne Beiträge davon. Das wurde allzu deutlich.

Des Weiteren kam das Thema „Steg/Fußgängerbrücke“ zum Gewerbegebiet Frankenthal/Kulturwerk zu Sprache. Wehner gab an, dass im Haushalt des Landes Fördermittel bereitgestellt sind und der Steg große Bedeutung für das gesamte Sanierungsgebiet Innenstadt habe. Wagener berichtete, dass die Förderanträge nach einer Überarbeitung, die die Bahn gefordert habe, längst gestellt sind. Bei der ADD liegen die Anträge (610.000 Euro) vor, eine Entscheidung stehe aus. Wenn der Bescheid vorliege, könne man sofort mit den Ausschreibungen beginnen.

Gewerbegebiet Rödderstein: vom derzeitigen Stadtrat und von Wagner favorisiert, da das Gelände in weiten Teilen der Stadt gehört und die Versorgungsleitungen von der alten Hütte sowie die Zufahrt zum Gewerbegebiet kostengünstiger zu realisieren seien.

Wehner hielt am Projekt Bornscheidt fest, da sei schon viel Geld ausgegeben worden. In die Diskussion kam auch die Erschließung des Geländes der Alten Kistenfabrik als Wohngebiet – ein Dauerthema in Wissen. Wagener und Wehner waren sich einig: Wissen braucht Baugebiet und man müsse das Gelände umwidmen.

Die ärztliche Versorgung der Zukunft, Wissens „Schandfleck“ das Sudhaus der ehemaligen Germania Brauerei, und obwohl kein Thema der Stadt: der Siegtalradweg und die etwas eigenwillige Beschilderung am Bahnhof waren Themen, die von den anwesenden Bürgern ins Rede-Duell gebracht wurden. (hws)


Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Wissen auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
 


Kommentare zu: Wissener Duell: Bürger entscheiden am Sonntag

2 Kommentare
Herr Weber, ja ich will mehr solcher Veranstaltungen. Gerne auch mit allen Kandidaten. Mir hat das insgesamt sehr geholfen. Ich weiß nun ganz sicher wen ich wähle und wehn garantiert nicht. Wenn beispielsweise jemand Bürgerbeteiligung einfordert, viele Jahre die Möglichkeit dies im Rahmen seiner manigfaltigen politischen Ämter und Mandate umzusetzen - und dies dann nicht tut, dann ist doch die Motivation dieser Aussage klar, oder? Auch die Aussage, dass man Montag und Freitag Zeit habe - läßt mich an der Motivation des Kandidaten zweifeln. Das kann ich aber nur sagen weil über die Veranstaltung viel und gut berichtet wurde. Gerne mehr davon!
#2 von Herbert Wollsheim, am 22.05.2014 um 06:59 Uhr
Das klingt ja nach Einvernehmen. Warum solche Diskussionen in einem Provinzstädtchen überhaupt sein müssen, frage ich mich schon. Glauben die Kandidaten allen Ernstes, dass man so Wähler ködern kann? Ich empfehle künftig weder Duelle noch Interviews mit den Kandidaten zu führen. Wir sind doch nicht auf Bundes-oderLandesebene. Die Orts-, Stadt- oder Verbandsbürgermeisterkandidaten sollten sich selbst vorstellen, die Medienarbeit um sie herum in den sechs Wochen vor der Wahl komplett herunter gefahren und die Plakatierung entralisiert, d.h. an einer oder mehreren Stellen in den Kommunen nur auf Tafeln erlaubt sein. Ansonsten hat grundsätzlich ein Amtsinhaber ungleiche Chancen. Ich finde die Fairness kommt zu kurz, deshalb sollte man über meinen Vorschlag einmal nachdenken.
#1 von Christian Weber, am 21.05.2014 um 11:42 Uhr

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Gebhardshainer Alten- und Pflegeheim von Coronavirus betroffen

Im Gebhardshainer Alten- und Pflegeheim St. Vinzenzhaus gibt es aktuell drei nachgewiesene Covid-19-Fälle: Zunächst wurden am Dienstag, 7. April, zwei Mitarbeiter des Hauses positiv getestet, mittlerweile liegt auch ein positiver Test eines Bewohners vor, der im Krankenhaus Kirchen behandelt wird. Darüber informiert die Kreisverwaltung aktuell.


72 Infektionen im Kreis – 45 Frauen und Männer geheilt

Seit Montag, 6. April, ist lediglich ein neuer Fall einer Corona-Infektion im Kreis Altenkirchen hinzugekommen. Mittlerweile gelten 45 Personen als geheilt. Landrat Dr. Peter Enders appelliert besonders im Hinblick auf das bevorstehende Oster-Wochenende an die Bevölkerung.


Motorradfahrer bei Unfall auf der L 269 schwer verletzt

Auf der Landesstraße 269 ist es am Dienstag, 7. April, gegen 14.40 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit einem Motorrad gekommen. Der Fahrer befuhr die L 269 zwischen Oberlahr und Burglahr. Durch eine Unachtsamkeit ereignete sich nach Aussage der Polizei der folgenschweren Unfall.


Pflegedienst-Mitarbeiter: Die ständige Angst vor der Ansteckung

Die Angst ist allgegenwärtig, die Angst, sich mit dem Corona-Virus bei der Ausübung des Berufes anzustecken: Mit dieser Gefahr ständig konfrontiert sehen sich auch die Mitarbeiter der Pflegedienste aus der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, wenn sie ihre Patienten aufsuchen.


Region, Artikel vom 07.04.2020

Rathausstraße in Wissen wegen Umbau gesperrt

Rathausstraße in Wissen wegen Umbau gesperrt

Nach der großen Sorge vor der Baustelle und den damit verbundenen Umsatzeinbußen erscheint nun durch die Corona-Pandemie die Baustelle in der Wissener Rathausstraße völlig in den Hintergrund gerückt. Das marode Abwassersystem lässt aber keinen Aufschub zu, so Stadtbürgermeister Berno Neuhoff.




Aktuelle Artikel aus Region


LVM-Versicherungsagentur auch in Krisenzeiten für Kunden da

Unsere Autorin im Gespräch mit Manfred Kern zur aktuellen Situation:

Wie und wann hat die Corona-Krise Sie in Ihrer ...

Klara hat ein großes Herz für Tiere und sammelt für Zoo Neuwied

Neuwied. In schweren Zeiten muss man etwas tun dachte sich die fünfjährige Klara Steinebach aus Oberbieber und wurde gemeinsam ...

Villa Kunterbunt in Wissen: Kindergarten in Zeiten von Corona

Auch für die wenigen Kinder, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen, gestaltet sich der KiTa-Alltag ganz anders als gewohnt; ...

VG Altenkirchen-Flammersfeld startet Vereinekonferenz

Altenkirchen/Flammersfeld. Die Vereine stehen vor großen Herausforderungen:

- Nachwuchsprobleme,
- Fehlende finanzielle ...

Bestell- und Abholservice evangelischen Bücherei in Hamm

Hamm. Das geht folgendermaßen: Im Foyer des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses gibt es eine Station, an der entliehene Medien abgelegt ...

Kinderschutzbund: Willkommensgeschenke statt -besuche

Altenkirchen. Kleine Geschenke und vor allem die Informationen zu den ersten Entwicklungsjahren des Kindes sind für viele ...

Weitere Artikel


Der Tag der offenen Tür der Polizei erlebte Besucheransturm

Betzdorf. Gestern Abend dürften zu den etlichen Kindern, die mal Polizist werden wollen, noch viele hinzu gekommen sein. ...

DRK eröffnet “Betreutes Wohnen II“ in Altenkirchen

Altenkirchen. Maximale Selbstständigkeit und optimale Betreuung auch im Alter müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. ...

Projekt "Zirkus" kam gut an

Alsorf. Die meisten Kinder lieben es, in andere Rollen zu schlüpfen. Buket Gazioglu, Berufspraktikantin zur Erzieherin in ...

Feuerwehrfest in Pleckhausen

Pleckhausen. Alljährlich im Mai findet in Pleckhausen das traditionelle Feuerwehrfest der Pleckhausener Wehr statt. In diesem ...

Flammersfeld und Horhausen werden gefördert

Falmmersfeld/Horhausen. Die beiden Gemeinden Flammersfeld/Horhausen sind eine von acht Kooperationsverbünden mit insgesamt ...

VfB Wissen machte das Dutzend voll

Wissen. Wer vor dem letzten Saisonheimspiel des VfB Wissen gedacht hätte, angesichts der bereits in der vergangenen Woche ...

Werbung